Autor Thema: Laser fürs Wenigdrucken geeignet?  (Gelesen 2679 mal)

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Offline JoNuber

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Laser fürs Wenigdrucken geeignet?
« am: 22. Juni 2012, 08:55:53 »
0
Hallo Leute,

nachdem ich letztens mit Tintenspritzern einige Probleme hatte, denke ich über die Anschaffung eines billigen Farblasers nach.

Ich drucke sehr, sehr selten und frage mich, ob Toner bei Nichtnutzung verklumpt.

Sollte es sonstige Fallstricke geben, die ich beim Kauf beachten sollte, bin ich für Hinweise dankbar.

Dank und Grüße,
JoNuber

Offline T061

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Re: Laser fürs Wenigdrucken geeignet?
« Antwort #1 am: 07. Juli 2012, 18:29:23 »
0
Bei normaler Luftfeuchte ist ein Laser eigentlich zum Wenigdrucken besser geeignet als ein Tintenstrahler.

Mein alter Brother SW-Laser steht eigentlich auch die meiste Zeit nur rum, ab und an kommt halt ein dicker Druckjob... Evtl. kann es sein, dass die ersten 1-2 Seiten dann nicht sauber gedruckt werden, aber das kommt nur bei älteren Tonern vor und gibt sich dann.

Grundsätzlich gibt es Laser mit getrennter Toner/Trommeleinheit, welche wo alles zusammen ist (oft bei HP) und dieses Kyocera-System, wobei genau das NICHT auf Wenigdrucker ausgelegt ist. D.h. ich würde was mit getrennten Einheiten empfehlen. Schau dir halt die Marktpreise für Ersatztoner an.

Zu beachten bei Laserdruckern:

1) Sie können nicht randlos drucken
2) Einfach-Farblaser sind nur äußerst bedingt zum Fotodruck geeignet. Zudem gibts Probleme beim Erstellen von Overhead-Folien, weil sie zu stark decken. Erst im oberen dreistelligen Euro-Bereich lösen sich diese Probeme.

Ansonsten finde ich es noch wichtig, dass ein Laserdrucker eine offizielle Druckersprache versteht. Mindestens PCL5 oder 6, besser Postscript.

z.B. sowas, ist aber schon preislich gehoben, dafür ist offenbar ein IPv6-fähiger Netzwerkanschluss dabei:
http://www.amazon.de/dp/B0047753F4/ref=asc_df_B0047753F48657164?smid=AWMLAADV3WNKM&tag=geizhals10-21&linkCode=asn&creative=22506&creativeASIN=B0047753F4
 
« Letzte Änderung: 07. Juli 2012, 18:36:58 von T061 »

Offline JoNuber

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Re: Laser fürs Wenigdrucken geeignet?
« Antwort #2 am: 09. Juli 2012, 01:42:42 »
0
Wow!
Vielen Dank für die umfassende Antwort, to61!
Vorallem, da sie auch noch so ausfällt, wie ich es, hinsichtlich der Eignung fürs Wenigdrucken, erhofft hatte :P

Foto-, Folien- und Randlosdruck sind für meine Belange gottseidank nicht relevant und die Sache mit der Druckersprache werde ich versuchen zu berücksichtigen. Allerdings steht der Preis auf meiner Prioritätenliste ganz klar im Vordergrund.

Auf die Trennung von Tonerkartusche und Trommeleinheit werde ich achten. Wie Du schreibst müsste sich das ja spätestens aus dem Preis für Toner ablesen lassen.

Super, super, super!
Hab jetzt ein gutes Gefühl!
Danke!!

