Autor Thema: [News] Web 2.0 kostet angeblich mehr als die Werbung einbringt  (Gelesen 832 mal)

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Offline HT4U_Newsbot

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Web 2.0 kostet angeblich mehr als die Werbung einbringt
                 



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Offline Leander

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Re: [News] Web 2.0 kostet angeblich mehr als die Werbung einbringt
« Antwort #1 am: 09. Februar 2008, 20:17:46 »
0
Klärt mich mal jmd. auf wie das "Web 2.0" mehr Geld kosten kann als das "Web 1.0"? Was überhaupt ist das "Web 2.0"? Warum gehören Dienste wie Facebook oder MySpace plötzlich zum "Web 2.0"?

Das mit der Werbung seh ich genauso. Mittlerweile hat der User doch schon seinen eigenen Pop-Up-Blocker im Kopf. Ich persönlich bin schon soweit gegen Werbung abgestumpft, dass ich selbst für mich interessante Werbung unterbewusst ignoriere. Das fällt einem auf wenn man einmal bewusst auf die Werbung achtet, die einem so über den Weg läuft. PopUps und LayerAdds treiben das ganze auf die Spitze. Aus Frust wird diese Art von Werbung doch automatisch ignoriert. Das erste was ein halbwegs erfahrener Nutzer mit einem Pop-Up macht, ist doch es wegzudrücken, insofern er nicht sowieso einen PopUp-Blocker nutzt. Das gleiche gilt für Layer-Adds.

Die Nachricht bringt das schön auf den Punkt, das bringt weder für den Werbenden noch für den Nutzer was.
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Offline Sladdy

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Re: [News] Web 2.0 kostet angeblich mehr als die Werbung einbringt
« Antwort #2 am: 09. Februar 2008, 20:43:33 »
0
Ich will schon die Werbung per Post 2 mal die Woche nicht haben und hab nen passendes Schildchen am Briefkasten dran. Warum also sollte das plötzlich anders sein bei einem Medium was ich quasi den ganzen Tag nutze und ständig Werbung bekomme. Also hab ich mir die Schildchen Ad-Block und Noscript besorgt.

Online Rico

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Re: [News] Web 2.0 kostet angeblich mehr als die Werbung einbringt
« Antwort #3 am: 10. Februar 2008, 11:35:25 »
0
@ Leander: Wenn mich nicht alles täuscht, ist nirgendwo die Rede von einem Vergleich zwischen Web 1.0 und Web 2.0. Damit gibt es auch keine Aussage, dass eines davon teurer ist ;) Ansonsten ist es klar, dass man abstumpft. Eine Marketing-Faustregel sagt ja schon, dass nur Bruchteil aller Werbung überhaupt wahrgenommen wird.

@ Sladdy: Natürlich kannst du grundsätzlich überall dein "keine Werbung"-Schildchen anbringen. Aber die Frage ist, ob du im Gegenzug auch bereit wärst, für Inhalte zu bezahlen? Auch dir müsse ja klar sein, dass sich die Seiten irgendwie finanzieren müssen. Und zum Beispiel so große Projekte wie das StudiVZ oder Wikipedia erfordern eine unglaubliche Masse an Ressourcen. Beide gehen komplett andere Wege. Wikipedia finanziert sich über Spenden und das StudiVZ über Werbung. Mir persönlich ist der Werbeweg lieber, weil er mir nicht so "weh" tut, sofern auf genannte "aggressive Werbung" verzichtet wird.
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Offline Philipp

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Re: [News] Web 2.0 kostet angeblich mehr als die Werbung einbringt
« Antwort #4 am: 10. Februar 2008, 12:09:44 »
0
Tja, nach Jahren der das Ärgerns hat mich die Werbebranche vor einiger Zeit auch überzeugt, AdBlock Plus zu installieren.

Seitdem surfe ich mit höchster Geschwindigkeit völlig banner-, layer- und popuplos durchs Netz.
Wahnsinn wie schnell Webseiten laden können.

