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Re: [Artikel] NVIDIA GeForce GTX 480 - Die Rückkehr des Königs? 
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Zusammenfassung

Autor: DI°G
« am: 05. April 2010, 09:45:59 »

Hi,

@Sentionline: Deine Gainward-Treue in Ehren, aber wenn der Stock-Kühler mit HDT die 480 schon nicht leise in den Griff bekommt, wird es ein Gainward-Kühler wohl schwerlich schaffen. Und im Gegensatz zu Deiner Erfahrung sind die bisherigen Alternativkonstruktionen von Gainward bestimmt nicht durch ihre geringen Geräuschemissionen bekannt geworden. Allerdings ist das Geräuschempfinden immer sehr subjektiv; wenn Du mit Deiner 4850 zufrieden bist, um so besser, aber dies 1:1 auf eine GTX 480 zu übertragen, halte ich für einen frommen Wunsch.

Das Problem alternativer Luftkühlung bei Highend-Grafikkarten - daran kann man nicht oft genug erinnern - ist nicht, die GPU ausreichend zu kühlen, sondern die Spannungswandler. Wer danach trachtet eine Karte, wie die GTX 480, ans Limit zu treiben, der wird das ohnehin mit Wasserkühlung tun. Wer aber das Geräusch unter Luftkühlung minimieren will, der muss sich um die Temperatur der Spannungswandler kümmern und dieses Problem lässt sich bedeutend einfacher bewältigen, wenn zwei Faktoren gegeben sind:
1. Die Möglichkeit, großflächige Kühlkörper anzubringen,
2. Die Möglichkeit, Einfluss auf die Betriebsspannungen zu nehmen.
In dieser Hinsicht hat die GTX 480 im Vergleich zur Konkurrenz im Augenblick einen Nachteil, nämlich, dass noch nicht klar ist, ob sich das neue Voltage Regulation Module zur Spannungssenkung über NiBiTor eignet. Immenser Vorteil der GTX 480 ist aber, dass durch das neue Design die Temperaturen der Spannungswandler wesentlich gesenkt werden konnten. Um 19° C geringere Spawa-Temps im Vergleich zur HD 5870. Dazwischen liegen Welten! Begünstigend hinzu kommt bei der GTX 480, dass sich beispielsweise der von @Peter erwähnte Prolimatech auf der GTX 480 einschließlich der Grundplatte des Stock-Kühlers verwenden lässt. Das ist bei der HD 5870 konstruktionsbedingt unmöglich, bei der GTX 470 leider auch. Unter guter Gehäusebelüftung könnte also auf dem Prolimatech vielleicht sogar ein einziger, auf erträglichen Drehzahlen werkelnder 120er ausreichen, um eine GTX 480 leise zu betreiben. Inklusive Lüfter sind für dieses Vergnügen allerdings nicht nur mindestens 60,- Euro nötig, sondern auch vieeeeeeel Platz.  ;) Trotzdem bleibt festzuhalten, dass bei genauerer Betrachtung eben nicht alles "Müll" ist, was Nvidia da konstruiert hat.
Gruß,
Autor: Owen
« am: 02. April 2010, 14:03:15 »

Die Gainward HD4850 (ohne GS) hat zum Bleistift aber einen der schlechtesten Kühler der HD4850er Reihe. Sehr laut und extrem schlecht geregelt. Ich habe selber die GS-Version, würde mich darauf aber nicht verlassen wollen das alle Kühler "von" Gainward, die nach dem HD4850 GS-Produkt kamen, das gleiche Niveau haben.
Autor: Sentionline
« am: 02. April 2010, 11:26:01 »

Ich hab ja auch eine Gainward HD4850GS. Dieser ist wirklich kühl und leise, was Hardware-Infos mit dem Test der Karte bestätigt hat. Deshalb vertraue ich auf Gainward, das die einen guten Kühler auswählen. Und das die Schrauben aus den USA, Lamellen aus China, die Kunststoffabdeckung aus Taiwan kommt, ist mir relativ latte.
Autor: Peter
« am: 01. April 2010, 20:44:14 »

o_O Gainward baut gar nix - Palit baut und die Kühler lassen Sie auch nur fremdfertigen / entwickeln, und dass diese so gut sind, wie du glaubst, kann ich nicht teilen. Auf einer GTX 275 hätte ich durchaus NVIDIAs Kühlung vorgezogen, schlicht, weil man dort den richtigen Weg zwischen Temperaturen und Lautstärke im lastfreien Betrieb gewählt hatte.  Darauf gab Palit/Gainward nix. Dafür ist der Kühler unter Furmark dann besser gewesen, in der Tat, aber auch mit 32 db(A) laut.