Offline 'Sascha'

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Re: Laser fürs Wenigdrucken geeignet?
« Antwort #3 am: 09. Juli 2012, 07:16:41 »
0
Die Konica Minolta Farblaserserie könnte für dich interessant sein:
Konica Minolta magicolor 1600W
Konica Minolta magicolor 1650EN
Konica Minolta magicolor 1690MF

Je nachdem welche Ausstattung du brauchst.
Gamer System @SysProfile - aufgerüstet 01.05.2011
Silent Server & HTPC @Nethands - aufgerüstet 22.07.2011

Offline JoNuber

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Re: Laser fürs Wenigdrucken geeignet?
« Antwort #4 am: 09. Juli 2012, 19:12:15 »
0
Danke für den Tip!
Ich seh schon, dass da noch einiges an Lese- und Vergleichsarbeit auf mich zukommt, bevor ich mich entgültig entscheiden werde...
Die Amazonkundenrezensionen zum 1600W unterstreichen jedenfalls noch mal, dass der Grundgedanke fürs Wenigdrucken auf einen Laser zu bauen, wohl richtig ist.

Btw.
Bin vom "Mausschubser" zum "Windows-BIOS-Flasher" avanziert mit diesem Beitrag... lol... meine Uralt-PCs flasht man noch mit der DOS-Diskette. Jawoll!
« Letzte Änderung: 09. Juli 2012, 19:19:52 von JoNuber »

Offline Peter

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Re: Laser fürs Wenigdrucken geeignet?
« Antwort #5 am: 09. Juli 2012, 21:08:44 »
0
und wenn du noch einige Beiträge schreibst, wirst du zum DOS-Flasher befördert ;)

Ein Tipp von einem nicht belesenen Laserdruckernutzer: Ich nutze hier einen Lexmark C543D seit über 18 Monaten. Davor hatte ich einen Samsung - der war ne Zumutung, hatte nen irren Radau gemacht und war bei Fotos einfach nur mies. Der Lexmark war sehr günstig, ist sehr flott (inkl. Netzwerkanschluss) und die Fotoqualität lässt sich sehen.

Die Preise für Toner erscheinen mir relativ hoch. Ein komplettes Tonerset (Farbe und Schwarz) kommt so teuer wie der Anschaffungspreis. Das ist aber wohl aktuell bei den meisten Druckerherstellern im günstigeren Segment der gewählte Weg.
Gruß

Peter

Offline T061

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Re: Laser fürs Wenigdrucken geeignet?
« Antwort #6 am: 10. Juli 2012, 00:03:52 »
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Unter 150 Euro wird es IMHO sehr schwer, was vernünftiges zu finden. Und gerade weil Laserdrucker ja nicht eintrocknen, würde ich in der Regel eher eine Druckerklasse höher empfehlen, als man eigentlich bräuchte, weil das die Verbrauchsmaterialkosten senkt. :)

Hier noch zur Recherche:
http://geizhals.at/de/?cat=prl&xf=2899_Farblaser&sort=p

Da kann man nach Kriterien sortieren... ;)

Der kleine Konica Minolta kann keine offizielle Druckersprache. D.h. du bist darauf angewiesen, dass der Hersteller immer schön Treiber für das gerade genutzte Betriebssystem programmiert. Für Linux oder künftige Betriebssysteme ist PCL oder Postscript (PS) interessant, dass wäre dann der Konica magicolor 1650 EN... Dass du heute vom Flohmarkt 10 - 15 Jahre alte Laserdrucker kaufen kannst und die sich meist heute noch am aktuellen Windows oder Linux betreiben lassen, liegt daran, dass sie mindestens PCL können ... ;)
« Letzte Änderung: 10. Juli 2012, 00:26:50 von T061 »

Offline Robert

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Re: Laser fürs Wenigdrucken geeignet?
« Antwort #7 am: 10. Juli 2012, 08:51:48 »
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Naja, ich hatte Januar 2011 für 80 EUR einen Samsung ML1915 SW-Laser gekauft. Läuft tadellos immer noch mit dem ausgelieferten Erst-Toner obwohl die Freundin ziemlich viel drucken musste. Das Gerät ist auch recht leise und wenn er nciht durckt nciht zu hören. Bei der Kaufentscheidung hatte ich kurz ein paar Vergleichstests überflogen und dort fiel mir das Gerät auf. Mittlerweile gibt es aber bereits Nachfolgegeräte. Aber aus der Summe von Peters und meiner Erfahrung sieht man, dass es gute und schlechte Geräte innerhalb eines Herstellers gibt. Also immer Test und Bewertungen wenigstens mal kurz anschauen.

