Autor Thema: Ist die Blütezeit des PCs vorbei?  (Gelesen 3125 mal)

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Offline Philipp

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Ist die Blütezeit des PCs vorbei?
« am: 04. Januar 2012, 07:40:34 »
0
Moin,

bin gerade über diesen Artikel gestolpert:
http://www.heise.de/tr/artikel/Wir-brauchen-wuetende-Nerds-1397391.html

Was meint ihr? Wie geht es weiter? Gibt es in Zukunft nur noch passiv konsumierende Nutzer, die sich ohne Murren einigen wenigen Monopolisten unterworfen haben? Hat sich die digitale Welt bereits (mit Ausnahme einiger weniger Andersdenkenden) bereits versklavt? (um es provozierend auszudrücken)
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MisterT

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Re: Ist die Blütezeit des PCs vorbei?
« Antwort #1 am: 04. Januar 2012, 12:43:47 »
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Naja gerade die Vielfalt und Unabhängigkeit ist ja den meisten Laien am PC suspekt. Sie wollen ein Gerät, das sie einschalten können und mit dem sie ihre Aufgaben erledigen können. Diese Anforderung konnte der PC nie so einfach lösen wie es jetzt mit den geschlossenen Systemen möglich ist. Das ist ja auch der Grund für die hohe Akzeptanz von Apple bei vielen, die vorher den PC nur mit Fingerspitzen angefasst haben. Sie bieten für eine Aufgabe genau eine Anwendung an, die ins Gesamtsystem integriert ist und dort auch problemlos funktioniert.

Was hatten wir bei PCs? Die Flexibilität erzeugte aufwändige Installationsvorgänge, es gab Treiber-Konflikte, Sichereitsprobleme durch mangelnde Rechte und Konflikte zwischen Programmen. Das Ergebnis war zudem, dass immer, wenn etwas nicht funktioniert, Windows als Schuldiger ausgemacht wird und nicht der Entwickler der Anwendung.

Also ich seh das ganze auch mit gemischten Gefühlen, vor allem durch das zentralistische App-Store-Konzept. Die Hinweise auf einfache Zensur fand ich hier sehr angebracht.

Offline Peter

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Re: Ist die Blütezeit des PCs vorbei?
« Antwort #2 am: 06. Januar 2012, 11:07:33 »
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Toller Artikel, der durchaus zum Nachdenken anregt.
Gruß

Peter

Offline garfield36

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Re: Ist die Blütezeit des PCs vorbei?
« Antwort #3 am: 21. Februar 2012, 10:50:01 »
0
Ich mag proprietäre Systeme eigentlich nicht besonders. Zum Glück hat man ja noch Wahlmöglichkeiten.
Viel mehr stört mich, dass immer mehr Cloud in den Vordergrund gerückt wird. Ich mag einfach nicht meine Daten an irgendeinen Server auslagern, wo ich dann nicht weiß, was genau damit geschieht. Da sponsere ich lieber die Festplatten-Industrie. Auch wenn die Preise noch nicht wieder das Niveau erreicht haben, dass sie vor der Flutkatastrophe hatten.

Offline Henry

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Re: Ist die Blütezeit des PCs vorbei?
« Antwort #4 am: 09. März 2012, 01:00:10 »
0
Ich finde den Artikel auch sehr gut und fast meiner Meinung nach sehr gut die heutigen Probleme zusammen.
Leider sehe ich in diesem Bereich einfach nur schwarz für die Zukunft. Die Leute wollen genau das was sie von Apple und Co. bekommen und werden sich über die Nachteile, wenn überhaupt, erst sehr spät bewusst. Und wenn man sie auf die problematische Situation anspricht, verstehen sie diese sellten oder es ist ihnen sowieso total egal.
Daher bin ich der Meinung das es in der Zukunft ein noch stärkere Aufspaltung von Standardanwendern und "Nerds" geben wird. Diese Gruppen werden einfach nichts mehr miteinander zu tun haben. Und das wird ein sehr großen Nachteil für beide Gruppen darstellen. Den die einen sind an das Wohlwollen der Monopolisten gebunden und die anderen werden die Entwicklung aufgrund der schwindenden Menge an Programmentwicklungen auch zu spüren bekommen. Also es werden wohl alle verlieren, bis auf die Monopolisten.
Daher finde ich diesen Artikel richtig gut.
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Offline Primordial

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Re: Ist die Blütezeit des PCs vorbei?
« Antwort #5 am: 03. April 2012, 23:16:43 »
0
Die Systeme werden insgesamt immer komplexer, was viele abschreckt. Hinzu kommt, dass Fertig-Systeme nicht immer optimal konfiguriert sind. Also müsste man sich selbst etwas zsmstellen, aber da scheitert es schon an der Unkenntnis/Lustlosigkeit. Da kommen Unternehmen gerade recht, die qualitativ gute Produkte auf den Markt werfen (wobei das ja immer sehr subjektiv ist).

