Autor Thema: [News] Intels Ivy-Bridge-E-CPUs sollen ebenfalls auf den X79-Chipsatz setzen  (Gelesen 676 mal)

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Offline HT4U_Newsbot

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Intels Ivy-Bridge-E-CPUs sollen ebenfalls auf den X79-Chipsatz setzen
                 


Intel hat in diesem Jahr seine neuen CPU-Generationen nun vervollständigt
                 

http://ht4u.net/news/24679_intels_ivy-bridge-e-cpus_sollen_ebenfalls_auf_den_x79-chipsatz_setzen/
           

Offline Rick

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"Während man bei Intel bei neuen Prozessoren häufig in der Vergangenheit mit neuen Sockeln konfrontiert wurde"

Westmere/Clarksdale haben auch keinen neuen Sockel gegenueber Bloomfield/Lynnfield gebraucht, insofern waere es eher unerwartet, dass wegen einem die-shrink neue Sockel benoetigt wuerden.

Hinzu finde ich diese ganze Sockelgeschichte etwas seltsam. Die meisten Leute kaufen sich nur alle zwei bis drei Jahre einen neuen PC, und dann bringen meistens die neuen Plattformen so viel neues mit, (DDR3, USB3, SATA 3, PCIe3), dass die neue CPU im alten Mainboard kaum noch Sinn macht.
Und das "kaufen um dann die CPU zu tauschen" ist auch nur begrenzt sinnvoll.
Ich habe das genau einmal gemacht, allerdings habe ich dort erst meine alte Sockel A CPU auf ein neues Board mitgenommen (Athlon XP 1800+) und dann etwas spaeter auch die CPU getauscht (Athlon XP 2700+).
Insofern hab ich trotz vielen, vielen Jahren, nie wirklich eine neue CPU ohne ein neues Mainboard dazu gekauft. Deshalb ist der Sockel eigentlich  voellig egal. Auch die CPU-Kuehler sind meistens nicht so teuer, dass es da am neuen Sockel scheitert. Wer da viel investiert, wird dies nach 3 Jahren vermutlich sowieso wieder tun, auch weil der Luefter meist nicht mehr rund laeuft.

Klar, wenn man alle sechs Monate das neueste und beste im Rechner haben muss, und dabei etwas Geld sparen will, ist es praktisch, wenn man sich weniger sorgen machen muss - aber das bekommt AMD mit ihrer Sockelkompatibilitaet ja auch nicht so wirklich hin, weil eben doch nicht jede Kombination funkioniert.

Wie im SB-E Artikelkommentarthread js schon eroertert wurde, selbst fruehe S1366-Systeme sind im Alltag noch mehr als brauchbar, und brauchen vor Ivy Bridge eigentlich nicht ersetzt werden...

Offline mczak

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X79 ist eigentlich eine Riesenenttäuschung. Gibt's eigentlich überhaupt irgendeinen Unterschied in der Funktionalität zum Z68 Chipset, ausser dass der X79 allein schon so viel kostet wie sonst ein ganzes Board (73$)? Vielleicht findet ein Motherboard Hersteller ja noch heraus wie man nicht für SNB-E vorgesehene  Chipsets damit zum Laufen kriegt :-). Für das Chipset 73$ zu verlangen ist eigentlich eine Frechheit, immer noch bloss 2 SATA 3.0 Ports und kein USB 3.0, aber intel kann sich's halt leisten (theoretisch soll das Chipset ja noch einen SAS-Controller enthalten (mehr SATA 3.0 Ports!) der ist aber scheinbar derzeit in der Desktop-Variante nicht aktiv).

Offline Drohne

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Bei Lichte betrachtet ist der hohe Preis des X79, profan ausgedrückt, reine Abzocke. Der nutzbare Funktionsumfang unterscheidet ihn in nichts vom Z68. Es mag durchaus sein, daß die Funktionseinheiten vorhanden sind und nur aufgrund von Evaluierungsproblemen oder Fehler deaktiviert wurden, aber ich möchte für diese Zombies nicht auch noch Geld hinlegen müssen.
Die Fachpresse sollte auf diesen Punkt deutlicher eingehen.
Ich räume allerdings die Möglichkeit ein, daß dieser Aspekt bereits bereinigt wurde und die Kosten entsprechend dem Z68 angepaßt wurden.

Für das kommende Jahr sind mit den C2-Steppings auch neuere Revisionen des C600 Chipsatz, alias Patsburg, geplant. Inwieweit dann auch Einzelsockelsysteme mit XEON und die Enthusiastenplattformen damit bestückt werden können, bleibt abzuwarten. Beim LGA1366 Sockel gab es ja eine Trennung zwischen X58 und den i5200 Tylersburg Chipsätzen, die in Verbindung mit einer CPU die CPU zur Forderung nach reg. RAM animierten. Wieder Intel-typische Kundengängelung.

