
Samstag, den 3. April 2004
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Intel vereint in Zukunft Notebook und Desktop Prozessoren? 65 nm erst 2007?
Im Moment bietet der Prozessor-Experte Intel verschiedene Prozessoren mit unterschiedlichen Kernen an, die für ein bestimmtes Einsatzgebiet vorgesehen sind. So findet sich auf dem Desktop der Pentium 4 mit Northwood und neuerdings Prescott Core, während im mobilen Markt zum Beispiel der Pentium M mit Banias beziehungsweise ab dem zweiten Quartal mit Dothan Core werkelt.
Ab 2007 soll sich das Konzept des Chipriesen nach einem Bericht des taiwanischen Nachrichtenblattes DigiTimes angeblich grundlegend ändern. So wolle man auf Basis der 65 Nanometer Fertigungstechnik Prozessoren auf Basis des Merom Kerns produzieren, der sowohl im Desktop als auch im Mobile Sektor zum Einsatz kommen soll. Differenzen in Leistung und Preis wolle man dann je nach Anwendungsbereich beispielsweise auch oder hauptsächlich mit der Größe des Caches realisieren. Des Weiteren solle er laut DigiTimes kompatibel zur aktuellen Architektur sein und auf den derzeitigen Mobile-CPUs basieren, mit welchen entweder der in Bälde erwartete Dothan-Prozessor oder womöglich dessen Nachfolger Jonah, der Mitte 2005 erscheinen soll, gemeint sein dürften.
Gleichzeitig wolle man die Prozessoren, welche auf der sogenannten Netburst Architektur aufsetzen, mit diesem Zeitpunkt auslaufen lassen. Hauptsächlich dürfte damit die aktuelle Desktop-Reihe des Pentium 4 gemeint sein, welche Intel seit kurzem mit dem neuen Prescott-Core durch die enorme Leistungsaufnahme besonders zu schaffen macht. Dies soll auch einer der Gründe für deren womögliches Ende sein. Weiterhin würde dies bedeuten, dass der Nachfolger des für Q4 2004 erwarteten Tejas mit Codenamen Nehalem der letzte Desktop-Prozessor in seiner traditionellen Form wäre. Er soll nach letzten Informationen etwa 2006 auf den Desktop-Markt vorstoßen.
Fraglich bleibt zu diesem Zeitpunkt, ob man erstmals mit dem Merom auf die 65 nm Technologie umsteigen will oder den Tejas schon wie bisher vermutet ab mit 2005 diesen Strukturen produzieren will. Angesichts der aktuellen Lage beim 90 nm Fertigungsprozess, der für Intel anscheinend noch immer nicht die gewünschten Ergebnisse liefert, könnte man meinen, dass eine Verzögerung zum nächst kleineren Schritt durchaus möglich wäre. Betrachtet man auf der anderen Seite jedoch die Pläne der Konkurrenz, die erste 65nm-Prozessoren für Mitte 2005 plant, scheint die Wahrscheinlichkeit eines ebenso kleinen Tejas wieder zu steigen. Außerdem bliebe ja noch der Nehalem, welcher allerdings recht wahrscheinlich in dieser Größe gefertigt werden wird. Ein weiterer Grund für die Annahme wäre der bereits erwähnte Jonah, welcher als mögliche Grundlage für den Merom auch schon mit 65nm-Stukturen gefertigt werden könnte. Doch wollen wir uns vorerst nicht allzu tief in Spekulationen verrennen, denn bis 2007 bleibt noch viel Zeit.
Zusammenfassend bleibt festzuhalten, dass die DigiTimes auf eine neue 65 nm Prozessor-Generation mit Merom-Core spekuliert, die 2007 erscheinen und den bisher streng getrennten Desktop und Mobile Bereich vereinen soll. Weiterhin soll der traditionelle Pentium 4 nach vielen erfolgreichen Jahren schließlich auslaufen. Wie weit Tejas und Nehalem betroffen sein werden, ist noch nicht abzuschätzen. [rl]
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