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Autor Thema: [News] Sharkoon bietet Eigenbau-SSD an  (Gelesen 555 mal)
 
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« am: 23. Oktober 2008, 23:00:01 »
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Sharkoon bietet Eigenbau-SSD an
                 



Hier geht es zur News: http://ht4u.net/news/2534_sharkoon_bietet_eigenbau-ssd_an            
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« Antworten #1 am: 24. Oktober 2008, 00:14:42 »
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Mit SD-Karten??!
Hört sich sehr interessant an, ich glaube, das werd ich mal ausprobieren. Ich hab bisher nur ein Gehäuse für ein zweier-Raid-0 von CF-Karten gesehen - und da sind mir die nötigen richtig schnellen Karten ehrlich gesagt zu teuer.
Aber 2-4 halbwegs schnelle 8GB-SD-Karten (sagen wir, Sandisk Extreme III) kosten nun wirklich nicht die Welt und sollten Performance satt fürs OS bringen, vorausgesetzt der controller spielt mit. Und die Schreib-Latenzen könnten noch zum argen Problem werden.
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Peter
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« Antworten #2 am: 24. Oktober 2008, 10:23:58 »
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Hört sich auf Anhieb wirklich sehr vielversprechend an. Ist noch nich in unserer Preissuchmaschine gelistet.

Allerdings, wenn ich nicht täusche, kriegt man aktuell max. 16 GB Karten der SanDisk EIII-Serie mit 30MB/s und die kosten ab 85 Euro
http://ht4u.net/preisvergleich/a358864.html

Damit kommt man auf maximal 96 MB bei den vorhandenen 6 Steckplätzen und in Verbindung mit dem Sharkoon-Gehäuse liegt man dann schon bei 590 Euro. Für den Preis sollte man auch eine aktuelle Intel SSD mit MLC-Speicher bekommen und müsste nicht auf eine Eigenbauläsung zurückgreifen.

Ich kann mir nur schwer vorstellen, dass durch die vielen Kontakte und Schnittstellen auf der Sharkoon-Umsetzung und den Performance-Limitierungen, die die Kartenhersteller angeben, tatsächlich 115 MB/s beim Schreiben erreicht werden. Keine Ahnung wie und mit was Sharkoon das gemessen hat. Wenn Sharkoon allerdings recht hätte, käme man so etwas günstiger an eine schnelle SLC-SSD.
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Gruß

Peter
Byron
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« Antworten #3 am: 24. Oktober 2008, 10:46:04 »
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Ich hätte mich ja schon ellenlang in der Nachricht über das Produkt auslassen können, habs am Ende aber doch neutral geschrieben und nicht bewertet.

Die Frage ist, inwiefern sind Speicherkarten überhaupt für den Dauerbetrieb zu gebrauchen? Was macht der Controller wirklich, und wie gut ist er? Ein wesentlicher Punkt bei den SSDs ist ja die Verteilung der Daten in den Speicherchips, Stichwort Defekt.

Und ganz am Ende lohnt sich ein Blick auf den Preis, denn günstig(er) muss diese Lösung keineswegs sein. Die billigsten 8 GB Speicherkarten gibts ab ca. 12 Euro, 16 GB ab ca 25 Euro. Für 32 GB zahlt man also 50 Euro und muss nochmal knapp 80 Euro für das Flexi-Drive draufpacken. Macht am Ende mindestens 130 Euro für eine 32 GB SSD. Schaut man zu den richtigen Modellen finden sich 32 GB SSDs schon ab etwas über 100€. Die Performance ist dann eh ein Punkt für sich, denn um hier mit einer SSD (selbst mit MLC-Modellen) mithalten zu können müssen schon fast alle sechs Plätze belegt werden und Speicherkarten der schnelleren Klasse verbaut werden. Das schlägt sich dann ganz schnell im Preis nieder.

Also für mich macht solch eine Lösung eigentlich Null Sinn, deshalb schrieb ich auch, dass sich diese Variante aus mehreren Gründen nicht durchsetzen konnte.

Grüße
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« Antworten #4 am: 24. Oktober 2008, 11:30:52 »
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Das sehe ich ehrlich gesagt recht anders. Die wirklich billigen SSDs haben eine so unterirdische Schreib-Performance, dass man sie keinesfalls zu irgendwelchen Zwecken einsetzen kann, bei denen Daten geschrieben werden. Deswegen hinkt der vergleich gewaltig. Die Performance ist also nicht "ein Punkt für sich", sondern eine der wichtigsten Variablen, die mit eingerechnet werden muss, und ohne die keine Kosten-Nutzen-Rechnung Sinn ergibt.

