Autor Thema: Zur Preisentwicklung bei HDDs  (Gelesen 2032 mal)

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Catweazle

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Zur Preisentwicklung bei HDDs
« am: 25. April 2012, 21:12:54 »
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Nur ein Link, gibt auch nicht viel zu lesen. Aber von Leuten die es wissen sollten.
http://www.it-business.de/komponenten/festplatten/articles/359792

Zitat
Das Preisniveau vor der Flut war ungesund.


Offline Michael

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Re: Zur Preisentwicklung bei HDDs
« Antwort #1 am: 25. April 2012, 22:27:53 »
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Ohne genaue Kenntnisse zu den Materialkosten zu haben: ist es in der Fertigung prinzipiell nicht wurscht ob ein Platter 250 GB oder 500 GB Kapazität hat? Klar die entsprechenden Geräte zur Fertigung werden aufwendiger und damit teurer, aber bei gleichzeitiger Einsparung von Material dürfte das doch beim Endkundenpreis kaum ins Gewicht fallen - zumindest nicht so stark, als dass eine Preissteigerung um 50 % im Vergleich zu den "Vor-Flut-Preisen" rechtzufertigen wäre.

Edit: Ok es ist vielleicht ein Denkfehler, dass der Platte der größte Kostenpunkt einer Festplatte ist. Doch die Elektronik scheint mir noch weniger ausschlaggebend für Preisfluktuationen zu sein.
« Letzte Änderung: 25. April 2012, 22:35:18 von Michael »
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Catweazle

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Re: Zur Preisentwicklung bei HDDs
« Antwort #2 am: 25. April 2012, 23:25:13 »
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OT, aber was die Festplattenkapazität betrifft. Vor langer Zeit kam ich mal auf die Idee aus aus ein 20GB eine 40,60 oder 80GB per Firmware-Manipulation zu machen, in der berechtigten Annahme das bei Modellen mit nur einer Platte die Diversifizierung nur auf diese Weise geschieht.

Ich fand nach einiger Zeit auch ein seltsames Programm, das sich glaube ich PC3000 nannte, es stammte von einem Russen und konnte es irgendwo in Asien runtersaugen.

Hatte mich auf einer damals noch vorhandenen Webseite halbwegs schlau gemacht, startete das Programm und musste feststellen, das alles in kyrillischer Schrift verfasst war. Na ja, nicht schlimm dachte ich, wollt ja erstmal nur gucken.

Zu meinem Erstaunen fand sich in der Benutzeroberfläche kein kleines Kreuzchen zum Schließen des Programms.
Danach blieb nur noch die Auswahl von einem der beiden Buttons in der Mitte, von dem man annehmen konnte das darauf Start und Abbrechen stehe würde, wählte den rechten und zack.... hatte ich ein paar Sekunden später Dateien auf meinem Rechner, die angeblich aus der Zeit vor Entdeckung Amerikas durch Christoph Columbus stammten.
Übrigens schaffte es Norton Utilities, so hieß es glaube ich, nach mehreren Stunden das System halbwegs wieder hinzubiegen.

Danach ließ ich von dem Plan ab, obwohl die Idee grundsätzlich sexy ist. Aber da die Festplattenpreise immer weiter sanken, lohnte es sich nicht weiter.


Offline garfield36

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Re: Zur Preisentwicklung bei HDDs
« Antwort #3 am: 29. April 2012, 00:57:55 »
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 Vielleicht würde es sich mittlerweile wieder lohnen?  ;)

Offline Hwareflüsterer

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Re: Zur Preisentwicklung bei HDDs
« Antwort #4 am: 29. April 2012, 18:50:20 »
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Ich denke auch dass es in der Produktion doch Wurst ist welche Kapazitäten hergestellt werden, oder?
Festplatten arbeiten doch on den meisten Fällen auf die selbe Art und Weise, das heißt es kann gar nicht anders sein.

Lediglich die eingesetzte Kapazität unterscheidet dann den Preis oder?
Von der Architektur dürften sie doch 99% gleich sein?

Biggi

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Re: Zur Preisentwicklung bei HDDs
« Antwort #5 am: 30. April 2012, 17:59:55 »
0
Hallo,

im Prinzip ist es egal welche Kapazität ein Platter hat, die Herstellungskosten sollten gleich sein. Das ist aber ein kleiner Druckschluss. Das ist ähnlich wie in der Halbleiterindustrie. Das Fertigungsverfahren an sich bleibt gleich, also das Prinzip, aber die einzlnen Prozessschritte variieren stark oder anders gesagt, es sind mehr Prozessschritte notwendig um zum Bsp. den gleichen Chipaufbau bei kleinerer Struktur hinzubekommen. Wer nicht weis wie das wirklich abkläuft, kann sich das nicht vorstellen, weil man sich das völlig falsch vorstellt. Ähnlich ist es bei der Herstellerung der Platter. Hier denken alle das machen die auch so mir nichts Dir nichts mal nebenbei sobald die wissen wie man ab morgen 1TB statt 750GB auf einen Platter bekommt. Dann müssen aber noch die Schreib-Leseköpfe angepaßt werden usw. Das dazu.

