Es vor allem wieder mal ein Indiz dafür, dass Patente keineswegs der Innovation dienen, sondern sie nur verhindern.
Ohne dieses Abkommen hätten wir immer noch Pentium 4 mit enormer Abwärme, dafür aber extrem teuer.
Und wenn Intel es schafft, auf juristischem Weg AMD in die Knie zu zwingen, dann sollten wir überlegen, mit was für Prozessoren in Zukunft unsere Rechner bestückt werden. Denn in den USA wird keiner gegen das Kartell INTEL vorgehen...
Der Sinn des Vertrags ist genau das Gegenteil. Er wurde abgeschlossen, damit sich die Firmen eben nicht wie in den 80er und 90er ständig einander verklagen, weil sie technische Features vom Konkurrenten umgesetzt haben. So wie ich den Inhalt verstanden habe, dürfen AMD und Intel jeweils die Features des anderen umsetzen, wobei da finanzielle Ausgleichszahlungen nicht ausgeschlossen sind.
Wovor der Vertrag schützen soll, ist, dass die Gegenseite Features einfach an Dritte weitergibt, das ist aber in nahezu jedem Bereich so, dass man erworbene Lizenzen nicht ohne weiteres weitergeben bzw. weiterverkaufen darf.
Warum Intel jetzt hier aufmuckt ist ganz einfach. AMD hat seit ein paar Jahren die Kartellverfahren gegen Intel angestrengt und in die Presse getragen, was Intel natürlich nicht in den Kram passt. Jetzt steht AMD mit dem Rücken zur Wand und muss alles zu Cash machen, was geht und will nun Teile des Vertrags angepasst haben. Ist doch klar, dass Intel da jetzt auch öffentlich die Muskeln spielen lässt.
Wenn Dir jemand ein Bein gestellt hat und dann 5 Minuten ein Bonbon von Dir will, wie würdest Du entscheiden?

Dass Intel AMD ernsthaft das Abkommen kündigt, glaube ich aber nicht. Das wird man wie so oft hinter verschlossenen Türen regeln.