KomplexitätDie Systeme werden insgesamt immer komplexer, was viele abschreckt. Hinzu kommt, dass Fertig-Systeme nicht immer optimal konfiguriert sind.
Kann ich nicht wirklich nachvollziehen, eigentlich finde ich sind die PC-Systeme insgesamt immer problemfreier geworden, gerade auch in Hinsicht auf Kompatibilität und Stabilität eines gewissen Fenster-Betriebssystems.
Ok, eventuell habe ich es ein bisschen falsch ausgedrückt. Was ich mit "komplexer" meine, ist die Vielfalt. Menschen die sich mit Rechnern auskennen, haben damit wenig Probleme. Auch ist mir bewusst, dass es viel mehr technikaffine Menschen gibt als vor einigen Jahren. Aber unabhängig davon sehe ich immer noch Leute, die zwar mit dem Medium Computer relativ gut zurecht kommen, trotzallem jedoch Schwierigkeiten haben, wenn es um Hardware geht.
In meinem näheren Bekanntenkreis, aber auch darüber hinaus sind mir einige Leute begegnet, denen das alles zu kompliziert ist, wenn es darum geht sich einen neuen Rechner anzuschaffen. Deswegen werden in letzter Zeit zB immer öfter Komplettsysteme gekauft, auch Laptops. Man sucht anhand von Beschreibungen ein (vermeintlich) auf sich zurecht geschnittenes System und bestellt dann einfach. Natürlich aus Bequemlichkeit und vllt auch, weil es ausreichend ist. Aber auch, weil es einem zu viel ist sich zu informieren, weil man als Außenstehender vor einem Dschungel steht.
Die unterschiedlichen Möglichkeiten geben sich nicht wirklich viel und wenn man sich einliest und versucht die Grundkonzepte zu begreifen, dann wird man auch dahinter steigen. Ein bisschen Forensuche bzw. -beratung und man hat zumindest das Gefühl, das richtige Produkt gekauft zu haben. Aber genau dieser Schritt kostet Zeit und wird für viele als mühsam beschrieben. Wie oft hab ich schon Kaufberatungs-Threads gelesen, an denen dann am Ende stand "Ach, ich hol mir jetzt doch diesen Komplett-Rechner" oder "Ich glaub ich hol mir doch diesen Laptop" - obwohl vieles dagegen sprach und dies auch deutlich gemacht wurde.
Zwischenfazit: es wird entweder impulsiv gekauft oder (aus meiner Sicht) unüberlegt zu einem Produkt gegriffen, weil man keine Lust hat, sich ein bisschen mit der Materie auseinander zu setzen.
Warum ich Fertig-Systeme als "nicht immer optimal konfiguriert" bezeichnet habe, bezieht sich einfach nur auf die Auswahl der Komponenten. Manche Configs sind wirklich gut und bei bestimmten Händlern kann man sich in der Regel auch darauf verlassen, dass die Innereien gut sind. Aber es gibt auch welche, bei denen das nicht der Fall ist. Das ganze wird dann durch andere "Features" und Softwarepakete kompensiert.
Und weil es auch hier nicht wirklich immer Klarheit gibt und man sich ebenfalls informieren muss (man steht auch hier vor einem Wald), führt dies aus meiner Sicht ebenfalls zu einem Rückgang bei Rechnern. Im Umkehrschluss sehe ich darin den Boom der Laptops, besonders der Macbooks und Ultrabooks. Denn hier ist der Großteil der Käufer davon überzeugt, dass bestimmte Unternehmen besonders gute Hardware verbauen. Zwar habe ich auch hier einen Wald vor mir stehen, aber da ich als Kunde davon überzeugt bin, dass schließlich alles von dieser Firma gut ist, ist die Auswahl nicht so schwierig - egal was ich kaufe, es wird auf jeden Fall gut sein.
Fazit: wir haben drei Wälder, in die ich mich als Kunde begeben muss. Will ich mir selbst einen Rechner zusammenstelle, muss ich am meisten Zeit investieren. Somit ist dies der größte Wald. Wer sich hier nicht hineintraut geht weiter zum Komplett-PC-Wald. Der ist etwas kleiner und gemütlicher, aber immer noch unerforscht. Und weil einem das zu lange dauert, nimmt man das noch kleinere Übel: den Laptop-Wald. Da sucht man sich einen namenhaften Hersteller und kauft einfach eine Config weil man (vermeintlich) die Gewissheit hat, dass das alles schon passen wird - zumindest deutlich besser, als bei den anderen beiden Alternativen.
Natürlich kommen noch andere Kriterien hinzu. Man kauft einen Laptop auch aus anderen Gründen. Aber zumindest ich persönlich sehe hier eine Abstufung wie ich sie geschildert habe. Ich habe noch nie den Standard-Apple-User über Hardware sprechen hören. Vllt hat das auch andere Grunde, aber ich vermute, dass der Standard-Apple-User in der Regel nicht wirklich viel hinterfragt (eventuell auch nicht viel hinterfragen muss) wenn es um Hardware in Apple-Produkten geht. Man kauft es einfach - weil es unter anderem eben irgendwie gut ist.