"Speicherkarten" sind für den Dauerbetrieb übrigens auch nicht schlechter als irgendwelche MLC-SSDs. Wenn man performante Karten <16 GB nimmt, dann ist die Chance sogar relativ groß, dass man SLC-Speicher kriegt, der bekanntlich nochmal entschieden haltbarer ist. Die Mär von den Speicherkarten, die im Dauerbetrieb nach ein paar Monaten ihren Geist aufgeben, bleibt aber auch für MLC-Speicherkarten für mich nicht mehr als eine Mär.
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Robert
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« Antworten #5 am: 24. Oktober 2008, 12:30:40 »
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1.Problem: Speicherkarten in Digitalkameras u.ä. werden weit weniger Schreib/Lesezyklen ausgesetzt, als eine SSD-Platte im PC, auf der Betriebsysteme u.ä. laufen. Wenn es RAID0 sein soll, vermute ich, dass dort kein Wear Leveling auf der Sharkoon SSD betrieben wird.

2.Problem (Kosten/Performance): Die Performance wird erst mit der Anzahl der Speicherkarten steigen, und dann auch nur für größere Dateien. Ist die Datei so klein, dass sie bereits in den Chunk von nur einer oder 2 Speicherkarten passt, dann können auch nur diese zwei Karten zur Performancesteigerung beitragen.
Wer Performance will, um wenigstens bei großen Dateien an die von Sharkoon angegebenen Raten kommen will, muss also 6 gute Speicherkarten verbauen. Eine 16GB Sandisk Extreme III kostet knapp 100EUR. Andere SDHCs mit 30MB/s kenne ich nicht. Daher braucht man auch nicht die Shakoon-Platte nicht mit "wirklich billigen" SSDs vergleichen. Denn für eine komplett und schnell ausgestattete Sharkoon-SD-SSD blättert man locker den Preis für eine gute SSD hin. Also kein wirklicher Vorteil für Sharkoon.

3. Problem (Verlässlichkeit): Die Wahrscheinlichkeit, dass das Laufwerk ausfällt ist wesentlich höher, denn es reicht wenn eine SD-Karte aussteigt. Die Ausfallwahrscheinlichkeit eines RAID0 steigt mit der Anzahl der eingebundenen Laufwerke rapide an. Zusammen mit Punkt 1 ergibt sich in der Theorie(!) keine gute Prognose in Bezug auf Datensicherheit.

Wenn du sowieso schon schnelle 8GB Karten hast (ich nehme die auch für den Fotoapperat, nix geht über Sandisk Extreme III Grinsend) und das Konzept ausprobieren möchtest, würden wir uns sicher über ein User-Review freuen.
« Letzte Änderung: 24. Oktober 2008, 12:33:41 von Robert » Moderator informieren   Gespeichert

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« Antworten #6 am: 24. Oktober 2008, 17:17:29 »
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1. Liest du ab und an c't? Die versuchen schon seit Monaten einen USB-Stick oder eine Speicherkarte mit millionenfachem Schreiben auf dieselbe logische Adresse kaputtzukriegen - tun es aber nicht. Mir sind in den letzten 4 jahren 8 Festplatten in 3 Rechnern ausgefallen, aber kein einziger Flash-Speicher (obwohl ich fast genauso lange Portableapps benutze). Das Wear Leveling macht die Speicherkarte übrigens selbst.
2. Wer jetzt die Kosten für eine SSD nicht scheut, der will meistens vor allem sein OS drauf laufen lassen. Fürs OS braucht man keine 6x16=96GB, da reichen zwischen 2 und 16. Schnelle SSDs in der geringen Größe kriegt man nicht, man bezahlt also Platz mit, den man nicht braucht. (Oder nicht verallgemeinert: Ich will das OS drauf laufen lassen, ich brauche höchstens 16GB, ich würde unnötigen Platz mitbezahlen.)
3. Siehe oben + wer keine Backups macht - egal ob von Magnet- oder Flash-Speicher, dem ist eh nicht zu helfen. Prinzipiell hast du aber natürlich Recht.

Ich zieh jetzt erstmal um, und dann mach ich Urlaub. Mal schauen, wie viel Geld/Zeit ich danach habe um so ein Projekt in die Tat umzusetzen.
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« Antworten #7 am: 24. Oktober 2008, 17:18:43 »
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Ah, sorry, noch was vergessen:

Was sollte mich eigentlich daran hindern, die Stripe-Größe zu verkleinern, um auch kleine Blöcke wenigstens etwas schneller schreiben zu können? würde mich mal interessieren, wie viel Einfluss das hat.
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Peter
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« Antworten #8 am: 24. Oktober 2008, 17:33:36 »
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Wear-Leveling müsste eigentlich eine Zuständigkeit des Speichercontrollers sein - wie soll die Karte das ohne Logik selbst tun? Und wer hätte dann Vorang? Der Speichercontroller auf dem Sharkoon-Board, oder die Logik in der Speicherkarte?
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Gruß

Peter
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