Ansonsten hört sich dieses Vorhaben Intels doch vernünftig an. Immerhin sind die Kosten der neuen Plattform mit diesem Riesensockel nicht von Pappe.
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Offline Rick

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Der Chipsatz ist ausserdem der Ort wo man, neben der CPU, die Plattform R&D-Kosten unterbringen kann.
Da die Stueckzahlen gering bleiben werden (denke mal ein X79 pro zehn verkaufte Z68) , und der Einstiegspreis generell recht hoch ist, verwundert der Preis des MCP kaum noch.

Es ist nunmal eine Plattform fuer Leute, die mindestens zwei, eher drei oder vier 500-euro Grafikkarten einbauen wollen, oder die meiste Performance aus einem Sockel rausholen wollen, die derzeit moeglich ist.  Den Einen tun 200-300 euro mehr nicht wirklich weh, die Anderen schauen auf 2P-Bulldozerund Westmere, und sind froh, dass sie doch noch relativ guenstig bei wegkommen.

Alle anderen kaufen sich die Plattform wegen der Prestige, und da hilft der hohe Preis beim Absatz (siehe Apple..)

Ich finde diese Herangehensweise von Intel recht intelligent, weil so die "Mainstream"-Serie nicht unnoetige Komplexitaet und Kosten hat, damit sie mit der "High-End"-Serie kompatibel bleibt.

Offline Drohne

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Intel verhindert mit der Chipsatzpolitik Politik geschickt (für Intel von Vorteil, für den Kunden zum Nachteil) den Aufbau günstiger Server mit nur einem Sockel. AMD hatte es mit dem Opteron vorgemacht, wie es geht, selbst ein Athlon64 konnte mit ECC RAM umgehen, Intels Massenware wird dieser Möglichkeit künstlich beraubt. Dafür gibt es dann Schwachsinnsoptionen für die Übertaktung. DAS sind dann jene Punkte, wo ich am Verstand meiner Mitmenschen zweifele.

Es ist schon sehr irritierend, wenn Zeitgenossen das Intelsche PR-Gelalle nachäffen und dies oder jenes einer Plattform herauszuheben versuchen, obwohl dieselbe Plattform bereits für weniger Geld existiert. Wenn der X79 so gekommen wäre wie geplant, dann hätte ich ein Einsehen gehabt. So aber unterscheidet sich der Chip in nichts von einer bereits bestehdenden Plattform und ich wage sogar zu behaupten, daß Intel bis auf den Siliziumträger eben auch einen Z68 in das Kunststoffgehäuse des X79 hineinbaut.

Da es mein Geld ist, das für solch einen Unfug über die Ladentheke geht, werde ich mich der Narretei nicht hingeben, dieses Tun Intels auch noch für Gut zu heißen. Das käme ja einer Sympathie für jeden Betrüger gleich, der mich um meine sauer erarbeitete Habe brächte. Geistigen Perversionen will ich nicht so schnell erliegen.
« Letzte Änderung: 19. November 2011, 07:38:15 von Drohne »
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Offline Peter

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Aber "Server-Boards" waren doch schon immer ne Ecke teurer als Desktop-Platinen ^^
Gruß

Peter

Offline Drohne

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Bei den LGA1366-Platinen habe ich das aber nicht gesehen. In aller Regel waren diese "Pseudo"_Serverboards aus dem Hause ASUS bei etwa gleicher Ausstattung wesentlich teurer als ihre Pendants aus dem Hause Supermicro. Und sehr deutlich wurde der Unterschied, wenn die drei Buchstaben "SLI" an der Verpackung stand (was hat das auf einem Workstation- oder Serverboard verloren?).
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Offline Peter

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Die 1366-Platinen waren nach meiner Erinnerung zu Beginn ebenfalls um einiges teurer als die Desktop-Pendants. Erst im Laufe der Monate kamen Angebote von Herstellern, welche auch günstiger bauten. Aber ich meine mich auch zu erinnern, dass die Platinen von Beginn an nicht so hochpreisig lagen, wie jetzt 2011-Modelle. Nichts desto trotz könnte ich mir schon gut vorstellen, dass hier andere Anforderungen an Menge der Layer, Masseschichten und Signalqualitäten gestellt werden.  Aber klar, der "Enthusiasten-Faktor" schlägt sicherlich zu Buche.
Gruß

Peter

Offline Drohne

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@Peter: Sprechen wir hier von Desktop = LGA1366 und Workstation = LGA1366 oder Desktop = LGA1156 und Besseres = LGA1366? Wenn Letzteres, dann verzeih, ich hatte im Fokus die unterschiedlichen LGA1366 Angebote. Ich habe die LGA1155/1156 nie in Erwägung gezogen.
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Offline Drohne

