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Re: Dauererfahrungen mit SSDs 
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Zusammenfassung

Autor: garfield36
« am: 18. Juni 2012, 22:28:20 »

Natürlich kann man selber auf der SSD Platz frei lassen. Sehe allerdings keinen Grund warum man einen Bereich unpartitioniert lassen sollte. Die Logik einer solchen Maßnahme erschließt sich mir nicht wirklich.
Autor: samm
« am: 20. April 2012, 15:59:24 »

Wie auf der Seite vorher steht, zwackt auch Intel beim Overprovisioning einfach von der ursprünglich gleich grossen Kapazität ab. Ergo kann man auch einfach eine andere SSD verwenden und den entsprechenden Platz frei lassen (resp. unpartitioniert lassen, wenn man der Meinung ist, allen sichtbaren Platz füllen zu müssen ;)). Ich verstehe Intel nicht, wie die zu Sandforce wechseln können... Schon die 320 hatte (auch ohne Sandforce) so ihre Probleme, inzwischen sind Intels SSDs definitiv in der 08:15-Liga angekommen.

Meine Langzeiterfahrungen mit einer 64GB C300, einem 128GB C300-HP-OEM-Derivat und einer 128GB Samsung 830: 0 Probleme bisher, wobei nur die noch relativ neue Samsung intensiv genutzt wird (Spiele- und Surf-PC :)). Die Corsair Performance 3 meiner Freundin hingegen hat, Marvell-Controller hin oder her, mit der Zeit unerfreuliche Symptome gezeigt. Vergleichbar vielleicht mit der M4 vor dem Firmware-Update, welches den SMART-Bug behob.
Autor: garfield36
« am: 18. April 2012, 12:35:51 »

Also bleibt in dem Fall nur die Intel-SSD mit Overprovisioning.
Autor: Rick
« am: 18. April 2012, 11:25:30 »

Ah stimmt, RAISE war der Spass, wo sie eine NAND-die fuer Quersummen abstellen.
Das hilft aber eigentlich nur, wenn man erwartet, dass entweder eine komplette Die verreckt.
Denn eigentlich geht Flash nicht so kaputt, dass man davon nicht mehr lesen kann, ausser er geht wirklich komplett kaputt.

Da aber die Samsung- und Marvell- basierten SSD's auch ohne diese zusaetzlichen Abschnitte funktionieren, wuerde ich meinen, dass es eigentlich gar keine Rolle spielt, was alle anderen machen... Solange es nicht besser funktioniert, treibt es nur den Preis pro GB hoch.
Autor: garfield36
« am: 18. April 2012, 11:13:56 »

Mir ging es da mehr um den Unterschied von RAISE und Overprovisioning. Ist die Frage, was genau den Unterschied ausmacht.
Autor: Rick
« am: 18. April 2012, 11:06:07 »

Ja, da irren sich die Junga und Maedels bei Tom's leider.

Intel's "120 GB" hat 128*2^30 Bytes Flash, davon sind 16GB fuer's Overprovisioning abgestellt, so bleiben 120*10^9 Bytes uebrig, was wiederum als eta 112*2^30 Bytes im Betriebssystem angezeigt wird.

RAISE ist lediglich zusaetzliches Overprovisioning.
Wo Samsung und Marvell (OCZ Vertex 4, Octane, Petrol; Crucial, Plextor, etc?) also etwa 7% Beiseite legen, sind es bei Intel und Sandforce basierten SSDs etwa 14%.
Leider hat Tom's nicht verstanden, dass Flash-die's immer Zweiterpotenzen an Bytes bereitstellen. Deshalb ist der Unterschied der Kapazitaet die Windows anzeigt zum naechstgroesseren Vielfachen einer Zweiterpotenz (in der Regel zur naechsten Zweierpotenz, aber es gibt ja auch 40GB und 80GB SSD's und so krumme Nummern) der vom Hersteller angegebenen Groesse der SSD genau die Menge an Flash die beiseite gelegt ist, damit GC vernuenftig funktionieren kann - das sogenannte Overprovisioning.

Ich wuerde dir empfehlen neben Tom's noch weitere Quellen aufzusuchen, denn das enttaeuscht mich schon etwas, dass die nicht verstanden haben, wohin die Kapazitaet verschwindet...
Autor: garfield36
« am: 18. April 2012, 10:53:02 »

Bei Tomshardware steht was anderes:

"Laufwerke von Crucial und Samsung verzichten hingegen auf Overprovisioning, weshalb sie auch 64 GB als Kapazität angeben können, wenngleich Windows auch hier eine geringere nutzbare Kapazität von 59,6 GB anzeigt."