Ich gehe davon aus, dass man an solche GTX 480 Kandidaten mit Prolimatek oder Thermalright Konstrukten und viel Bastelpotential heran gehen muss, will man denn einen Kompromiss zwischen Lautstärke, Temperatur und Leistungsaufnahme erreichen.

Wirkliche Besserungen erwarte ich bei GTX 470; und / oder einer besseren Fertigung GTX 480 im Laufe des Jahres. Bei letzteren Dingen dürfte noch einiges möglich sein.
Autor: Sentionline
« am: 01. April 2010, 19:03:23 »

Gainward baut gute Kühler. Aber auch auf die müssen wir warten...
Autor: Warmmilchtrinker
« am: 01. April 2010, 18:39:01 »

Sehe ich auch so. Um wirklich leise zu werden, muss die Karte mit Wasser gekühlt werden. Oder zumindest mit einem sehr, sehr guten Luftkühler. Außerdem ist das Testsystem hier noch offen, die Temperaturen der Umgebung also deutlich kleiner.
Autor: Peter
« am: 01. April 2010, 16:24:54 »

lol, und wieviel leiser ist sie jetzt dadurch geworden? Finde dich damit ab, dass wenn du mit der Karte liebäugelst, du voraussichtlich auf eine andere Kühllösung setzen werden musst. Der Kühler der GTX 480 ist zwar sehr hochwertig, aber schlicht von der Leistungsaufnahme überfordert.
Autor: Sentionline
« am: 01. April 2010, 12:14:32 »

Na also, es geht doch. Ein 120mm Lüfter mit 4 Distanzstücken dran (per Cyanacrylat), fertig ist der Schalldämpfer für die Rakete. Kostenpunkt: max. 5€, Arbeitszeit: 10 minuten  [doubletumbup]
http://www.golem.de/1003/74213.html

Quelle: http://www.3dcenter.org/news/2010-03-31
Autor: Leander
« am: 30. März 2010, 21:56:17 »

Da stimme ich dir zu. Ich finde es auch irgendwie lustig, dass ATI da etwas wenig Leistung hat, da ATI vor 9 Jahren schon Tessellation an Board hatte, wenn ich mich nicht irre. ^^

Naja, 9 Jahre sind etwas übertrieben, es sind rund 4 Jahre. AMD hat sowas für den Xenos (Xbox 360) entwickelt, und es eben im PC-Bereich mit dem R600 (2006) übernommen. Allerdings lag die Tessellation-Einheit beim R600 und folgenden mehr oder minder brach, weil man die Tessellation mit keiner API (DirectX, OpenGL) ansprechen konnte - man hätte es sicherlich low-level ansprechen können, aber das hat im PC-Spiele-Bereich meines Wissens nie jemand gemacht.  Mit DirectX 11 bzw. OpenGl 4.0 kommt jetzt Tessellation offiziell auf Software-Seite und ist entsprechend nutzbar - die alten AMD Tesselation-Einheiten erfüllen meines Wissens aber nicht die Anforderungen von DX11 und sind somit damit nicht nutzbar.

Von daher ist es die Frage, ob AMD/ATI hier wirklich einen nennenswerten Technik-Vorsprung hatte, oder ob man das Ding für den RV870 nicht sogar komplett neu entwickelt hat. Wobei man an der Stelle auch einfach sagen muss, dass es weniger die Technik, sonder wohl vielmehr die Menge der Einheiten macht. Während AMD einfach nur einen Tesselator für den kompletten Chip hat, setzt NVIDIA auf je einen Tesselator pro Shader-Cluster, was bei Fermi immerhin deren 16 sind. Und das man bei der 16-fachen Menge an Tesselation-Einheiten irgendwo auch bessere Performance in der Hinsicht hat, war ja irgendwo zu erwarten.