Jedoch deaktiviere ich den Blocker auf Seiten, die ich unterstützen möchte.
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Offline Sladdy

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Re: [News] Web 2.0 kostet angeblich mehr als die Werbung einbringt
« Antwort #5 am: 10. Februar 2008, 12:20:02 »
0
@ Sladdy: Natürlich kannst du grundsätzlich überall dein "keine Werbung"-Schildchen anbringen. Aber die Frage ist, ob du im Gegenzug auch bereit wärst, für Inhalte zu bezahlen? Auch dir müsse ja klar sein, dass sich die Seiten irgendwie finanzieren müssen. Und zum Beispiel so große Projekte wie das StudiVZ oder Wikipedia erfordern eine unglaubliche Masse an Ressourcen. Beide gehen komplett andere Wege. Wikipedia finanziert sich über Spenden und das StudiVZ über Werbung. Mir persönlich ist der Werbeweg lieber, weil er mir nicht so "weh" tut, sofern auf genannte "aggressive Werbung" verzichtet wird.

Die Menschheit ist 10000 Jahre ohne Wikipedia und Studivz ausgekommen und würde es sicherlich auch noch weitere 10000 Jahre. Ich zwinge keinen dazu Wiki oder Studivz zu erfinden und zu unterhalten. Das war allein die freie Entscheidung der Entwickler. Wenn man nun feststellt das man das Projekt nicht mehr finanzieren kann, muss man halt das Projekt einstellen. Davon wird die Welt nicht untergehen und ich auch nicht. Ich nutze Studivz auch aber wenn ich ehrlich bin sind da auch nur Leute drin die ich auch so jeden Tag sehe so das ich eigentlich auch drauf verzichten könnte wenns denn sein müsste. Klar ist Wikipedia toll aber bis vor 5 Jahren gab es noch sachen wie Lexikon und Fachbücher. Das hat auch niemanden geschadet. Ich weiss ja nicht ob du zufällig den Artikel der SZ zum Thema Web 2.0 gelesen hast vom 9.12.2007 mit Titel:"Web 0.0 Das Internet verkommt zu einem Debattierclub von Anonymen,Ahnungslosen und Denunzianten. Ein Plädoyer für eine Wissengesellschaft mit Verantwortung.Von Bernd Graff" Da wird sehr schön beschrieben was das ach so tolle Web 2.0 denn zur Zeit ist und da ist viel wahres dran.

Online Robert

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Re: [News] Web 2.0 kostet angeblich mehr als die Werbung einbringt
« Antwort #6 am: 10. Februar 2008, 12:22:55 »
0
Klärt mich mal jmd. auf wie das "Web 2.0" mehr Geld kosten kann als das "Web 1.0"? Was überhaupt ist das "Web 2.0"? Warum gehören Dienste wie Facebook oder MySpace plötzlich zum "Web 2.0"?
Für "Web2.0"-Seiten werden halt plötzlich bei Übernahmen mehr Milliarden Dollar hingeblättert als noch für die "alten" Seiten.Und jetzt wundern sie sich,warum das Geld nicht wieder reinkommt.

Web2.0 hat IMO wohl unterschiedliche Bedeutungen:
- für BWLer: Webdienste und social networks, von denen sie glauben, Geld verdienen zu können und sich dann wundern, dass die Realität wieder an den Exceltabellen und Powerpointfolien vorbei geht; das Internet taugt halt nicht als Plattform für alles, zumindest nicht auf die alten Art und Weisen was das Geld verdienen angeht

- für Webdesigner: ein Trend von bestimmten Werkzeugen (z.B. Web-APIs) und irgendwelchen neuartigen Programmiersprachen, mit denen das realisierbar ist und wovon ich überhaupt keine Ahnung habe ;D

- für Nutzer: jedwede Form von neumodischen Seiten, die die Webdesigner mit den neuen Tools zustande bekommen haben

- für die Techniker: gar keine, es ist mir egal, was über meine Glasfasern rauscht  :P
« Letzte Änderung: 10. Februar 2008, 12:24:35 von Robert »
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Online Rico

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Re: [News] Web 2.0 kostet angeblich mehr als die Werbung einbringt
« Antwort #7 am: 10. Februar 2008, 12:57:42 »
0
@ robert: ja das gleiche Spiel gab es vor 8 Jahren beim großen Internet-Boom 1.0.

