Autor Thema: Dauererfahrungen mit SSDs  (Gelesen 5874 mal)

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Offline Rico

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Dauererfahrungen mit SSDs
« am: 22. Mai 2011, 12:55:27 »
0
Hey Jungs,

ich nutze in meinem Notebook nun seit erscheinen der ersten Intel-SSD die Intel X25-M (non-Postville). Das gute Stück hat 80 GB und ist mittlerweile voll bis Oberlippe Unterkante. (noch 500 MB von 80 GB frei).

Damit fallen mir natürlich auch beim Nutzen immer häufiger "Stalls" und "Hänger" auf. Zwar kann der Arbeitsspeicher da viel kompensieren, aber selbst beim Surfen ist es manchmal nervig....  :-\

Kann also an der Stelle nur meine Ansicht nochmal wiederholen: Plant bei SSDs ein, dass ihr nicht die gesamte Kapazität aufbrauchen solltet. Über Kurz oder Lang geht es sonst auf die Performance...

Bin nur am überlegen, wie man diese Langzeitfolgen am besten in einem Test darstellen könnte.... ???
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"Es sieht so aus, als hätten wir in der Computertechnologie die Grenzen des Möglichen erreicht, auch wenn man mit solchen Aussagen vorsichtig sein sollte - sie neigen dazu, fünf Jahre später ziemlich dumm zu klingen." - John von Neumann, 1949

Offline Faust

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Re: Dauererfahrungen mit SSDs
« Antwort #1 am: 22. Mai 2011, 13:03:24 »
0
Hmmm...naja: Normalerweise testet ihr die SSD ja leer (=frisch formatiert). Warum nicht stattdessen ein Image erstellen (z.B. von Deinem NB ;)), bei dem alles voll ist, das auf die SSD kopieren und damit testen --> das dürfte eine ziemlich realistische und auch reproduzierbare Lösung sein.

Grüße
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Thomas Mann (Fiorenza)

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Offline Rico

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Re: Dauererfahrungen mit SSDs
« Antwort #2 am: 22. Mai 2011, 13:23:20 »
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Ein Image ist eine gute Idee, aber da brauchst du ja für jede SSD-Größe ein extra Image. Das vom Notebook kann ich ja nicht für das Testsystem verwenden (andere Hardware und Treiber) :(
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Offline Faust

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Re: Dauererfahrungen mit SSDs
« Antwort #3 am: 22. Mai 2011, 13:33:16 »
0
Das ist richtig - aber könnte man das nicht beliebig mit Daten auffüllen in dem man z.b. den Musik- oder Bilderordner mehrfach auf die SSD legt? Das wäre immer noch sehr praxisnah (schließlich haben die meisten eben in erster Linie bei Bildern/Musik ihre meisten Daten) und es handelt es sich nicht um "fakedaten".

Du müsstest halt einmal eine ordentliche Menge an Software auf das Testsystem installieren und entsprechende Daten dazugeben, dann hättest Du ein passendes Image - ideal wäre natürlich, wenn Du dann mit dieser Installation dann ein paar Monate arbeiten würdest.....

Grüße
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Thomas Mann (Fiorenza)

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Offline McFrag

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Re: Dauererfahrungen mit SSDs
« Antwort #4 am: 03. Juni 2011, 21:49:46 »
0
Jetzt mal als grundsätzliche Frage zu SSD's :
Sind die nicht prädestiniert als Temp-Laufwerke? Könnte mir zB vorstellen, als Temp für Photoshop würde es eine Menge Spaß bringen. Oder liege ich da falsch?
Und einzig allein der Psychologe in unserer lustigen Runde schaute besorgt drein...

Offline Robert

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Re: Dauererfahrungen mit SSDs
« Antwort #5 am: 03. Juni 2011, 23:29:10 »
0
Temp auf SSD ist natürlich besser als Temp auf HDD. Die Photoshop -Temps liegen ja unter den Accountdaten des Betriebssystems und das Betriebssystem auf einer SSD ist ja die meistverwendete und sinnvollste Variante.
Hey, look! It's not my fault, it's some guy named "General Protection"!

Bayern-Bär

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Re: Dauererfahrungen mit SSDs
« Antwort #6 am: 07. Juni 2011, 15:44:40 »
0
Temp auf SSD ist natürlich besser als Temp auf HDD. Die Photoshop -Temps liegen ja unter den Accountdaten des Betriebssystems und das Betriebssystem auf einer SSD ist ja die meistverwendete und sinnvollste Variante.
???
Bis`de dir da sicher? Auf `ner SSD sollte man eigentlich (wg. Lebensdauer) TMP + Swap nicht haben.  Hab` auf meinem Linux-System eine 40GB Corsair fürs System, Swap, Home + tmp sind auf `ner HD(Raptor). Bisher kann ich da weder was Geschwindigkeit noch Lebensdauer betrifft was negatives berichten.

