Leidlich geprägt durch eigene Erfahrung kann ich berichten, daß es sich kaum lohnt eine teure XEON-CPU der "Enterprise"-Klasse auf einem Mainboard zu betreiben, das primär für den Konsummarkt gedacht ist. Weder ASUS noch EVGA bieten einen vernünftigen Support, wenn es um Kompatibilität und im Rahmen eines XEON-Einsatzes aufkommende technische Fragen und Hilfen geht. Die Lebenszyklen, auch hinsichtlich der Unterstützung des UEFI/BIOS sind zu kurz(meistens sind es Speicherprobleme bzw. Inkompatibilitäten zu bestimmten Riegeln die vermittels Update des UEFI (nicht BIOS) behoben werden könnten).
Könnte es nicht sein, daß Intel heimlich an einer neuen Sandy-Bridge-E Spitzen-CPU bastelt, welche mit dem neuen C2- oder Was-Auch-Immer-Stepping nebst einer optimierten Spannung, niedrigeren realen TDP gleich 8 Kerne mitbringt und NICHT in die Riege der XEONs eingereiht wird? Mit Erscheinen der ersten Ivy-Bridge CPUs, die ganz gewiß aufgrund ihrer technischen Vorzüge schnell in die Spitzenregionen hineingleiten könnten, muß sich Intel ja etwas einfallen lassen, um das Affentempo der CPU-Geburten und Ableben aufrechtzuerhalten. Das OC-Potential des Sandy-Bridge-E ist, wie bereits hinlänglich eruiert, recht bescheiden, also wird das zukünftige Silizium auch nicht zu viel in Sachen Tatktsteigerung hergeben können. Aber nahezu Frei-Haus wird die Option der beiden zusätzlichen Kerne für den Enthusiastenmarkt geboten.
Ein XEON mit 8 Kernen, der weit über 1500 Euro kostet (und damit liegt man noch weit unterhalb der 3 GHz Grenze), wird wohl kaum in einem Mainboard verbaut, das sich innerhalb diese Preisklassifizierung wie ein Billigbrett ziemt.