Das Interessante ist, dass der urspruengliche Zweck des Waffenbesitzes eigentlich vollkommen veraltet ist. Der war so gedacht, dass ein Aufstand gegen die Regierung ein Kampf unter Gleichen sein sollte. Was nach der Annektierung der Suedstaaten diesen ein wichtiger Punkt war, um eine erneute Sezession durchfuehren zu koennen.
Nun sind Schusswaffen nunmal verbreitet, und es wird Jahrzehnte brauchen, diesen Genie wieder in die Lampe zu bekommen.
Dass diese Schusswaffen dann die diversen sozialen Probleme (Rassismus als Folge einer Kultur jahrhundertelanger Sklaverei, grosse Armut und eine Gesellschaft die extrem auf den eigenen Gewinn ausgerichtet ist, Subkulturen die nebeneinander existieren, weil jeder der dort lebt Immigrationshintergrund hat) zu einer vermehrten Eskalation mit Waffengewalt fuehren ist dann vorprogrammiert.
Da aber ein Grossteil der Amerikaner aus Europa geflohen sind, weil ihre antiquierte Weltsicht nicht toleriert wurde, und deshalb sich eine erzkonservative Mehrheit bildet, koennen so antiquierte Teile der Verfassung nicht diskutiert werden.
Ich habe neulich mal in einem amerikanisch dominiertem Forum die Frage gestellt, warum der Schwarze der dich mit vorgehaltener Waffe ausuebt, dies nicht im Rahmen eines Freiheitskampfes tut, wofuer ja die Waffe quasi zugelassen ist. Vielleicht sieht er ja seine verfassungsrechtlichen Freiheiten durch die Mittelklasse eingeschraenkt, und beschafft sich das Geld um seine eigenen Freiheiten ueberhaupt wahrnehmen zu koennen. Daraufhin wurde diskutiert, dass er dabei ja die Rechte anderer einschraenke, und es deshalb nicht gelten wuerde. Dass in einem Buergerkrieg man natuerlich auch die Rechte anderer einschraenken wuerde (Timothy McVeigh zum Beispiel koennte man perverserweise als "Buergerrechtler" bezeichnen) wurde dabei nicht eingesehen.
Deshalb denke ich, dass der groesste Motor fuer den Waffenbesitz Konservatismus ist. Und die zweite Motivation die Paranoia der Suedstaatler. Interessant, dass die DDR nach 20 Jahren weniger Einfluss auf das taegliche Leben hat, als der amerikanische Buergerkrieg vor ueber 200 Jahren. Aber es gibt in den USA eben keinen Solizuschlag.