Das Problem der Musikindustrie vor 10 Jahren ist das selbe vor dem jetzt die Film- und TV-Industrie stehen. Das Internet bietet unbegrenzte Möglichkeiten und diese wurden von der Musikindustrie unterschätzt. Statt sofort auf den Zug aufzuspringen und direkt Plattformen wie Itunes zu entwickeln, hat man den Zug abfahren lassen und zusehen müssen wie die Verbraucher sich selbst beholfen haben. Reagiert wurde mit arroganter Empörung und Forderungen die einem Internetverbot glichen. Mitleid habe ich mit diesem Industriezweig entsprechend nie gehabt und bis Heute sind wir nicht am eigentlichen Ziel angekommen. Imho sind Preise für MP3s weiterhin überzogen und gerade durch den Wegfall von Booklets und physikalischen Datenträger nicht zu rechtfertigen. Immerhin hat man eingesehen, dass man mit dem DRM-Mist sich keine Freunde macht und verzichtet darauf immer mehr.
Um zum Thema Film- und TV-Industrie zurückzukommen: durch die Fragmentierung der Rechteinhaber in Studios, Verwertungsgesellschaften und anderen Gruppen ist es derzeit nahezu unmöglich eine für den Verbraucher zufriedenstellenden Plattform wie Hulu, Netflix o.ä. zu schaffen. Ein grosser Bedarf besteht allerdings wie mann am Fall Kino.to sieht.