"Darüber hinaus muss man aber noch SandForces RAISE-Technologie  (Redundant Array of Independent Silicon Elements) berücksichtigen, mit der Intel ebenfalls das erste Mal zu tun hat. RAISE sorgt dafür, nicht korrigierbaren Speicherfehlern vorzubeugen, die ECC nicht verhindern kann. Um es zu aktivieren, müsste Intel einen kompletten NAND-Die an Kapazität dafür reservieren. Bei einer 60-GB-SSD wären das bei einem Die immerhin 8 GB. Deshalb entscheiden sich die meisten Anbieter dagegen, dieses Feature auf den kleineren Modellen bereitzustellen. Dafür findet man RAISE fast durchweg bei den 240-GB-Modellen, und selbst bei einigen 120-GB-Versionen ist es aktiviert."

Windows 7 zeigt an, dass sowohl Intels 120 GB große SSD 520 als auch OCZs ebenso große Vertex 3 jeweils über 111,79 GiB an Kapazität verfügen. Dennoch gibt es trotz identischer Speicherkapazität zwischen den beiden einen Unterschied. Indem OCZ bei seinem Modell RAISE aktiviert, stellt die Firma 8 GB des Bruttospeichers für dieses Feature ab, verzichtet aber dafür auf Overprovisioning. Intel geht den umgekehrten Weg, lässt RAISE beim 120-GB-Modell deaktiviert und knapst lieber 8 GB für Overprovisioning ab.
Autor: Rick
« am: 18. April 2012, 10:40:43 »

1 GiB = 1024*1024*1024 B = 1073741824 Bytes.
1 GB = 1000*1000*1000 B = 1000000000 Bytes.
=> Samsung und Crucial legen in etwa 7% der Kapazitaet fuer Overprovisioning beiseite.
Die Flashzellen sind naemlich wie RAM so gebaut, dass man alle binaer adressieren kann, deshalb immer in Zweierpotenzen.
Das angegebene Volumen ist dann aber im Festplattenstil berechnet, mit Zehnerpotenzen.
Windows wiederum gibt dann das Volumen wieder in Zweierpotenzen an, und da "verschwinden" dann die 4GB die zwischen 64GB und 59,6 GB fehlen auch sichtbar. Aber genau in dieser Differenz liegt das Overprovisioning.
Ohne Overprovisioning koennte eine SSD nur sehr schlecht funktionieren, sobald sie gefuellt ist, weil kein Platz mehr fuer den Garbage-collector da waere.
Autor: garfield36
« am: 18. April 2012, 10:29:27 »

Das stimmt so nicht.

Crucial und Samsung machen lediglich weniger Over-provisioning, denn die 64GB Version hat 64GiB Flash aber davon stehen nur 64 GB zur Verfügung, etc.

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Autor: Rick
« am: 18. April 2012, 07:31:57 »

Das stimmt so nicht.

Crucial und Samsung machen lediglich weniger Over-provisioning, denn die 64GB Version hat 64GiB Flash aber davon stehen nur 64 GB zur Verfügung, etc.
Autor: garfield36
« am: 18. April 2012, 02:21:51 »

Zitat Robert

"Ausser die Platte hat dafür Spare Blöcke. Anandtech hatte das bei den ersten Intels beschrieben, wo intern mehr Flash vorhanden war, als der Nutzer effektiv nutzen kann und sollte. Diese Spare-Bereiche dienen nicht nur zum Ersetzen von ausgefallenen Zellen. Selbst wenn der Nutzer die Platte vollgeballert hat, waren so noch Blöcke frei, damit der Controller erstmalumsortieren konnte. Die Intel-SSDs hatten daher unter Lastszenarien weniger Einbrüche als die JMicrons.

Ich kann mir aber vorstellen, dass durch Trim diese Ressourcen weiter gekürzt wurden, damit das Marketing größere SSDs anpreisen kann. Leider gibt es für die aktuellen Produkte keine Angaben darüber."

Zitat Ende


Intel reserviert nach wie vor einen kleinen Teil des Speicherbereiches für Overprovisioning.

Zitat aus dem Testbericht von Tomshardware

"Die SSD 520 folgt dem gleichen Muster, das wir bei SandForce-SSDs inzwischen als Normalfall ansehen, denn bei der gesamten Serie reserviert Intel 7 Prozent des Bruttospeichers und stellt ihn als Reserve fürs Overprovisioning ab. So stecken im 60-GB-Modell beispielsweise eigentlich sogar 64 GB Flash-Speicher, doch für den Nutzer sind unter Windows 55,9 GB nutzbar (nachdem man von der dezimalen auf die binäre Kapazitätsangabe umgerechnet hat). Laufwerke von Crucial und Samsung verzichten hingegen auf Overprovisioning, weshalb sie auch 64 GB als Kapazität angeben können, wenngleich Windows auch hier eine geringere nutzbare Kapazität von 59,6 GB anzeigt."