@ Sladdi. Dann trifft das vielleicht für dich nicht bei den genannten Beispielen zu. Aber dann denken wir doch mal an die Süddeutsche Zeitung. Ihr Angebot wird ebenfalls zu einem großen Teil über Werbung finanziert...?

Ansonsten würdest du mit deiner Argumentation wahrscheinlich zum aktuellen Zeitpunkt weder einen Computer besitzen noch mit dem Auto fahren. Schließlich sind das ja alles Dinge, die von Leuten erfunden wurden, die keiner "dazu gezwungen hat, das zu tun". In der Hinsicht hinkt der Vergleich also etwas ;)
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Offline Sladdy

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Re: [News] Web 2.0 kostet angeblich mehr als die Werbung einbringt
« Antwort #8 am: 10. Februar 2008, 13:14:51 »
0
Kann sein das ihr Angebot sich zum grossteil über Werbung finanziert. Ich weiss es nicht, ist mir auch egal, ich lese die Sz nicht(mehr).
Aber das spielt auch gar keine Rolle wo das Geld her kommt, solange sie Gewinn machen. Und genau darum geht es doch in eurem Artikel, nämlich das man keinen Gewinn hat. Und somit bin ich auch bei deinem 2 Punkt. Klar hätten wir Autos und co, es hat ja jemand erfunden und es ist bis heute Gewinnträchtigt. Also hat es seine Daseinberechtigung. Wenn es irgendwann mal soweit sein sollte, das niemand mehr existieren kann mit den Produktion von autos, werden diese halt auch wieder von unserer Erde verschwinden. Ausserdem würde ich mal behaupten wollen das die erfindung des Autos mehr für die Gesellschaft gebracht als Yahoo und myspace. Und nenn mir doch mal bitte 1 Person, ausser die Betreiber die damit Geld verdienen wollen, den Studivz,Wikipedia,Mayspace und Yahoo auch nur einen einizgen Vorteil erbracht haben in seinem Leben. Diese dinge sind allesamt verzichtbar für die Gesellschaft, sie sind sogar eher schädlich weil dafür zeit verschwendet wird die man mit sinnvollen Dingen verbringen könnte und supjektive Meinungen als Fakt verkauft werden.

Offline Philipp

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Re: [News] Web 2.0 kostet angeblich mehr als die Werbung einbringt
« Antwort #9 am: 10. Februar 2008, 14:32:02 »
0
Also in einem Punkt muss ich dir energisch widersprechen:

Ob ein Ding fähig ist, für einen Menschen oder eine Organisation Gewinn zu erbringen ist meiner Meinung nach NICHT gleichbedeutend mit dem Wert für die Gesellschaft.

Besonders Wikipedia ist meiner Meinung nach ein Vorreiter enormer Wichtigkeit, ich habe das Glück, dass sich meine Eltern den 24bändigen Brockhaus haben leisten können, aber wieviele dieses Privileg nicht???

Wikipedia erlaubt Zugang zu Wissen für jeden, der einen Computer benutzen kann und Zugang dazu hat.

StudiVZ ist vielleicht eher ein Beispiel für mehr oder weniger erfolgreiches Trachten nach Geld und dementsprechend gering ist der Wert für die Gesellschaft.

MySpace jedoch kann man jedoch einräumen, Künstlern die Möglichkeit gebracht haben, ohne habgierige Labels zu Bekanntheit zu gelangen, auch wenn dieser Sprung von wenigen geschafft wird.

