Es ist das Henne-Ei-Prinzip.
Ohne Hardware keine neuen Anwendungen. Ohne Anwendungen keine neue HW.
Du hast natürlich Recht, schon jetzt gibt es noch viele Probleme mit 2-Kern-Unterstützung. Das liegt aber vor allem daran, dass die Programmierer schlicht noch nicht die Technik beherrschen. Wenn sie das mal tun, können sie auch weitere Kerne beschäftigen.
Beispiel: Oblivion. Da werden Berechnungen im Hintergrund ausgeführt, wenn ein zweiter Kern vorhanden ist. Diese Berechnungen sind optional, so dass es auch geht, wenn nur ein Kern da ist. Es werden z.B. Detail in der Entfernung berechnet, sofern "Zeit" dazu da ist. Auf Rechnern mit schwacher Grafik kann man das gut beobachten.
Wann aber Alltag-Applikationen vier Kerne benötigen? Naja, Word, Excel und der Browser wohl nie. Wozu auch, der Mensch ist eh zu langsam. Immerhin kann der Virenscanner auf einen eigenen Prozessor zugrifen.
Ich bin froh, dass diese Entwicklung langsam ihren Lauf nimmt, obwohl ich auch glaube, dass es noch zwei Jahre dauert, bis die Vorteile bei uns Nutzern angekommen sind.
P.S. Mein Rechner hat 2x64 Kerne und nutzt sie ALLE

(IBM z9)