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Wenn ich überlege, daß der X79 im Pro-1000 Stück Preis schon doppelt so teuer ist als der X58 und man geflissentlich unter den Tisch fallen läßt, daß man keinen ICH10R verbauen muß, dann ist das sicher ein Preissteigerungsgrund. Kupfer ist auch um mehr als das Vierfache teurer geworden, wenn ich mich recht entsinne. Das versuchen die Hersteller gewiß zu kompensieren, indem sie jetzt mit einer neuen, noch nicht stark im Preisdruck befindlichen Plattform mehr verdienen wollen.
Ich warte bis Hersteller wie Supermicro die ersten LGA2011 Platinen anbieten werden, vielleicht wartet man dort auch auf die richtigen C600 Chipsätze und überspringt diesmal das Spielzeug X79. Bei diesen "ernsteren" Platinenherstellern sehe ich, daß sie auf Dauerleistung und Ausfallsicherheit aus sind und eine Platine nach hohen Qualitatskriterien herstellen. Im Vergleich zu ASUS oder EVGA fallt dann oft auf, wie teuer eigentlich die "Enthusiasten"-Bretter sind, obwohl sie maßlos überladen und teilweise regelrecht unbrauchbar designed sind ;-)
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Offline Rick

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Wie ich schon vorher sagte: Stückzahlen machen die Musik.
Die Entusiastenboards verkaufen sich vermutlich schlechter als die Standard Serverboards - aber sie verkaufen sich, der Prestige wegen.
Je teurer es ist, umso mehr kann man sich als Idiot, Verzeihung, 'Enthusiast' outen, und sich unter seinen Mitmenschen profilieren.

Hinzu kommt, dass R&D und die Produktionslinie meist viel teurer sind als die tatsächlich verbauten Ressourcen - deshalb führen geringe Stückzahlen zu notwendig hohen Margen.

X79 hat nur ein sehr kleines vernunfsorientiertes Publikum: Leute die viel CPU und viel GPU Rechenleistung gleichzeitig brauchen, und die jetzt, und nicht erst in 4 Monaten.
Der Rest sind Leute mir mehr Geld als Verstand, aber das sind auch Kunden!

Ich frage mich derweil, ob bis zum Ivy Bridge Launch im Q2 noch ein 8-Kern Core i7 kommt. Könnte ich mir theoretisch vorstellen, wäre aber für Intel wohl eher schwer zu machen, wenn man bedenkt, dass der 6 Kerner bis dahin nur 4 Monate auf dem 1000-Dollar-Preis gesessen hat.
Vielleicht machen si ja ein zweites Skulltrail, mit zwei 8-Kernern und C600, aber für den Desktop vermarktet :D

Offline mczak

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X79 hat nur ein sehr kleines vernunfsorientiertes Publikum: Leute die viel CPU und viel GPU Rechenleistung gleichzeitig brauchen, und die jetzt, und nicht erst in 4 Monaten.
Naja mehr als 2 GPUs braucht wirklich fast keiner. Ein anderer Nischenmarkt wäre auch noch zu nennen, man braucht viel Speicher - 32GB sind ja mit der Plattform billig machbar (die hohen Plattformkosten werden wettgemacht durch den billigeren 8x4GB gegenüber 4x8GB Speicher bei LGA1155), und natürlich gehen auch 64GB (das ist dann allerdings nicht mehr ganz billig).
Zitat
Ich frage mich derweil, ob bis zum Ivy Bridge Launch im Q2 noch ein 8-Kern Core i7 kommt. Könnte ich mir theoretisch vorstellen, wäre aber für Intel wohl eher schwer zu machen, wenn man bedenkt, dass der 6 Kerner bis dahin nur 4 Monate auf dem 1000-Dollar-Preis gesessen hat.
Vielleicht machen si ja ein zweites Skulltrail, mit zwei 8-Kernern und C600, aber für den Desktop vermarktet :D
Letzteres scheint undenkbar, und auch für ersteres gibt's keine Anzeichen. Vielleicht später mal.

Offline Rick

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Von wegen keine Anzeichen - bin wohl nicht der einzige der Q2 im Auge hat:

http://news.softpedia.com/news/Intel-Rev-D-Sandy-Bridge-E-Desktop-CPUs-to-Feature-8-Core-Design-Report-235544.shtml
http://vr-zone.com/articles/sandy-bridge-xeons-dual-socket-2011-designs-coming-in-2012/13989.html

Na gut, so richtig sicher klingt deren Spekulation auch nicht, aber immerhin bin ich nicht der Einzige, der die Situation so einschaetzt.

Offline mczak

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Von wegen keine Anzeichen - bin wohl nicht der einzige der Q2 im Auge hat:
http://vr-zone.com/articles/sandy-bridge-xeons-dual-socket-2011-designs-coming-in-2012/13989.html

Na gut, so richtig sicher klingt deren Spekulation auch nicht, aber immerhin bin ich nicht der Einzige, der die Situation so einschaetzt.
Scheint mir reichlich spekulativ (wenn mich nicht alles täuscht gab's zumindest bei Westmere-EP nie ein neues Stepping das höhere Frequenzen erlaubte, jedenfalls nicht bei der Desktop-Version). intel hätte ja dank Turbo problemlos den Grundtakt senken können um 8 Kerne zu ermöglichen, der könnte trotzdem falls nur 6 Kerne gebraucht werden denselben Takt erreichen.
Aussschliessen kann man das aber natürlich nicht...

 

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