Alles in allem solltest du mal deine pur kapitalistische Einstellung überdenken, die Möglichkeiten des Netzes werden zwar gerne überschätzt, aber so schlimm ist es wirklich nicht.
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Offline Sladdy

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Re: [News] Web 2.0 kostet angeblich mehr als die Werbung einbringt
« Antwort #10 am: 10. Februar 2008, 14:47:41 »
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Und woher willst du bei Wiki wissen was für ein Wissen du da vorgesetzt bekommst? Dort kann jeder Depp einen Beitrag schreiben und seine Ansicht von Wissen verbreiten wie es ihm passt. Das ist nicht nur auf Wiki bezogen sondern auf alle Beiträge im WWW. Niemand weiss woher die Informationen stammen und wer es verfasst hat. Wikipedia und co als Wissenplattform zu nutzen ist so das schlechteste was man machen kann.

Und nicht ich habe das Thema Kapitalismus vervorgebracht, sondern die Verfasser des Textes bzw die Unterhalter von diesen Seiten, die sich darüber beschweren das sie zuwenig, wenig,keinen Gewinn machen oder Verluste erwirtschaften. Also ist es ihr Ziel Kapilatistisch zu denken, nicht meins oder warum möchte Yahoo 40$ pro Aktie von Microsoft haben und sich nicht mit 31$ zufrieden geben?

Jeder Betreiber einer Seite ist früher oder später darauf aus zumindest einmal keinen Verlust damit zu machen. Und je grösser eine Plattform wird desto grösser ist das streben nach Gewinnen. Oder glaubst du Ht4u würde es noch geben wenn der Betreiber nicht mindestens Kostendeckend arbeitet? Klar war die Anfangsidee sicherlich auch mal eine andere "noblere", das wird ja auch keiner bestreiten wollen. Aber am Ende wären dem Betreiber die hunderten von täglichen Lesern und tausenden von registrierten Accounts ziemlich egal wenn man jeden Monat 1000€ Verlust machen würde.

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Re: [News] Web 2.0 kostet angeblich mehr als die Werbung einbringt
« Antwort #11 am: 10. Februar 2008, 15:11:30 »
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Zitat
Und woher willst du bei Wiki wissen was für ein Wissen du da vorgesetzt bekommst? Dort kann jeder Depp einen Beitrag schreiben und seine Ansicht von Wissen verbreiten wie es ihm passt. Das ist nicht nur auf Wiki bezogen sondern auf alle Beiträge im WWW. Niemand weiss woher die Informationen stammen und wer es verfasst hat. Wikipedia und co als Wissenplattform zu nutzen ist so das schlechteste was man machen kann.
Wiki ist selbstregulierend. Von daher kann man davon ausgehen, dass die Daten dort nahezu korrekt sind. Für hochspezialisierte Dinge reicht wiki leider auch nur als Rechercheausgangsbasis, aber das wäre bei jedem Lexikon genauso.

Bei Blognetzwerkens ist das leider anders. z.B. hat sich in den letzten Tagen im Netz (vor allen eher in Anti-US-Blogs) die Theorie verbreitet, durch die Glasfaserbrüche im Mittelmeer und vor Dubai sei der Iran absichtlich vom Internet abgeschnitten worden. Belegt wurde das mit einer Abfragestatistik, die im Iran nur einen Router in Teheran abgefragt hat, der tatsächlich down war. Also wurde diese "Tatsache" munter weiter verbreitet, zusammen mit der "Gewissheit" das der Iran jetzt nun wirklich angegriffen wird.

