Autor Thema: [Spiele] Spielemarkt leidet unter rückläufigen Absatzzahlen  (Gelesen 680 mal)

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Offline HT4U_Newsbot

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Spielemarkt leidet unter rückläufigen Absatzzahlen
                 


Gemäß einer Analyse der NPD Group in den USA ist der Absatz von Video-Spielen, wie der dazu gehörigen Hardware derzeit stark rückläufig. Im Juni erfolgte in den USA ein Umsatzeinbruch von 29 Prozent, verglichen mit dem gleichen Vorjahreszeitraum. Als Gründe dafür sieht man ein verändertes Anwenderverhalten welches sich vorrangig in Richtung Downloads für mobile Gerätschaften und Social Games à la Facebook verlagert.
                 

http://ht4u.net/news/25814_spielemarkt_leidet_unter_ruecklaeufigen_absatzzahlen/
         

Kommentator

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Re: [Spiele] Spielemarkt leidet unter rückläufigen Absatzzahlen
« Antwort #1 am: 17. Juli 2012, 10:53:38 »
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Die (Finanz)Kapitalismus-Krise, also Systemkrise, ist sicher auch zum Teil daran "Schuld". Wenn der Gürtel immer enger wird, schränkt ein Teil der Gesellschaft zuerst die Luxusgüter ein. Natürlich ist auch zu beobachten, dass ein Teil des Prekariats dennoch nicht auf riesen Flachbildschirm, Smart Phone und andere Statussymbole mit Apfel und Co. verzichtet, notfalls mit Verschuldung. Aber ein Spiel bekommt man auch noch auf andere Wege. Es fällt aber auch immer stärker auf, dass Games einen rapiden Preisverfall haben. Nicht nur Titel wie Dirt Showdown und Deus Ex III, die im AMD-Programm enthalten sind, kosten nur noch grob 10,- als Steam-Download. Auch Games wie Max Payne 3 werden einem schon nach kurzer Zeit für ein "Appl" und ein "i" hinterhergeworfen (zumindest auf ebay).   

Der Paule

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Re: [Spiele] Spielemarkt leidet unter rückläufigen Absatzzahlen
« Antwort #2 am: 17. Juli 2012, 11:37:45 »
0
Natürlich ist auch zu beobachten, dass ein Teil des Prekariats dennoch nicht auf riesen Flachbildschirm, Smart Phone und andere Statussymbole mit Apfel und Co. verzichtet, notfalls mit Verschuldung.

Für diesen Ausstoß reichliche vorhandener Vorurteile, hätte ich jetzt gerne eine statistisch relevante Quelle mit zuverlässigen Zahlen.

@Topic
Man kann das Geld eben nur 1x ausgeben. Zuerst die Musikindustrie, dann die Kneipen :-), jetzt die Videospiele. Irgendwen trifft es immer, wenn neue Technologien den "gleichen" Kuchen beackern. Die maßlose Geldumverteilung von fleißig nach reich, tut dann ihr Übriges. Da hilft nur der Steam-Summer-Sale :-)


Offline Sleepwalker

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Re: [Spiele] Spielemarkt leidet unter rückläufigen Absatzzahlen
« Antwort #3 am: 17. Juli 2012, 14:43:54 »
0
Wundert mich, dass kein Wort von Raubkopierern erwähnt wird. Normalerweise werden die ja beschuldigt, sobald es Rückgänge bei Spieleverkäufen zu verzeichnen gibt :p

Mich wundert es nicht, dass weniger Spiele verkauft werden. Ich persönlich kaufe weniger, weil ich der Fortsetzungen leid bin. D3 hab ich nicht gekauft, weil ich ein rpg ohne Skilltree öde finde, weil mich die Notwendigkeit der Nutzung des AH´s, um an bessere Ausrüstung zu kommen, schlicht langweilt und weil ich mich noch erinnern kann, wie D2 war. Nämlich ziemlich schnell langweilig mit all der Wiederholung.

Meiner Meinung nach kann man Händyspiele nicht mit Spielen auf PC und Konsolen vergleichen und deshalb kann man nicht von einer Verdrängung oder Abwanderung der Kunden aufgrund von Händyspielen sprechen.

Händyspiele sind praktisch um ein paar Minuten in einer Warteschleife zu verkürzen, aber nicht dafür geeignet stundenlang damit zu spielen. Der Markt vergrössert sich nur deshalb, weil man eher schnell mal 5 bis 10 Euro ausgibt als 50+, weil es etwas Neues ist und weil man sich unterwegs die Zeit vertreiben kann ohne ein Notebook mitzuschleppen.