Einziger Nachteil: der Drucker hat kein LAN-Anschluss. Ich hab ihn per USB an die FritzBox angeschlossen, damit man auch per LAN Druckaufträge verschicken kann. Und er hat keinen automatischen Duplexdruck. Da eine Duplexautomatik Platz braucht und ich einen möglichst kompakten Drucker haben wollte, hatte ich mich aber bewusst dagegen entscheiden, da ich auch nur wenig drucke, und wenn dann Text und Grafik (kein Foto).
« Letzte Änderung: 10. Juli 2012, 08:53:48 von Robert »
Hey, look! It's not my fault, it's some guy named "General Protection"!

Offline TheWizard

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Re: Laser fürs Wenigdrucken geeignet?
« Antwort #8 am: 24. Juli 2012, 14:57:14 »
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Dann geb ich auch noch meinen Senf dazu :D
Ich hab seit Jahren nur noch Laser-Drucker: einen S/W von Brother, der als MuFu auch noch Scanner, Kopierer und Fax-Gerät ist und per LAN für alle Rechner zur Verüfung steht, und einen Samsung Farb-Laser.
Zum Brother: kann ich immer wieder empfehlen. Immer zuverlässig, immer sauberer Druck, aber eben S/W.
Der Samsung... Naja, angeschafft wurde er wegen des Duplex-Drucks, Farbe kann er auch und trocknet auch nicht ein. Theoretisch gibt es dafür ein LAN-Modul, das ist aber sündhaft teuer.
Für Fotos ist der schlicht ungeeignet. Und ein neuer Satz Toner kostet mehr als der Drucker in der Anschaffung. :o
Fazit: S/W-Laser für wenig-Drucker unbedingt zu empfehlen. Ein Toner kostet um die 55,- und hält lange... sehr lange. Farb-Laser - ich wüsste nicht, welchen privaten Einsatzzweck es gäbe :l
Mein Rechner

Lukas (*) 09.09.1994, (+) 27.04.2009
Vinci (*) 1998, (+)26.04.2010
Momo (*) 1996
Römer (*) 19.03.2010
Mogli (*) 02.04.2010
Aramis (*) 01.08.2010
Atreju (*) 01.08.2010

Offline JoNuber

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Re: Laser fürs Wenigdrucken geeignet?
« Antwort #9 am: 26. Juli 2012, 16:12:44 »
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Meine erhoffte Hauptthese sehe ich nochmal bestätigt - Toner verklumpt, verrostet, verdampft wohl nicht in der Kartusche.

Die Entscheidung, was es bei mir persönlich nun werden wird (Mullti-funki-Schwarzweiß ist auch nicht auszuschließen), habe ich bis auf nach die Sommerferien vertagt, da ich mich gerade in der Reha befinde.

Einen Brother-MuFu-Laser habe ich inzwischen selbst kennengelernt. Sein Besitzer ist sehr zufrieden, druckt allerdings auch recht viel und kann die Kosten absetzen. Bei mir wird's wohl eher Richtung Samsung oder Konica gehen. Hauptkriterium billig.

Jedenfalls - danke nochmal für den vielen und fundierten Sempf!

