Und das Beste daran: DayZ ist, genauso wie auch die meisten anderen Mods und Communty-Addons von und für ArmA II, absolut kostenlos. Noch genialer: DayZ soll angeblich sogar in den nächsten offiziellen Patch für ArmA II integriert werden. Patch, nicht DLC - also ebenfalls komplett kostenlos.
DLCs gibt es zwar auch für ArmA II, aber diese sind nicht zwingend notwendig, um gegen andere Nutzer ohne diese DLCs spielen zu können, sondern beschränken sich z. B. nur auf verbesserte Texturen. Einzig die zusätzlichen Maps der DLCs sind nicht in den Patches des regulären ArmA II integriert, so dass man auf diese und die dazu gehörende Kampagne leider verzichten muss. Alle anderen Community-Missionen funktionieren jedoch übergreifend, so dass man durchaus auch als Spieler ohne DLCs mit Spielern mit installierten DLCs zusammen spielen kann.
Dass für ein am 29. Mai 2009 erschienenes Spiel auch jetzt, mehr als 3 Jahre später, noch offizielle Patches herauskommen und die Community täglich neue Addons und Mods entwirft, die auch ein so altes Spiel noch unter die aktuelle Top10 der Steam-Games bringen können, spricht für den Einsatz, den Bohemia Interactive (Spieleschmiede hinter ArmA II) täglich aufbringt, um seine Community bei Laune zu halten.
Warum ich das alles erzähle? Weil man dadurch schön sieht, dass die Abkehr von Mainstream, zig-fachen Wiederholungen, Schlauch-Levels, massivem DRM, Online-Zwang und kurzfristigem bis überhaupt nicht vorhandenem Support doch etwas bewirken kann. Wenn man sich dann noch der Community öffnet und diese mit Tools versorgt, mit der sie das Spiel selbst verbessern und verändern kann, dann hat man schon fast ein Erfolgsrezept.
Illegal kopiert wird immer und das kann man auch nicht verhindern. Wenn man sich aber um die Kundschaft kümmert, die bereit ist, auch etwas zu zahlen, dann kann man auch heute noch, Abseits der Konsolen- und Casual-Games, Geld mit Spielen für den PC verdienen und interessante Projekte schaffen. Daran sollte sich Ubisoft oder EA mal ein Beispiel nehmen.