Offline Robert

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Re: Dauererfahrungen mit SSDs
« Antwort #7 am: 07. Juni 2011, 17:13:49 »
0
Es kommt natürlich darauf an, ob man "leistungsmäßig-besser" oder "lebensdauer-besser" betrachtet. Aber selbst mit Swap usw auf der SSD wird sie nicht schon nach 2 Jahren ihre max Zyklen erreicht haben, zumindest nciht solange man ein vernünftiges Maß an RAM in der Kiste hat und das System kein Datacruncher ist, der ständig alles umschreibt.

Nach einer bestimmten Zeitspanne ist die Platte eh zu klein, in z.B. 6 Jahren lacht man über 256GB-SSDs. Die werden dann deutlich größer und vor allem schneller sein. Es ist also zu verschmerzen, wenn eine SSD nach 6 Jahren plattgeschreiben ist.
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Bayern-Bär

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Re: Dauererfahrungen mit SSDs
« Antwort #8 am: 08. Juni 2011, 12:10:37 »
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Es kommt natürlich darauf an, ob man "leistungsmäßig-besser" oder "lebensdauer-besser" betrachtet. Aber selbst mit Swap usw auf der SSD wird sie nicht schon nach 2 Jahren ihre max Zyklen erreicht haben, zumindest nciht solange man ein vernünftiges Maß an RAM in der Kiste hat und das System kein Datacruncher ist, der ständig alles umschreibt.

Nach einer bestimmten Zeitspanne ist die Platte eh zu klein, in z.B. 6 Jahren lacht man über 256GB-SSDs. Die werden dann deutlich größer und vor allem schneller sein. Es ist also zu verschmerzen, wenn eine SSD nach 6 Jahren plattgeschreiben ist.
Hm, mal sehen.  Ich werd` demnächst mein Linux-Notebook auf SSD umrüsten, da wird sich dann zeigen, wie das eine SSD verkraftet.  Was Arbeistspeicher betrifft: Linux swapt deutllich weniger als Winodows, deshalb mach` ich mir da eigentlich auch keine sorgen bezüglich Lebensdauer

Offline TheWizard

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Re: Dauererfahrungen mit SSDs
« Antwort #9 am: 10. Juni 2011, 13:35:45 »
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Ich werde das Netbook meiner Frau am Wochenende auf eine SSD umrüsten. Ich werde dann auch mal unsere Erfahrungen schreiben.
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Offline Peter

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Re: Dauererfahrungen mit SSDs
« Antwort #10 am: 10. Juni 2011, 18:32:54 »
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Gruß

Peter

Offline Philipp

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Re: Dauererfahrungen mit SSDs
« Antwort #11 am: 12. Juni 2011, 12:26:41 »
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Naja, so viel anders als das Fiasko mit den Seagate-Firmwares gestaltet sich das ganze aber auch nicht...
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Wie konfiguriert man ein Linux? ==> Geri: From textfiles and mythical codelines of cthulhu

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Offline T061

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Re: Dauererfahrungen mit SSDs
« Antwort #12 am: 28. Juni 2011, 13:05:59 »
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Nachdem es schon länger klagen über die lahme Geschwindigkeit des "leicht verkonfigurierten" PCs meiner Eltern gab (ist ein Athlon x2 3800+ mit 1GB RAM von 2006) wurde jetzt auf Windows 7 und eine Corsair F60 SSD (Sandforce) aufgerüstet.

Ich hab mich vorher schlau gemacht, und z.B. rausgefunden, dass man SSDs nicht voll partitionieren sollte, sondern immer ein paar GB unpartitioniert lassen sollte.
Desweiteren sollte das TEMP-Verzeichnis und der Browser-Cache aller User falls möglich auf eine normale Festplatte, eventuell auch das Swapfile (dazu hört man verschiedene Meinungen)

Jedenfalls läuft der PC jetzt extrem zackig und ist nach dem Start wahnsinnig schnell arbeitsbereit.   [doubletumbup] SSDs bringen also auch bei älteren Systemen noch so einiges.

Allerdings gibt es das Problem, dass die SSD manchmal nicht schnell genug startklar ist. Darauf findet das BIOS die SSD nicht oder zumindest kein Betriebssystem, und stellt die SSD beim nächsten Start in der Laufwerksliste ganz nach hinten. Dann findet der PC so lange kein OS, bis man die SSD manuell in der Liste vorrückt.
Da der PC von meinen Eltern genutzt wird und ich oft nicht greifbar bin, ist das natürlich etwas doof... ::) Hab inzwischen eine Anleitung geschrieben, was sie umstellen müssen, aber so ganz der Weisheit letzter Schluss ist das natürlich nicht. Glücklicherweise passiert das recht selten, nach meinem Gefühl auch immer seltener... Jedenfalls haben SSDs noch einige Punkte, wo sie sich von Festplatten unterscheiden und nicht ganz Festplattenkompatibel sind. Das kann gerade bei alten PCs zu Problemen führen.