Offline JoNuber

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Re: Laser fürs Wenigdrucken geeignet?
« Antwort #10 am: 02. Oktober 2012, 15:41:07 »
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So. Also abschließend hier noch die Anschaffung, die's nun wurde.
Seit gestern bin ich stolzer Besitzer eines Ricoh Aficio SP C240DN (und dazugehörendem Bandscheibenschaden durch das 25 kg-Monster :P). Kostenpunkt samt Porto und Verpackung knapp 100 Euro. Tendenz fallend. (lt. heise Preisvergleich)

Duplex (selbständiger Beidseitendruck) kann der, Kabelnetzwerk kann der, und er merkt sich Dokumente bis zu 64 MB Größe. Und wenn Sie drucken wollen, gibt es auch dafür eine Äpp!

Nachkaufkartuschen werden erwartungsgemäß teurer als die Anschaffung eines neuen Lasers. Da scheinen sich die einzelnen Hersteller jedoch alle einig zu sein. Grad wie bei den Tintenklecksmodellen halt. Aber laut Ricoh muss ich mir da ja erst in knapp 1000 Seiten Gedanken machen, was bei mir bestimmt ein paar Jahre dauern dürfte. ;D

Durch einen Vergucker meinerseits kann mein Aficio leider keine Druckersprachen, wie PCL 5/6 oder Postscript 3. Darauf wollte ich eigentlich, dank des Hinweises von TO61 achten. Aber um ehrlich zu sein, ist mir auch nicht klar, wozu genau mein Druckerchen das können muss. Er braucht doch sowieso eigene Treiber, um die Aufträge korrekt umzusetzen?

Nevermind.

Soweit also mein Feedback.
Allen Postern hier nochmals herzlichen Dank für Eure Hilfe!

Offline Rick

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Re: Laser fürs Wenigdrucken geeignet?
« Antwort #11 am: 05. Oktober 2012, 12:39:45 »
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Wenn er PostScript spricht, braucht er eben keinen eigenen Treiber mehr, da "jeder" (sogar von Hand) dann Druckaufträge in dem Format formulieren kann, wenn der Drucker über die notwendigen Fonts verfügt.

Offline T061

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Re: Laser fürs Wenigdrucken geeignet?
« Antwort #12 am: 05. Oktober 2012, 23:37:26 »
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...bzw. reicht dann halt ein universeller PostScript-Treiber. :)
In der Regel machen diese Drucker auch weniger Ärger wenn sie z.B. an einen Printserver angeschlossen werden.

Offline Spartakus

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Re: Laser fürs Wenigdrucken geeignet?
« Antwort #13 am: 06. Oktober 2012, 18:28:36 »
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Ich habe auch schon davon gehört. Momentan habe ich noch einen Tintenstrahldrucker, der mir aber langsam zu teuer wird. Ständig steht da, dass die Tinte alle ist, obwohl noch relativ viel drinnen ist. Dennoch funktioniert es nicht mehr. Ich befasse mich daher auch mit dem Thema und bin dabie mir einen neuen Laser Drucker zu kaufen. Ich denke es ist auf jeden Fall sinnvoll.

Offline JoNuber

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Re: Laser fürs Wenigdrucken geeignet?
« Antwort #14 am: 08. Oktober 2012, 10:32:01 »
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Hmmm. Dass mein Aficio kein Postscript spricht, ärgert mich nun ein bisschen. Irgendwie hab ich da in meiner Jugend als ich mich anno '93 letzmals geschäftlich mit dem Thema Druckersprachen befasst habe, etwas falsch verstanden und war damals wohl einfach zu blöde, das Ganze korrekt zu installieren. Daher meine falsche Schlussfolgerung, dass man immer einen spezialisierten Druckertreiber braucht...

Andererseits... ca. 60 Euro (~ 60 % Mehrpreis) mehr für Postscript und Co. So wichtig ist das dann - simmer ehrlich - in meinem zwei Computer "Netzwerk" auch wieder nicht.

@Spartakus
Wie sich mein neues Druckerchen langfristig verhalten wird, kann ich natürlich noch nicht sagen. Aber meine inzwischen ersten vier Ausdrucke sind hübsch  ;D
« Letzte Änderung: 08. Oktober 2012, 10:33:38 von JoNuber »

 

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