Das diese Blitzbirnen nicht mal auf die Idee gekommen sind, ein paar iranische Seiten anzusurfen... das ging jederzeit wunderbar, gibt ja noch genügend andere Verbindungen in das Land.
Womit wir wieder bei der von Sladdy erwähnten Kolumne wären
Zitat
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Sichernicht das ganzeInternet, aber es ist eine gute Plattform dafür, leider.
« Letzte Änderung: 10. Februar 2008, 15:14:39 von Robert »
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Offline Fermat

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Re: [News] Web 2.0 kostet angeblich mehr als die Werbung einbringt
« Antwort #12 am: 10. Februar 2008, 15:12:37 »
0
Web 2.0 ist ein Gummiwort, umfasst aber folgende Aspekte:

Anwenderseite:
Interaktive Inhalte, individualisierte Seiten (Facebook Profile etc pp)


Progammiererseite:
Exzessiver Einsatz von AJAX ( = JavaScript + evtl XML / XSLT, nix neue Programmiersprachen, die Technik dahinter ist steinalt ) um das ganze interaktiv und flüssig zu halten.


Marketingtechnisch:
Vermarktung als virtuelle Realität, als Raum zur Selbstentfaltung und -darstellung


Investorentechnisch:
Hervorragend abgrenzbare Werbe- und Zielgruppen durch diverse Themenbereiche / Gebiete sowie die Möglichkeit auf einen Schlag viele Leute anzusprechen.



Während sich andere Bereiche im Web nunmal als sinnvoll etabliert haben (ich denke hier primär an Webshops und sonstige Dienstleistungen), wird bei Web 2.0 Portalen schlichtweg mit der Masse an Nutzern und der PR-Wirkung gehandelt - simples Rattenfängerprinzip. Dass sich mit soetwas kein direkter Gewinn über Werbung einfahren lässt mittelfristig gesehen ist logisch, aber ich glaube die Investitionen in diesem Bereich fallen zu einem nicht geringen Teil in den Bereich Marketing, um sich selbst und sein Unternehmen als "Trendsetter" und Vorreiter darzustellen, was einen indirekten Gewinn des Markenwertes darstellt.

Offline Christian H

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Re: [News] Web 2.0 kostet angeblich mehr als die Werbung einbringt
« Antwort #13 am: 10. Februar 2008, 15:17:23 »
0
@ Sladdy: Natürlich kannst du grundsätzlich überall dein "keine Werbung"-Schildchen anbringen. Aber die Frage ist, ob du im Gegenzug auch bereit wärst, für Inhalte zu bezahlen? Auch dir müsse ja klar sein, dass sich die Seiten irgendwie finanzieren müssen. Und zum Beispiel so große Projekte wie das StudiVZ oder Wikipedia erfordern eine unglaubliche Masse an Ressourcen. Beide gehen komplett andere Wege. Wikipedia finanziert sich über Spenden und das StudiVZ über Werbung. Mir persönlich ist der Werbeweg lieber, weil er mir nicht so "weh" tut, sofern auf genannte "aggressive Werbung" verzichtet wird.

Da muss ich mal ein Gegenargument anbringen. Unter Web 2.0 verstehe ich eher, dass dort der Nutzer gleichzeitig auch Content zuliefert und nicht unbedingt, dass dabei neue Techniken wie AJAX, Flash, usw eingesetzt werden. Warum soll ich dann für die Inhalte bezahlen, die ich selber einstelle? Sei es bei ner Online-Community, Youtube oder Wikipedia, ohne die Inhalte der Nutzer wären die Seiten so gehaltvoll wie "about:blank". Klar muss die Infrastruktur irgendwie bezahlt werden, aber trotzdem sollte der Anbieter nie vergessen, wer eigentlich für die Seitenaufrufe verantwortlich ist.
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Re: [News] Web 2.0 kostet angeblich mehr als die Werbung einbringt
« Antwort #14 am: 10. Februar 2008, 15:20:45 »
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Zitat
Und woher willst du bei Wiki wissen was für ein Wissen du da vorgesetzt bekommst? Dort kann jeder Depp einen Beitrag schreiben und seine Ansicht von Wissen verbreiten wie es ihm passt. Das ist nicht nur auf Wiki bezogen sondern auf alle Beiträge im WWW. Niemand weiss woher die Informationen stammen und wer es verfasst hat. Wikipedia und co als Wissenplattform zu nutzen ist so das schlechteste was man machen kann.