Von daher darf man auch durchaus in Frage stellen, ob AMD seiner Architektur mit einem Refresh nicht auch mit Tessellation-Units spendieren könnte, falls es denn nötig wird. Denn aktuell darf man sicherlich auch hinterfragen, ob man abseits synthetischer Benchmarks wirklich so viel Tesselation-Power braucht, wie sie NVIDIA derzeit

Edit: Es sind natürlich 16 Tessellation-Units - eine pro SM. Hab´s ausgebessert.

Zitat
Insgesamt kann man nur sagen, diese Situation finde ich echt bescheiden. Im Endeffekt hat man nun Nachteile auf beiden Seiten und auf einen Preiskampf braucht man nicht hoffen. Schlimmer hätte es für die Käufer nicht kommen können.

Auf was beziehst du dich mit Nachteilen auf beiden Seiten? Es ist ja nicht so, dass AMD/ATI jetzt überhaupt keine Tessellation oder nur miserable Performance dort bieten würde - nur ist man eben sicher nicht so stark aufgestellt wie NVIDIA an dieser Ecke. Preiskampf könnte höchstens über die GTX 470 und die kommenden Mainstream-Karten auf Fermi-Basis entstehen, da gebe ich dir Recht.
Autor: 'Sascha'
« am: 30. März 2010, 19:27:54 »

Und man darf nicht vergessen das Nvidia DX10.1 übersprungen hat und die Performance unter DX11 wirklich gut ist.

Bei AMDs R600 alias RV8x fällt die Leistung des Tesselators im Vergleich zu der GT100 ernüchternd aus. Und zukunftsweisende Spiele wie Metro 2033 demonstrieren eindrucksvoll, das der Nvidia Karte DX11 Titel mehr im Blut liegen.

Da stimme ich dir zu. Ich finde es auch irgendwie lustig, dass ATI da etwas wenig Leistung hat, da ATI vor 9 Jahren schon Tessellation an Board hatte, wenn ich mich nicht irre. ^^


Ich glaube kaum dass man eine 5870 in den nächsten Jahren an ihre Leistungsgrenzen treiben kann...

Da sind wir schon. Alien vs Predator 3 ist auf einem 24" TFT schlecht spielbar wenn man alles bis auf hohes AA aktiviert. Leute, die sich eine neue Grafikkarte in diesem Preisrahmen kaufen, wollen wenigstens die nächsten Monate alles auf max. Einstellungen spielen können.


bis Tesselation breitflächig in Spielen eingesetzt wird, dürften locker einige Monate ins Land gehen - ich wage sogar zu behaupten dass es Jahre dauern wird.

Da bin ich mir nicht so ganz sicher. Mindestens zwei Kassenschlager haben es ja schon an Board. Wer aber nun Recht hat, wird nur die Zeit zeigen können.



Insgesamt kann man nur sagen, diese Situation finde ich echt bescheiden. Im Endeffekt hat man nun Nachteile auf beiden Seiten und auf einen Preiskampf braucht man nicht hoffen. Schlimmer hätte es für die Käufer nicht kommen können.
Autor: DI°G
« am: 29. März 2010, 17:36:37 »

Hi,

a) der Enthusiast weiß darüber Bescheid
b) dem Normalo ist es Bums, da sowohl die 5870 als auch die GTX480 in den meisten Anwendungsfällen ausreichend Performance bieten.

Siehst Du? ... wieder Philosophie. Aber im Gegensatz zu Dir glaube ich an die Lernfähigkeit des "Normalos", wie der Leistungsindex auch.  ;)

Gruß,

Autor: Michael
« am: 29. März 2010, 15:55:11 »


@topic wird aber seit Erscheinen des GF 100 eines immer deutlicher: Dem User wird angesichts der aktuell schwierigen Marktsituation und der Unterschiedlichkeit der Kontrahenden etwas mehr Engagement und Differenzierungsfähigkeit bei der Wahl seiner zukünftigen Grafikkarte abverlangt, als sich mit der gemittelten Gesamtleistung zu begnügen. Das tut einem Leistungsindex aber keinen Abbruch, wenn er eben auch die spezielle Information bereithält. Wer zu faul ist das nachzulesen, der kauft sich halt im ungünstigsten Fall ein Produkt, das nicht zu seinen Bedürfnissen passt und lernt das Lesen halt durch schlechte Erfahrungen.