Apple hat da schon viel gerissen und teils hab ich noch Respekt vor dem alten Geist, aber der Konzern ist mir trotzdem unsympathisch geworden. Neulich hatte ich auch ein Gespräch über eine interessante Idee, wie man zB Laptops besser an den Mann bringen könnte. Ich war total begeistert, aber am Ende ging es nur darum, so viel Geld wie möglich zu kriegen, damit man damit anderweitig Gewinner erzielen kann. Die "zündende Idee" sollte mehr eine Kaufmotivation sein.

Die Entwicklung wird vom Anspruch der Kunden abhängen. Der ist derzeit nicht unbedingt hoch. Alle legen Wert auf das Äußere. Ich seh nur Äpfel jeden Tag und höre die Loblieder von deren Service. Aber wenn man dann nachhakt, hört man auch die andere Seite, zB dass der Laptop eigentlich schon vier Mal gecrasht ist und eingeschickt wurde - die Platte war nicht zu retten, die Daten angeblich für immer verloren.
Die lassen viel mit sich machen, weil sie keine Ahnung haben. Und lernen aber auch nicht aus den schlechten Erfahrungen. Trotz der negativen Aspekte steht im nächsten Jahr wieder das gleiche Produkt auf dem Tisch. Muss jeder selber wissen was er sich antut.

Ich versuche privat den Rechner wieder populär zu machen oder zumindest Systeme, die nicht so eingeschränkt sind. Laptops finde ich nach wie vor nicht wirklich toll. Das Gesamtkonzept sagt mir hardware-technisch nicht wirklich zu. Da könnte man noch viel mehr optimieren, was den Gesamtaufbau angeht und damit meine ich gar nicht die Config, sondern generell das Gerät. Das hängt aber wiederum mit der Industrie bzw. den Unternehmen zusammen, die das Zeug verticken. Die laufen mit dem Blick $-$ durch die Gegend und suchen immer nach neuen Möglichkeiten, noch mehr abzusahnen.

Bin gespannt wie es weiter geht. Die Effizienz der Systeme lässt noch zu wünschen übrig. Und dann gibts noch diese nette Mär vom schludrigen Programmierer. Ich will gar nicht wissen, wie viel Code total überflüssig Ressourcen verbraucht...

Offline Philipp

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Re: Ist die Blütezeit des PCs vorbei?
« Antwort #6 am: 04. April 2012, 10:17:59 »
0
Was gefällt dir denn an Laptops nicht?
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Offline BisMarck

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Re: Ist die Blütezeit des PCs vorbei?
« Antwort #7 am: 04. April 2012, 17:08:49 »
0
Zitat
Die Systeme werden insgesamt immer komplexer, was viele abschreckt. Hinzu kommt, dass Fertig-Systeme nicht immer optimal konfiguriert sind.

Kann ich nicht wirklich nachvollziehen, eigentlich finde ich sind die PC-Systeme insgesamt immer problemfreier geworden, gerade auch in Hinsicht auf Kompatibilität und Stabilität eines gewissen Fenster-Betriebssystems.

Offline garfield36

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Re: Ist die Blütezeit des PCs vorbei?
« Antwort #8 am: 04. April 2012, 17:48:32 »
0
Finde ich auch.

Offline Primordial

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Re: Ist die Blütezeit des PCs vorbei?
« Antwort #9 am: 19. April 2012, 21:45:39 »
0
Komplexität

Zitat
Die Systeme werden insgesamt immer komplexer, was viele abschreckt. Hinzu kommt, dass Fertig-Systeme nicht immer optimal konfiguriert sind.