Weiterhin finde ich etwas lästig, dass mit den kleiner werdenden Strukturgrößen die Lebensdauer mancher Speicherzellen ebenfalls sinkt.

Jedenfalls bin ich gespannt wie sich das ganze hier weiterentwickelt. Ich sehe inzwischen auch durchaus einige Nachteile, und sogar neue Nachteile, mit denen andere groß angekündigte Fortschritte in dem Bereich erkauft werden.

Offline Byron

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Re: Dauererfahrungen mit SSDs
« Antwort #13 am: 28. Juni 2011, 13:54:16 »
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Ich hab mich vorher schlau gemacht, und z.B. rausgefunden, dass man SSDs nicht voll partitionieren sollte, sondern immer ein paar GB unpartitioniert lassen sollte.
Desweiteren sollte das TEMP-Verzeichnis und der Browser-Cache aller User falls möglich auf eine normale Festplatte, eventuell auch das Swapfile (dazu hört man verschiedene Meinungen)

Man sollte SSDs nicht komplett mit Daten füllen, sondern eine gewisse Reserve (es schwirren ca 20% im Netz umher) freihalten sollte. Die gleich unpartioniert zu lassen ist nicht notwendig. Das mit dem Temp-Verzeichnis etc. halte ich für nicht notwendig. Ich habe die Sachen nie ausgelagert und habe es auch nicht bereut. Im Gegenteil, wieso sollte man das tun? Bremst im schlimmsten Fall nur aus. Die Lebensdauer kann keine Begründung sein!


Zitat
Allerdings gibt es das Problem, dass die SSD manchmal nicht schnell genug startklar ist. Darauf findet das BIOS die SSD nicht oder zumindest kein Betriebssystem, und stellt die SSD beim nächsten Start in der Laufwerksliste ganz nach hinten. Dann findet der PC so lange kein OS, bis man die SSD manuell in der Liste vorrückt.
Da der PC von meinen Eltern genutzt wird und ich oft nicht greifbar bin, ist das natürlich etwas doof... ::) Hab inzwischen eine Anleitung geschrieben, was sie umstellen müssen, aber so ganz der Weisheit letzter Schluss ist das natürlich nicht. Glücklicherweise passiert das recht selten, nach meinem Gefühl auch immer seltener... Jedenfalls haben SSDs noch einige Punkte, wo sie sich von Festplatten unterscheiden und nicht ganz Festplattenkompatibel sind. Das kann gerade bei alten PCs zu Problemen führen.

Hmm interessantes Problem. Ist mir so noch nie untergekommen. Sollte aber an der SSD liegen, denn mit meinen Transcends sowie meiner jetzigen OCZ kenne ich sowas nicht. Oder im BIOS umstellen, dass er erst nach Floppy oder sonem Kram sucht um ihn etwas "auszubremsen".

Zitat
Jedenfalls bin ich gespannt wie sich das ganze hier weiterentwickelt. Ich sehe inzwischen auch durchaus einige Nachteile, und sogar neue Nachteile, mit denen andere groß angekündigte Fortschritte in dem Bereich erkauft werden.

Was meinst du konkret?

Gruß

Offline Fabian O

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Re: Dauererfahrungen mit SSDs
« Antwort #14 am: 28. Juni 2011, 14:06:21 »
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Hi,

Man sollte SSDs nicht komplett mit Daten füllen, sondern eine gewisse Reserve (es schwirren ca 20% im Netz umher) freihalten sollte. Die gleich unpartioniert zu lassen ist nicht notwendig. Das mit dem Temp-Verzeichnis etc. halte ich für nicht notwendig. Ich habe die Sachen nie ausgelagert und habe es auch nicht bereut. Im Gegenteil, wieso sollte man das tun? Bremst im schlimmsten Fall nur aus. Die Lebensdauer kann keine Begründung sein!
Sehe ich etwas anders. Man kann hier im übrigen auch einen weiteren netten Geschwindigkeitsvorteil herausholen - zumindest bei neuen Rechnern. Ich nenne mittlerweile eine SSD und 8 GByte RAM mein Eigen. Ich hab dabei das Temp-Verzeichnis und Browser-Cache in einen RAM-Disk ausgelagert. Nochmal schneller, nutzt keinen Platz auf der SSD und nach einem Neustart sind wie gewünscht die Daten weg. Perfekt :) Ob das allerdings auch unter Windows geht weiß ich nicht ;-P. Müsste man mal in Erfahrung bringen.

Grüße
Fabian
Daniel: "Tanzen ist der vertikale Ausdruck des horizontalen Verlangens!"

 

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