LaptopsWas mir an Laptops nicht gefällt, kann ich schwer beschreiben, da es ja nicht wirklich eine Abneigung ist oder ein Boykottieren dieses Segments. Es ist viel mehr so, dass ich jedes Mal beim Anblick eines solchen Geräts denke: Mensch, die machen ja so viel, aber was ist mit ...
Im Grunde gefällt mir das Gesamtkonzept. Man hat ein tragbares Gerät, das mittlerweile die gleiche Leistung bringt wie ein Desktop. Man ist dadurch so mobil, dass man alles zu jeder Zeit damit erledigen kann. Diese Mobilität ist meiner Ansicht nach ein außerordentlicher Fortschritt, der aber trotz der vielen Bemühungen nach wie vor eingeschränkt wird durch die Akkulaufzeit. Mir ist es ein Rätsel, wie man hier zB nicht mehr Zeit und Geld investiert, um diese auf ein Optimum zu bringen, welches das (teilweise) häufige Aufladen zumindest etwas reduziert. Mittlerweile ist man ja bei 5-7 Stunden angekommen - das ist ja schon mal was. Natürlich ist das Meckern auf hohem Niveau. Ein Desktop braucht ständig Strom. Nur frage ich mich, warum es wichtiger ist, mit QuadCores um sich zu schmeißen, anstatt essentiellere Schwachstellen weiter auszubauen. Mir ist klar, dass die Hersteller das verbauen, was sie kriegen. Man kann aber auch Forschung vorantreiben und entsprechend motivieren, indem man den dem Punkt Akkulaufzeit mehr Aufmerksamkeit zukommen lässt.
In diesem Zusammenhang darf man die restliche Hardware nennen, die dafür sorgt, dass der Akku nicht so lange hält. Da könnte man doch auch mal intensiver optimieren. Innovation ist meiner Meinung nach nicht nur eine schöne Verpackung sondern auch ein ansprechender Inhalt - und nicht nur, weil auf einmal alle auf dem Energie-Spartrip sind, sondern weil man selbst erkannt hat, dass es wichtig ist Ressourcen zu schonen. Mich stört also primär die Denkweise die dahinter steckt. Desktop-Zulieferer könnten sich da ebenfalls mal mehr bemühen.
Am Aufbau gefallen mir zum einen die Kühlmöglichkeiten nicht. Für mich wird das ganze Gerät immer noch etwas zu warm und teilweise zu laut. Vor allem aber sollte Reinigung und Demontage der Kühleinheit einfacher sein. Leider habe ich noch nicht viele Modelle von innen gesehen, weswegen ich es schlecht im Allgemeinen beurteilen kann. Aber das was ich gesehen habe, hat mich nicht überzeugt. Warum zB nicht zwei leise Lüfter auf beiden Seiten, die den Luftstrom optimal durch das gesamte Gehäuse leiten? Und dann so positioniert, dass man nicht erst alles komplett ausbauen muss, um dran zu kommen.
Manche Modelle haben ja schon mal zwei Deckel für RAM und HDD, sodass man diese Komponenten schnell austauschen kann. Was spricht gegen Lüfter-Deckel?
Begrüßenswert fände ich auch einen allgemeinen Standard, wie es bei Desktop-Systemen der Fall ist. Ein Maß und alles lässt sich einbauen, unabhängig vom Hersteller. Warum spezifische Formfaktoren oder spezielle Adapter (zB bei HDDs), die den Kunden künstlich an ein Unternehmen binden? Kann man natürlich umgehen. Aber warum das alles überhaupt? Wären die Systeme viel offener und kompatibler, wäre da deutlich mehr Spielraum für den Anwender. So könnte man sich zb ein Gehäuse nach Wunsch bestellen und dann nach Belieben irgendwelche Hardware verbauen. Ist natürlich kein Markt für den Standard-User, ich würde aber komplett umsteigen, wenn ich die freie Herstellerwahl hätte bei jeder einzelnen Komponente. Denn dann kann ich entscheiden, was ich verbaue, weil ich mir selbst zuvor eine (subjektive) Meinung gebildet habe. So habe ich zwar auch eine gewisse Vielfalt und die verbaute Laptop-Hardware ist sicherlich nicht von schlechten Eltern. Aber auch in ihrer Gesamtheit? Hat sicherlich viel mit Psychologie zu tun - vllt irre ich auch, was diesen Standpunkt angeht. Und momentan sind immer mehr Optionen für den Verbraucher wählbar. Trotzdem fehlt mir so ein bisschen der Antrieb durch die Branche selbst, besonders von den namenhaften Herstellern. Da ist eben immer dieser Beigeschmack, dass es hauptsächlich um Verkaufszahlen geht.
Innovation sollte nicht nur daraus bestehen, das Mooresche Gesetz einzuhalten