Kann ich nicht wirklich nachvollziehen, eigentlich finde ich sind die PC-Systeme insgesamt immer problemfreier geworden, gerade auch in Hinsicht auf Kompatibilität und Stabilität eines gewissen Fenster-Betriebssystems.

Ok, eventuell habe ich es ein bisschen falsch ausgedrückt. Was ich mit "komplexer" meine, ist die Vielfalt. Menschen die sich mit Rechnern auskennen, haben damit wenig Probleme. Auch ist mir bewusst, dass es viel mehr technikaffine Menschen gibt als vor einigen Jahren. Aber unabhängig davon sehe ich immer noch Leute, die zwar mit dem Medium Computer relativ gut zurecht kommen, trotzallem jedoch Schwierigkeiten haben, wenn es um Hardware geht.

In meinem näheren Bekanntenkreis, aber auch darüber hinaus sind mir einige Leute begegnet, denen das alles zu kompliziert ist, wenn es darum geht sich einen neuen Rechner anzuschaffen. Deswegen werden in letzter Zeit zB immer öfter Komplettsysteme gekauft, auch Laptops. Man sucht anhand von Beschreibungen ein (vermeintlich) auf sich zurecht geschnittenes System und bestellt dann einfach. Natürlich aus Bequemlichkeit und vllt auch, weil es ausreichend ist. Aber auch, weil es einem zu viel ist sich zu informieren, weil man als Außenstehender vor einem Dschungel steht.

Die unterschiedlichen Möglichkeiten geben sich nicht wirklich viel und wenn man sich einliest und versucht die Grundkonzepte zu begreifen, dann wird man auch dahinter steigen. Ein bisschen Forensuche bzw. -beratung und man hat zumindest das Gefühl, das richtige Produkt gekauft zu haben. Aber genau dieser Schritt kostet Zeit und wird für viele als mühsam beschrieben. Wie oft hab ich schon Kaufberatungs-Threads gelesen, an denen dann am Ende stand "Ach, ich hol mir jetzt doch diesen Komplett-Rechner" oder "Ich glaub ich hol mir doch diesen Laptop" - obwohl vieles dagegen sprach und dies auch deutlich gemacht wurde.

Zwischenfazit: es wird entweder impulsiv gekauft oder (aus meiner Sicht) unüberlegt zu einem Produkt gegriffen, weil man keine Lust hat, sich ein bisschen mit der Materie auseinander zu setzen.

Warum ich Fertig-Systeme als "nicht immer optimal konfiguriert" bezeichnet habe, bezieht sich einfach nur auf die Auswahl der Komponenten. Manche Configs sind wirklich gut und bei bestimmten Händlern kann man sich in der Regel auch darauf verlassen, dass die Innereien gut sind. Aber es gibt auch welche, bei denen das nicht der Fall ist. Das ganze wird dann durch andere "Features" und Softwarepakete kompensiert.
Und weil es auch hier nicht wirklich immer Klarheit gibt und man sich ebenfalls informieren muss (man steht auch hier vor einem Wald), führt dies aus meiner Sicht ebenfalls zu einem Rückgang bei Rechnern. Im Umkehrschluss sehe ich darin den Boom der Laptops, besonders der Macbooks und Ultrabooks. Denn hier ist der Großteil der Käufer davon überzeugt, dass bestimmte Unternehmen besonders gute Hardware verbauen. Zwar habe ich auch hier einen Wald vor mir stehen, aber da ich als Kunde davon überzeugt bin, dass schließlich alles von dieser Firma gut ist, ist die Auswahl nicht so schwierig - egal was ich kaufe, es wird auf jeden Fall gut sein.

Fazit: wir haben drei Wälder, in die ich mich als Kunde begeben muss. Will ich mir selbst einen Rechner zusammenstelle, muss ich am meisten Zeit investieren. Somit ist dies der größte Wald. Wer sich hier nicht hineintraut geht weiter zum Komplett-PC-Wald. Der ist etwas kleiner und gemütlicher, aber immer noch unerforscht. Und weil einem das zu lange dauert, nimmt man das noch kleinere Übel: den Laptop-Wald. Da sucht man sich einen namenhaften Hersteller und kauft einfach eine Config weil man (vermeintlich) die Gewissheit hat, dass das alles schon passen wird - zumindest deutlich besser, als bei den anderen beiden Alternativen.