Gruß,

a) der Enthusiast weiß darüber Bescheid
b) dem Normalo ist es Bums, da sowohl die 5870 als auch die GTX480 in den meisten Anwendungsfällen ausreichend Performance bieten.
Autor: Warmmilchtrinker
« am: 29. März 2010, 15:52:50 »

Ich denke, noch interessanter wird es, wenn beide Karten in vernünftigen Stückzahlen verfügbar sind. Dann wird der Preisunterschied der Karten vermutlich eher noch größer als kleiner. Da ATI die 5850/5870 offenbar deutlich günstiger produzieren kann als Nvidia die GTX 4X0, könnte das für Nvidia zum echten Problem werden. Zuletzt gesehen bei den Geforce GTX 260 und 285, die nicht mehr produziert wurden, weil sie offenbar nicht mal die Kosten gedeckt haben. Und die enorme Komplexität der Geforce GTX 4X0 ist weder den Kosten noch der Ausbeute zuträglich  :-X

Zumal muss man bedenken, dass Die Radeon 58X0 schon ein halbes Jahr am Markt sind. Folglich konnten sie schon dieses halbe Jahr für weitere Entwicklungen nutzen. Die werden mit einem Refresh vermutlich nicht mehr allzu lange auf sich warten lassen, wenn nicht schon ein ganz neuer Chip im Anmarsch ist. Aber das ist jetzt nur Spekulation.
Autor: DI°G
« am: 29. März 2010, 15:21:41 »

Hi,

der gemittelte Performance-Unterschied dient einem pauschalen Vergleich; etwa dann sinnvoll, wenn es beispielsweise um die Frage geht ob es lohnt die vorhandene Graka X durch das Modell Y zu ersetzen. Der limitierende Faktor beim Grafikkartenkauf ist aber in 9,95 von 10 Fällen das Budget. Hat man dann wirklich noch verschiedene Modelle zur Auswahl, lohnt es, sich anschließend mit den Details zu beschäftigen, also welche Auflösung in welchen Qualitätsstufen bei welchen Titeln gespielt werden. Für all das bietet der neue Performance-Vergleich eine leicht zu handhabende Übersicht.
@topic wird aber seit Erscheinen des GF 100 eines immer deutlicher: Dem User wird angesichts der aktuell schwierigen Marktsituation und der Unterschiedlichkeit der Kontrahenden etwas mehr Engagement und Differenzierungsfähigkeit bei der Wahl seiner zukünftigen Grafikkarte abverlangt, als sich mit der gemittelten Gesamtleistung zu begnügen. Das tut einem Leistungsindex aber keinen Abbruch, wenn er eben auch die spezielle Information bereithält. Wer zu faul ist das nachzulesen, der kauft sich halt im ungünstigsten Fall ein Produkt, das nicht zu seinen Bedürfnissen passt und lernt das Lesen halt durch schlechte Erfahrungen.

Gruß,
Autor: Peter
« am: 29. März 2010, 14:41:55 »

Das ist der Nachteil, wenn man einen Gesamtleistungsindex erstellt - er bezieht sich dann nämlich auf die Gesamtleistung. Wir haben im Index aber eben auch nur die Resultate mit AA/AF ausgeworfen, womit man sich ein weiteres Bild machen kann.

Und für alle jenen, die dann halt eben unbedingt nur eine gewisse Auflösung mit AA/AF haben wollen, bieten wir zumindest noch die Option, dass in einer direkten Gegenüberstellung abzufragen:
http://ht4u.net/reviews/2010/nvidia_geforce_gtx_480/index53.php

So kann sich jeder das ganze im Rahmen der Möglichkeiten zurecht biegen, wie er es dann eben sehen möchte.