Auf der anderen Seite empfand ich die Preisentwicklung bei den Festplatten vor der Flut als völlig normal. Die Preise jetzt sind nicht normal. Für eine sparsame 2TB Hitachi habe ich vor der Flut ca. 69,- Euro bezahlt. Die kostet jetzt 130,- Euro. Unter 100,- würde ich dafür noch als normal empfinden. Mehr aber auch nicht.

Außerdem müssen die mit den SSD konkurrieren. Die SSD Preise fallen die HDD steigen. Sehr seltsam. Bei den SSDs sind wir schon bei unter 1 Euro pro GB und das bei guten SSD Modellen.





Offline Michael

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Re: Zur Preisentwicklung bei HDDs
« Antwort #6 am: 30. April 2012, 18:49:21 »
0
Hallo,

im Prinzip ist es egal welche Kapazität ein Platter hat, die Herstellungskosten sollten gleich sein. Das ist aber ein kleiner Druckschluss. Das ist ähnlich wie in der Halbleiterindustrie. Das Fertigungsverfahren an sich bleibt gleich, also das Prinzip, aber die einzlnen Prozessschritte variieren stark oder anders gesagt, es sind mehr Prozessschritte notwendig um zum Bsp. den gleichen Chipaufbau bei kleinerer Struktur hinzubekommen. Wer nicht weis wie das wirklich abkläuft, kann sich das nicht vorstellen, weil man sich das völlig falsch vorstellt. Ähnlich ist es bei der Herstellerung der Platter. Hier denken alle das machen die auch so mir nichts Dir nichts mal nebenbei sobald die wissen wie man ab morgen 1TB statt 750GB auf einen Platter bekommt. Dann müssen aber noch die Schreib-Leseköpfe angepaßt werden usw. Das dazu.

Auf der anderen Seite empfand ich die Preisentwicklung bei den Festplatten vor der Flut als völlig normal. Die Preise jetzt sind nicht normal. Für eine sparsame 2TB Hitachi habe ich vor der Flut ca. 69,- Euro bezahlt. Die kostet jetzt 130,- Euro. Unter 100,- würde ich dafür noch als normal empfinden. Mehr aber auch nicht.

Außerdem müssen die mit den SSD konkurrieren. Die SSD Preise fallen die HDD steigen. Sehr seltsam. Bei den SSDs sind wir schon bei unter 1 Euro pro GB und das bei guten SSD Modellen.






Dieser Logik nach müssten ja GPUs und CPUs seit Jahren konstant immer teurer werden - das Gegenteil ist der Fall. Im Bezug auf den Stand der Technik sind Grafikkarten (mal ausgenommen die 28 nm Modelle) in den letzten Jahren eher billiger geworden. Selbstverständlich müssen Entwicklungskosten und aufwendigere Herstellungsverfahren kompensiert werden. Doch geschieht dies meist durch Steigerung der Fertigungseffizienz.
« Letzte Änderung: 01. Mai 2012, 10:39:14 von Michael »
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Offline garfield36

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Re: Zur Preisentwicklung bei HDDs
« Antwort #7 am: 12. Juni 2012, 22:29:30 »
0
Für mich ist ganz klar, dass die Hersteller die Preise längst wieder auf das Niveau vor der Flut senken könnten. Sie wollen es nur nicht, warum auch? Höhere Gewinnmargen strebt ja jeder Produzent an.

Catweazle

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Re: Zur Preisentwicklung bei HDDs
« Antwort #8 am: 13. Juni 2012, 10:34:11 »
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Gestern bei isuppli:
Rekord-Umsätze im HDD-Markt in Q1/12
http://www.isuppli.com/Memory-and-Storage/News/Pages/High-Prices-Generate-Record-Revenue-for-HDD-Market-in-Q1.aspx

Der HDD-ASP (Average Selling Price) sei von $51,49 von vor Thailandflut auf ca. $66,28 angestiegen.

Umsatzverteilung der verbliebenen drei HDD-Hersteller


Entwicklung bei den Stückzahlen


"Zehn kleine Negerlein ......."

Bin mir nicht sicher ob die Darstellung der Entwicklung vollständig ist.

Bilder brauchen nicht gelöscht werden, sind von mir bzw. mit Google-Charts erstellt.