Natürlich kommen noch andere Kriterien hinzu. Man kauft einen Laptop auch aus anderen Gründen. Aber zumindest ich persönlich sehe hier eine Abstufung wie ich sie geschildert habe. Ich habe noch nie den Standard-Apple-User über Hardware sprechen hören. Vllt hat das auch andere Grunde, aber ich vermute, dass der Standard-Apple-User in der Regel nicht wirklich viel hinterfragt (eventuell auch nicht viel hinterfragen muss) wenn es um Hardware in Apple-Produkten geht. Man kauft es einfach - weil es unter anderem eben irgendwie gut ist.


Laptops

Was mir an Laptops nicht gefällt, kann ich schwer beschreiben, da es ja nicht wirklich eine Abneigung ist oder ein Boykottieren dieses Segments. Es ist viel mehr so, dass ich jedes Mal beim Anblick eines solchen Geräts denke: Mensch, die machen ja so viel, aber was ist mit ...

Im Grunde gefällt mir das Gesamtkonzept. Man hat ein tragbares Gerät, das mittlerweile die gleiche Leistung bringt wie ein Desktop. Man ist dadurch so mobil, dass man alles zu jeder Zeit damit erledigen kann. Diese Mobilität ist meiner Ansicht nach ein außerordentlicher Fortschritt, der aber trotz der vielen Bemühungen nach wie vor eingeschränkt wird durch die Akkulaufzeit. Mir ist es ein Rätsel, wie man hier zB nicht mehr Zeit und Geld investiert, um diese auf ein Optimum zu bringen, welches das (teilweise) häufige Aufladen zumindest etwas reduziert. Mittlerweile ist man ja bei 5-7 Stunden angekommen - das ist ja schon mal was. Natürlich ist das Meckern auf hohem Niveau. Ein Desktop braucht ständig Strom. Nur frage ich mich, warum es wichtiger ist, mit QuadCores um sich zu schmeißen, anstatt essentiellere Schwachstellen weiter auszubauen. Mir ist klar, dass die Hersteller das verbauen, was sie kriegen. Man kann aber auch Forschung vorantreiben und entsprechend motivieren, indem man den dem Punkt Akkulaufzeit mehr Aufmerksamkeit zukommen lässt.

In diesem Zusammenhang darf man die restliche Hardware nennen, die dafür sorgt, dass der Akku nicht so lange hält. Da könnte man doch auch mal intensiver optimieren. Innovation ist meiner Meinung nach nicht nur eine schöne Verpackung sondern auch ein ansprechender Inhalt - und nicht nur, weil auf einmal alle auf dem Energie-Spartrip sind, sondern weil man selbst erkannt hat, dass es wichtig ist Ressourcen zu schonen. Mich stört also primär die Denkweise die dahinter steckt. Desktop-Zulieferer könnten sich da ebenfalls mal mehr bemühen.

Am Aufbau gefallen mir zum einen die Kühlmöglichkeiten nicht. Für mich wird das ganze Gerät immer noch etwas zu warm und teilweise zu laut. Vor allem aber sollte Reinigung und Demontage der Kühleinheit einfacher sein. Leider habe ich noch nicht viele Modelle von innen gesehen, weswegen ich es schlecht im Allgemeinen beurteilen kann. Aber das was ich gesehen habe, hat mich nicht überzeugt. Warum zB nicht zwei leise Lüfter auf beiden Seiten, die den Luftstrom optimal durch das gesamte Gehäuse leiten? Und dann so positioniert, dass man nicht erst alles komplett ausbauen muss, um dran zu kommen.
Manche Modelle haben ja schon mal zwei Deckel für RAM und HDD, sodass man diese Komponenten schnell austauschen kann. Was spricht gegen Lüfter-Deckel?