Langer Rede kurzer Sinn. Die Spieleindustrie glänzt mit Wiederholung anstatt Innovation. Sei es Wiederholung in Form von Sequels oder z. B. in Form von täglichen Quests bei MMORPG´s. Das Ergebnis ist Käuferschwund und diesen hätten Grundschüler voraussagen können ;)

Wenn Spiele sich um 50 Euro nicht verkaufen, um 10 jedoch schon, sollte dies den Herstellern auch etwas mitteilen. ;)
Das grösste Problem mit Computern sitzt zwischen Tastatur und Sessellehne

Offline Robert

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Re: [Spiele] Spielemarkt leidet unter rückläufigen Absatzzahlen
« Antwort #4 am: 17. Juli 2012, 16:09:43 »
0
Händy? ^^

ääääääääääääääääääääääääää? ;)

Für mich leiden PC-Spiele auch unter der immer stärker werdenden Versimplifizierung.
Bsp.: Schlauchlevels und Quick-Time-Events.
Warum waren Skyrim, Fallout und GTA so erfolgreich? Weil es offene Welten waren, in denen der Spieler sich verwirklichen konnte und nicht nur das machen durfte, was das Spiel ihm vorgab (z.B. wie bei CallofDuty). Es ist halt schade, dass oft Anspruch und Komplexität zugunsten einer filmartigen Präsentation geopfert wird.
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Offline Rick

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Re: [Spiele] Spielemarkt leidet unter rückläufigen Absatzzahlen
« Antwort #5 am: 18. Juli 2012, 17:18:31 »
0
Offene Welt?
An dieser Stelle moechte ich die ARMA:Combined Operation Modifikation DayZ dem geneigten Leser empfehlen.
Zombie-survival in einer offenen Welt, persistentes online Multiplayer.
Charactertod ist endgueltig.
Die ARMA-Engine ist recht unnachgiebig.
Der Tod lauert ueberall.

Jeder andere Mitspieler kann eine Gefahr oder eine Hilfe sein.

Geniales Konzept, aktuell noch in einer relativ fruehen Entwicklungsphase, und hat eine enorme Beliebtheit. Zurecht, wie ich finde, das Konzept ist gut, und brauchbar umgesetzt. Und dadurch dass der Tod nicht rausabstrahiert wurde, sondern jedesmal einen auf 0 zuruecksetzt, zwingt es einen zu ueberlegen, zu planen....aber auch das hilft meistens nicht. Und so lernt man auch das verlieren. Etwas was ja vielen Spielern sehr schwer faellt, heutzutage. Dort kann es aber selbst den vermeintlich Besten erwischen.

Aktuell ist das einzige Problem, dass es etwas viele Camper (Friendly Fire ist an, und dmait PvP vorgesehen) in den groesseren Ortschaften gibt, aber mit etwas Organisation kann man die meistens ausraeuchern.

Das Mod ist der Grund weshalb ARMAII:CO die letzten Monate bei Steam die Bestsellerliste anfuehrt...

Chevarez

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Re: [Spiele] Spielemarkt leidet unter rückläufigen Absatzzahlen
« Antwort #6 am: 18. Juli 2012, 19:39:15 »
0
Und das Beste daran: DayZ ist, genauso wie auch die meisten anderen Mods und Communty-Addons von und für ArmA II, absolut kostenlos. Noch genialer: DayZ soll angeblich sogar in den nächsten offiziellen Patch für ArmA II integriert werden. Patch, nicht DLC - also ebenfalls komplett kostenlos.

DLCs gibt es zwar auch für ArmA II, aber diese sind nicht zwingend notwendig, um gegen andere Nutzer ohne diese DLCs spielen zu können, sondern beschränken sich z. B. nur auf verbesserte Texturen. Einzig die zusätzlichen Maps der DLCs sind nicht in den Patches des regulären ArmA II integriert, so dass man auf diese und die dazu gehörende Kampagne leider verzichten muss. Alle anderen Community-Missionen funktionieren jedoch übergreifend, so dass man durchaus auch als Spieler ohne DLCs mit Spielern mit installierten DLCs zusammen spielen kann.

Dass für ein am 29. Mai 2009 erschienenes Spiel auch jetzt, mehr als 3 Jahre später, noch offizielle Patches herauskommen und die Community täglich neue Addons und Mods entwirft, die auch ein so altes Spiel noch unter die aktuelle Top10 der Steam-Games bringen können, spricht für den Einsatz, den Bohemia Interactive (Spieleschmiede hinter ArmA II) täglich aufbringt, um seine Community bei Laune zu halten.

Warum ich das alles erzähle? Weil man dadurch schön sieht, dass die Abkehr von Mainstream, zig-fachen Wiederholungen, Schlauch-Levels, massivem DRM, Online-Zwang und kurzfristigem bis überhaupt nicht vorhandenem Support doch etwas bewirken kann. Wenn man sich dann noch der Community öffnet und diese mit Tools versorgt, mit der sie das Spiel selbst verbessern und verändern kann, dann hat man schon fast ein Erfolgsrezept.

Illegal kopiert wird immer und das kann man auch nicht verhindern. Wenn man sich aber um die Kundschaft kümmert, die bereit ist, auch etwas zu zahlen, dann kann man auch heute noch, Abseits der Konsolen- und Casual-Games, Geld mit Spielen für den PC verdienen und interessante Projekte schaffen. Daran sollte sich Ubisoft oder EA mal ein Beispiel nehmen.

 

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