Offline Robert

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Re: Zur Preisentwicklung bei HDDs
« Antwort #9 am: 13. Juni 2012, 11:16:34 »
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Für mich ist ganz klar, dass die Hersteller die Preise längst wieder auf das Niveau vor der Flut senken könnten.
Und die Flutschäden sind für den Hersteller gratis? Niemand versichert Fabriken total, selbst unter Berücksichtigung von Versicherungsleistungen hat das Ereignis zusätzliche Kosten verursacht. Und irgendwie müse die finanziert werden. Das Streben der Hersteller nach einem vernünftigen Preis mit Marge negiert diesen Faktor nicht, erst recht nicht, da bei ausreichender Produktionsmenge jeder wieder zusehen muss, günstiger als der andere zu sein.
Hey, look! It's not my fault, it's some guy named "General Protection"!

Offline garfield36

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Re: Zur Preisentwicklung bei HDDs
« Antwort #10 am: 13. Juni 2012, 11:33:30 »
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Na klar, und eventuelle Kosten die nicht von den Versicherungen gedeckt wurden, werden jetzt jahrelang als Argument für höhere Preise herangezogen. Ich glaube nicht mehr an den Weihnachtsmann.

Catweazle

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Re: Zur Preisentwicklung bei HDDs
« Antwort #11 am: 19. Juni 2012, 09:23:45 »
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Auch noch vom vergangenen Wochenende; eine für den einen oder anderen vielleicht etwas überraschende Prognose von IHS/iSuppli zum SDD-Markt.
http://www.isuppli.com/Memory-and-Storage/News/Pages/Cache-is-King-in-Solid-State-Drive-Market.aspx
Demnach stehen der Cache-SSD goldene Zeiten bevor, was dann wohl auch in Folge bedeutet, das sich die schon oft totgesagte HDD keine großen Sorgen über die nähere Zukunft machen muss.


Heute wurde bei IDC in einer Press Release die Entwicklung des PC-Markts vorgestellt und demnach wäre in 2016 mit etwa 362 Millionen "portable" PCs(ohne Tablets) zu rechnen, was dann einen Ausrüstungsgrad mit Cache-SDDs von etwa 50% entsprechen würde.
http://www.idc.com/getdoc.jsp?containerId=prUS23549112
Ich glaube, ich bin nicht allein in der Annahme gewesen, das die "dedicated" SDDs mittel- und langfristig das Rennen im Notebook-Segment machen würde.

Catweazle

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Re: Zur Preisentwicklung bei HDDs
« Antwort #12 am: 20. Juni 2012, 12:15:19 »
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Korrektur
Aus welchen Gründen auch immer wurde gestern bei iSuppli ein leicht veränderte Ausführung dieser Pressemitteilung auf deren Webseite eingestellt.
http://www.isuppli.com/Memory-and-Storage/MarketWatch/Pages/Cache-SSD-Will-Stay-as-Mainstream-Ultrabook-Storage-Solution-over-Hybrid-HDD.aspx
Sie datiert seltsamerweise mit 11.Juni 2012. Die erste Ausführung datierte vom 30.12.1899. 
Hier die korrigierte Darstellung

Tja, Prognosen sind halt so'ne Sache. 

Catweazle

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Re: Zur Preisentwicklung bei HDDs
« Antwort #13 am: 06. Juli 2012, 19:29:45 »
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Umsatzwarnung von Seagate

Die für das Kalenderquartal Q2/12 (Fiskalquartal Q4/12) prognostizierten 5 Mrd. Dollar werden nicht erreicht. Stattdessen erwartet man mit etwa 4,5 Mrd Dollar ungefähr das Niveau von Q1/12 (FQ3/12), wo ein Umsatz von 4,45$ erreicht wurde.

Die ausgelieferten 66 Mio. HDDs in Q2 stellen einen Rückgang um 1,5 Mio. Einheiten dar.

Zitat
Das Unternehmen macht hierfür niedrigere Auslieferzahlen bei HDD-Laufwerken aber auch Qualitätsprobleme bei Zulieferern verantwortlich.....
.... Die niedrigeren Auslieferzahlen sieht das Unternehmen aber nicht nur im Zusammenhang mit Qualitätsproblemen bei Zulieferern, sondern auch in der Tatsache, dass sich Konkurrenten schneller von den Lieferengpässen ausgelöst durch Thailand-Flut erholt haben. Die Qualitätsprobleme hätten im jüngsten Quartal rund 1,5 Millionen Speicherprodukte betroffen, heißt es bei Seagate.

Aber kein Grund zum Jammern, ausser bei Seagate und den Investoren, und auch vermutlich kein Anzeiger für die Entwicklung im PC-Markt. Denn wir haben es bei Seagate um einen echten Krisengewinnler zu tun.

Der Umsatz war im ersten Quartal 2012 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum von 2,695$ Mrd. auf 4,450$ Mrd. gestiegen und der Gewinn vervielfachte sich im gleichen Zeitraum von 93$ Mio. auf beeindruckende 1,146$ Mrd..

Also eigentlich nur ein Anzeichen für eine Tendenz zurück zur "Normalität".


 

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