Begrüßenswert fände ich auch einen allgemeinen Standard, wie es bei Desktop-Systemen der Fall ist. Ein Maß und alles lässt sich einbauen, unabhängig vom Hersteller. Warum spezifische Formfaktoren oder spezielle Adapter (zB bei HDDs), die den Kunden künstlich an ein Unternehmen binden? Kann man natürlich umgehen. Aber warum das alles überhaupt? Wären die Systeme viel offener und kompatibler, wäre da deutlich mehr Spielraum für den Anwender. So könnte man sich zb ein Gehäuse nach Wunsch bestellen und dann nach Belieben irgendwelche Hardware verbauen. Ist natürlich kein Markt für den Standard-User, ich würde aber komplett umsteigen, wenn ich die freie Herstellerwahl hätte bei jeder einzelnen Komponente. Denn dann kann ich entscheiden, was ich verbaue, weil ich mir selbst zuvor eine (subjektive) Meinung gebildet habe. So habe ich zwar auch eine gewisse Vielfalt und die verbaute Laptop-Hardware ist sicherlich nicht von schlechten Eltern. Aber auch in ihrer Gesamtheit? Hat sicherlich viel mit Psychologie zu tun - vllt irre ich auch, was diesen Standpunkt angeht. Und momentan sind immer mehr Optionen für den Verbraucher wählbar. Trotzdem fehlt mir so ein bisschen der Antrieb durch die Branche selbst, besonders von den namenhaften Herstellern. Da ist eben immer dieser Beigeschmack, dass es hauptsächlich um Verkaufszahlen geht.

Innovation sollte nicht nur daraus bestehen, das Mooresche Gesetz einzuhalten  ;)

Offline BisMarck

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Re: Ist die Blütezeit des PCs vorbei?
« Antwort #10 am: 21. April 2012, 17:15:25 »
0
Zitat
Zwischenfazit: es wird entweder impulsiv gekauft oder (aus meiner Sicht) unüberlegt zu einem Produkt gegriffen, weil man keine Lust hat, sich ein bisschen mit der Materie auseinander zu setzen.

Ich glaube nicht, dass ich Dich falsch verstanden habe und ich bleibe da auch bei meiner Meinung. Im Prinzip ist der Hardware-Markt deutlich durchschaubarer geworden. Nimm Grafikkarten als Beispiel. Mit nahezu jeder Karte um 130€ kannst Du heute fast alle Spiele in höheren Details spielen. Natürlich kann man eine bessere oder schlechtere Wahl treffen, aber die Riesen-Ausreißer gibt es nicht mehr, schon allein deshalb weil die Leistung sowieso im Überfluss vorhanden ist und das gilt noch viel mehr für CPUs.

Vergleich das mal mit der Wahl eines 3D-Beschleunigers ca. 1997. Nicht nur hatte man die Auswahl zwischen gefühlten 20 verschiedenen Chip-Anbietern, noch dazu musste man sich überlegen welche speziellen Bedürfnisse man abdecken wollte. Manche Spiele z.B. nur mit Glide vernünftig zockbar.

Oder etwas später Probleme wie mangelnde Stromversorgung des AGP-Ports bei BX-Boards. Damals musste man noch eine Kabelverbindung rüberlöten, damit das System unter Last nicht abstürzte.

Von Konfigurationsorgien unter DOS und später Windoof mal ganz zu schweigen. Das ist mitlerweile alles Deppensicher und die von Dir beschriebene Ignoranz kann sich der Käufer auch gut leisten, denn sie kann ihm nicht mehr so schaden wie früher. Auch weil PCs mitlerweile von Luxus-Gegenständen (386er DX 40 1992 für knapp 4000 Mark) zu sehr erschwinglichen Alltags-Geräten geworden sind.

Offline garfield36

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Re: Ist die Blütezeit des PCs vorbei?
« Antwort #11 am: 21. April 2012, 23:17:18 »
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Bei Grafikkarten gibt es nicht einmal mehr eine Handvoll Firmen die neue Chips entwickeln. Das entbindet den Käufer aber nicht davon, sich mit der Materie auseinanderzusetzen. Schließlich ist die Auswahl vom Einsteigermodell bis zur High-End-Karte gar nicht so klein. Um hier die richtige Wahl zu treffen, muss man sich jedoch seiner eigenen Ansprüche bewusst sein. Das heißt, auch hier wäre es angeraten sich mit der Materie näher zu befassen. Auf die Beratung in sogenannten Fachgeschäften ist leider auch nicht immer Verlass. Und die Grafikkarte ist nur ein Teilaspekt der zu beachten ist.