Wo habe ich bitte geschrieben, dass Wikipedia als alleinige Quelle für alles und jeden taugt?
Wikipedia ist geeignet für ein bestimmtes Thema ein vorläufigen Überblick zu verschaffen und dann per Fachliteratur einen tieferen Einstieg vorzubereiten.
Sicher kann "jeder Depp" dort etwas schreiben, aber es gibt genug Leute, die das ganze wieder kontrollieren und gegenzeichnen.
Letztendlich entbindet KEIN MEDIUM DER WELT DICH (!) von der Pflicht dein Hirn einzusetzen, Quellen abzuwägen und dir selbst ein Urteil zu bilden.
Selbst im Brockhaus kann Scheisse drinstehen.
Wenn du anderer Meinung bist, tust du mir leid.
Und zum "niemand weiß woher die Informationen stammen und wer es verfasst hat", woher willst du wissen, dass du nicht irgendein Algorithmus bist, der sich in einer Simulation von irgendwelchen Gestalten bewegt und sich gerade Gedanken über den Sinn des Lebens macht?
Solche Totschlagargumente sind hier irgendwie fehl am Platz...

Zitat
Und nicht ich habe das Thema Kapitalismus vervorgebracht, sondern die Verfasser des Textes bzw die Unterhalter von diesen Seiten, die sich darüber beschweren das sie zuwenig, wenig,keinen Gewinn machen oder Verluste erwirtschaften. Also ist es ihr Ziel Kapilatistisch zu denken, nicht meins oder warum möchte Yahoo 40$ pro Aktie von Microsoft haben und sich nicht mit 31$ zufrieden geben?

Ja, wer hat denn gesagt, dass M$ etc. nicht Gewinn im Sinne hätten? Trotzdem gibt es Seiten wie MySpace und schlagmichtot, aber ihre gesellschaftliche Bedeutung ist trotzdem davon unabhängig.
Ein Pferd wird ja auch kein böses Wesen, bloß weil ein Schurke draufsitzt, es wird nur halt zu möglicherweise bösen Handlungen benutzt.

Zitat
Jeder Betreiber einer Seite ist früher oder später darauf aus zumindest einmal keinen Verlust damit zu machen. Und je grösser eine Plattform wird desto grösser ist das streben nach Gewinnen. Oder glaubst du Ht4u würde es noch geben wenn der Betreiber nicht mindestens Kostendeckend arbeitet? Klar war die Anfangsidee sicherlich auch mal eine andere "noblere", das wird ja auch keiner bestreiten wollen. Aber am Ende wären dem Betreiber die hunderten von täglichen Lesern und tausenden von registrierten Accounts ziemlich egal wenn man jeden Monat 1000€ Verlust machen würde.

Ich verstehe jetzt überhaupt nicht mehr worauf du hinaus willst?
Firmen sind verdorben, weil ihre Inhaber damit Geld verdienen wollen, aber nicht begriffen haben, das das nicht funktioniert und da das nicht funktioniert haben die Seiten und Angebote keine Bedeutung und keinen Sinn?
Und weil bei Wikipedia jeder sich beteiligen kann und keiner damit (nennenswertes) Geld verdient, ist das Angebot wertlos?
Irgendwie reichlich abstrus...
Wer spricht denn einem Anbieter das Recht ab, kostendeckend zu kalkulieren? Und wenn Google so blöd ist und 1,65 MRD US-Dollar für MySpace hinblättert, Pech für Google. Wer hat sie dazu gezwungen? Jetzt kann Google den Dienst nicht mehr einstellen, da er zu viel gesellschaftliches Ansehen (vielleicht nicht bei dir) besitzt.

Aber vielleicht kannst du mir mal deine Kernthese in mehreren Sätzen kurz und knapp erklären, ich check das nicht.
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