Vollständiger Test hier: http://www.tomshardware.de/Intel-ssd-520-sandforce-review-benchmark,testberichte-240955.html
Autor: Rick
« am: 02. April 2012, 23:06:20 »

Sicher, dass nicht der SATA-Controller den Geist aufgibt? Oder das Kabel gelitten hat? Ein Problem bei der Stromversorgung?

Ansonsten das übliche, einmal Secure Erase bitte und dann weiterschauen.
Autor: T061
« am: 02. April 2012, 22:48:08 »

Nachdem es schon länger klagen über die lahme Geschwindigkeit des "leicht verkonfigurierten" PCs meiner Eltern gab (ist ein Athlon x2 3800+ mit 1GB RAM von 2006) wurde jetzt auf Windows 7 und eine Corsair F60 SSD (Sandforce) aufgerüstet.

Ich hab mich vorher schlau gemacht, und z.B. rausgefunden, dass man SSDs nicht voll partitionieren sollte, sondern immer ein paar GB unpartitioniert lassen sollte.
Desweiteren sollte das TEMP-Verzeichnis und der Browser-Cache aller User falls möglich auf eine normale Festplatte, eventuell auch das Swapfile (dazu hört man verschiedene Meinungen)

Jedenfalls läuft der PC jetzt extrem zackig und ist nach dem Start wahnsinnig schnell arbeitsbereit.   [doubletumbup] SSDs bringen also auch bei älteren Systemen noch so einiges.

So, sieht so aus als ob sie gestern den geist augegeben hätte.

War bei meinen Eltern, wollte mal was im Internet nachgucken. Auf einmal hängt der Browser und das System komplett, was es sonst nie gemacht hat. Dann ein Bluescreen. Beim Neustart kommt dann chkdsk hoch und stellt einige Fehler fest, die sich nur teilweise reparieren ließen. Darunter auch einiges, was nach System aussieht... Danach kommt nach dem Win7-Logo ein schwarzer Bildschirm....

Nach einem erneuten Neustart erscheint dieser schwarze Bildschirm wieder nach dem Logo und nichts geht mehr. Darauf habe ich die Win 7-DVD geholt und diese "Fehlstart-Reparatur" durchgeführt.
Jetzt ist es so, dass Windows zwar startet, aber alles Ewigkeiten dauert und man den Icons beim Bildaufbau zuschauen kann. :( Alles ist extrem wackelig, Aktionen wie im Explorer auf die Eigenschaften der SSD klicken wird mit kryptischen Fehlermeldungen, einem (ewig dauernden) Explorer-Neustart oder einem Bluescreen quittiert.

Habe noch Crystal Disk Info starten können, die Lesefehlerrate ist im Worst-Bereich, die SSD wurde bisher ca 640 mal eingeschaltet...
Autor: Robert
« am: 28. Juni 2011, 22:18:54 »

Es geht nicht um die Schreibzyklen ;) Du sollst die Platte nicht ganz voll machen, weil dann die Leistung einbricht.
Ausser die Platte hat dafür Spare Blöcke. Anandtech hatte das bei den ersten Intels beschrieben, wo intern mehr Flash vorhanden war, als der Nutzer effektiv nutzen kann und sollte. Diese Spare-Bereiche dienen nicht nur zum Ersetzen von ausgefallenen Zellen. Selbst wenn der Nutzer die Platte vollgeballert hat, waren so noch Blöcke frei, damit der Controller erstmalumsortieren konnte. Die Intel-SSDs hatten daher unter Lastszenarien weniger Einbrüche als die JMicrons.

Ich kann mir aber vorstellen, dass durch Trim diese Ressourcen weiter gekürzt wurden, damit das Marketing größere SSDs anpreisen kann. Leider gibt es für die aktuellen Produkte keine Angaben darüber.

Nichtsdestotrotz ist es doch aber sinnfrei, Temp-Files und Swapfile von der SSD zu verbannen damit die nicht langsamer wird, wenn die Verlagerung dieser Files auf eine HDD letztlich das System noch mehr verlangsamt.

@Byron: Zuverlässigkeitswerte aus MTBF-Berechnungen gelten nur innerhalb der Gebrauchsdauer.
Autor: Byron
« am: 28. Juni 2011, 20:22:17 »

Wie ich geschrieben habe, gibt es effektive Bekämpfungen des Speicherplatz/Leistung-Problem. Zudem macht die Auslagerungsdatei+Rest kaum einen so gewaltigen Anteil einer SSD heutiger Speicherkapazität aus. Wer betreibt/kauft denn jetzt noch SSDs, die effektiv unter 100GB haben? Da werden solche Größen schnell vernachlässigbar. Ich kann dem nachwievor nichts abgewinnen. Imho nur Panikmache.

Anders sieht es aus, wenn man dann eine Lösung findet, wie du es getan hast und damit dann mehrere Fliegen mit einer Klappe schlägt bzw. ganz andere eklatante Ziele verfolgt.

Gruß