hardbonemac

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Re: Ist die Blütezeit des PCs vorbei?
« Antwort #12 am: 22. April 2012, 02:45:42 »
0
hi..etwas spät...und diese IDIOTENMELDUNGEN der IDIOTENPRESSE... einfach
wenn es keine RECHNER mehr gäbe und wir nur noch IDIOTEN-LOBOTOMIE-TABLETTS hätten,
mit denen wir die VIDIWALL bedienen..und wehe wir würden ein BUCH lesen..( die FEUERWEHR käme
und uns abfackeln würde) im ernst.
Ich habe gerade einen vollgerüsteten CRAY ( natürlich rennt ein hackintosh 10.5.9er mit redhat w7 und anderes)
und zig i7 pc einen  Mac Pro und eine Kiste die halt irgend ein Ubuntu hat  ( se ist mit 12 kinekt verkabelt)
( richtig es geht um mocap und halt bissi böseres comuting) mit maya und max und c4d gefüttert um ein (eigenes)
PROJEKT wieder ein Stück weiter zu bringen. ( man verzeihe ev Schreibfehler aber ein lapo von hp der eine neue
P+S kamera anstuert erzeugt ein DELAY..)

was würde ich tun?

wenn es statt der i7 2600er und der i5 der 4 amd 1045 t die ich in weiter renderkisten verbaut habe
nicht mher gäbe und ( DIE CLOUD WIRD VOR ALLEM EINGEFÜHRT-um bald jedes PROG jedes SYS
FERN VERWALTEN = DU HAST KEINE KONTROLLE MEHR = SLAVE / WEEN DU ZAHLST)
ich mit einem ARSCHLOCH  IPAD oder SMARTPHONE ( ich habe beides nicht weil rein aus der LOGIK
wenn ich will bin ich in 23 sekunden bei irgend einem RECHNER und unterwegs wenn ich eine ARRI ALEXA
geschultert habe odermeine E-GITARRE umgeschnallt.. würdet ihr beim bumsen..na  als dann..
ich bedrahcte es auch ein wenig   UNCOOL?

wenn alle das selbe tun sind alle dann SCHLACHFIEH oder freie BÜRGER?
KONSUMENTEN oder MENSCHEN
DEMOKRATEN oder SLAVES?

ich bin schon eine bischen älter und mein mac2 ( wir waren buben)
hat sich 1983 ins internet eingewählt..

was?
richtig  ich habe mir selber was geschrieben damit ich meine ROLANDS KORGS  etz mit einem  sys
übers  Bauerntelfonnetz verbinden kann.

was glaubt IHR  WAS ICH HEUTE MIT SO EINER KISTE MACHE?
bin ein bissi schon im JAHR 2030...

frage
WAS KOMMT NACH DEM INTERNET?

hat sich diese FRAGE noch NIE WER GESTELLT? NICHT?

ich bin KÜNSTLER und arbeite gerade daran.. und ist mir egal
was wer davon hält..

APPLE.. das beste SYS war das 10.4er   schnell    immer gut.. dann 10.58
WINDOSE      W7-64 bit release 1
REDHAT 5 now

und nochn TIP  ALTE RECHNER sind gute gute PARKPLÄTZE.. zb wenn Du eine DVD brennst ( DATEN)

kann man später mit alles immer lesen..
so

rendering fertig..... und weiter.

die BLÜTE des PC beginnt erst.

NÄCHSTES JAHR STELLE ICH MEINEN VOR..

ein böses schwarzes DESIGNTEIL mit bös viel RECHENPOWER...

dell  hp apple und co bissi in den ARSCH treten.

out  hell9

Offline T061

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Re: Ist die Blütezeit des PCs vorbei?
« Antwort #13 am: 22. April 2012, 11:27:26 »
0
Ich kenn inzwischen auch ein Paar, wo die Frau Desktop-Computer im Haus nicht zulässt.  ::) Spielen kann man ja mit der Konsole, surfen mit dem Tablet, und Texte tippen mit dem Laptop. Wozu sich da so eine hässliche große Kiste ins Haus stellen...

Nur blöd, dass er jetzt unbedingt in die HD-Videobearbeitung einsteigen will. :P ;D

Offline Primordial

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Re: Ist die Blütezeit des PCs vorbei?
« Antwort #14 am: 02. Mai 2012, 17:22:03 »
+1
Ich glaube nicht, dass ich Dich falsch verstanden habe und ich bleibe da auch bei meiner Meinung.

Darfst du doch auch. Ich versuche hier niemanden zu überzeugen ;)

Zitat
Im Prinzip ist der Hardware-Markt deutlich durchschaubarer geworden. Nimm Grafikkarten als Beispiel. Mit nahezu jeder Karte um 130€ kannst Du heute fast alle Spiele in höheren Details spielen. Natürlich kann man eine bessere oder schlechtere Wahl treffen, aber die Riesen-Ausreißer gibt es nicht mehr, schon allein deshalb weil die Leistung sowieso im Überfluss vorhanden ist und das gilt noch viel mehr für CPUs.

Der Markt ist eventuell durchschaubarer für jene, die sich damit befassen. Aber frag mal die Leute, die in diversen Foren immer das selbe Thema starten "Was brauch ich für ne GPU für das Spiel xy?". Ist ja nicht so, dass haufenweise Reviews und Userbeiträge schon existieren würden.  ;D
Manche Leute sind sicherlich faul, aber ich glaube nach wie vor, dass dem normalen Nutzer nicht klar ist, was er da benutzt. Ich bin hardwaretechnisch nicht wirklich ein Experte und ich lese mir viel zusammen. Trotzdem werde ich von meinen ganzen Leuten immer verwundert angeschaut, wie ich dies oder jenes weiß - als ob das alles Hexenwerk sei. Alle diese Leute nutzen Laptops und haben sich den nach persönlichen Kriterien ausgewählt oder auswählen lassen.

Und diesen Leuten ist, neben der Mobilität, der Zusammenbau eines Rechners zu komplex/kompliziert/umständlich. Man kauft einfach lieber das fertige Ding. Meiner Meinung nach spielt da Marketing eine große Rolle - sowie ein gewisser Erwartungshorizont was Qualität angeht.
Man muss sich auch mal geben, dass ich Diskussionen führe oder mir anhören muss, dass bestimmte Hersteller viel bessere Komponenten in Laptops verbauen, als man sich für seinen PC selbst kaufen könnte. Sprich: egal welchen Apfel man kauft - das ist immer das beste was es auf dem Markt gibt. Keine andere Konfiguration kann das übertrumpfen. Und das sind noch nicht mal Fanboys, sondern Leute, die einfach nur eine Meinung haben (wollen).

Ich bin also mit vielen Menschen in Kontakt, die Hardware nutzen, sie aber nicht verstehen. Und das ist auch voll ok. Nur sehe ich als Ursache für den Rückgang der Desktop-Systeme nach wie vor die große, für einen Unwissenden nicht überschaubare Auswahl an Komponenten. Wie viel Auswahl hat man denn, wenn man sich bei DELL was zusammenstellt? Nicht sonderlich viel. Man sucht sich zb Festplatten nach der Größe aus (wenn überhaupt optional). GPU und CPU sind die Komponenten die angegeben werden. RAM, Laufwerke, HDD/SSD, MB - das alles ist einfach schon vorab ausgewählt. Beim Mac doch auch. Das ist bequem, da kann man vermutlich auch bedenkenlos zugreifen. Aber jetzt nimm dir mal jemanden, der keine Ahnung von Hardware hat, keine Lust hat sich damit zu befassen - und lass ihn mal nen PC eigenständig zusammenstellen. Ich seh da nur Fragezeichen  ;D

Ich stimme dir ja generell zu. Zwar finde ich den Markt für den normalen User durchschaubarer als früher, aber immer noch zu kompliziert. Vllt liegts auch an meiner Definition: für mich ist der normale User jmd, der tagtäglich einen PC/Laptop benutzt, ohne zu wissen, was da überhaupt drin ist und warum das so funktioniert - sprich keine Ahnung hat, was überhaupt RAM ist und wofür das gut ist usw. Prozessor, Grafikkarte und Festplatte - das sind mittlerweile Komponenten, wovon sich die meisten vorstellen können, wofür sie gut sind. Der Rest ist irgendwas, das etwas macht, damit das Ding läuft.

So sieht meine tägliche Erfahrungswelt aus - leider  [clap]

Kann sein, dass das in deinem Bekanntenkreis ganz anders ist. Vllt hast du auch beruflich mit Kunden zu tun, die etwas mehr Ahnung haben. Ist bei mir eben gar nicht so, deswegen ziehe ich wohl andere Schlüsse  ;)


Edit: Rechtschreibfehler beseitigt
 
« Letzte Änderung: 03. Mai 2012, 09:48:39 von Primordial »

 

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