
Donnerstag, den 6. Mai 2004
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Microsofts "Longhorn" wird extrem Ressourcen-Hungrig?
Das Betriebssystem der Zukunft von Microsoft, von dem bereits seit geraumer Zeit zahlreiche Alpha-Anschauungsstücke durch das World Wide Web geistern, könnte nach Informationen des Inquirer alles andere als bescheiden im Bezug auf die Hardware-Anforderungen werden. Schienen damals die empfohlenen Komponenten für Windows XP schon überaus hoch, legt der größte Software-Konzern der Welt mit Longhorn noch einen Gang zu.
So empfiehlt man neben einer 4 GHz CPU mit zwei Prozessor-Kernen und etwa einem Terrabyte Festplatten-Speicher rund 2 GB Arbeitsspeicher und Gigabit-Ethernet. Auch in Sachen Grafik erwartet man die dreifache Performance heutiger Highend-Chips.
Natürlich sind solche Aussagen überaus differenziert zu betrachten. So bleibt zum Beispiel offen, welche typischen Anwendungen für solch eine Konfiguration überhaupt in Betracht gezogen wurden oder wie weit man sich mit dieser Aussage von der minimalsten Hardware entfernt hat. Denn grundsätzlich stimmt es immer, dass das System besser und schneller arbeitet, wenn die Komponenten genügend Kraft mitbringen.
Bedenkt man weiterhin, dass bereits 2005 erste Dual-Core Prozessoren erscheinen sollen und Systeme mit 1 GB Arbeitsspeicher schon heute keine Seltenheit mehr darstellen, wirken Microsofts Prognosen alles andere als utopisch. Schließlich sind bis zur Einführung des neuen Betriebssystems noch mindestens zwei Jahre zeit, in denen auch die Hardware-Entwicklung nicht stehen bleibt. Schon Ende 2004 will Intel zum Beispiel erste CPUs mit etwa 4 GHz auf den Markt bringen. Man sollte sich also von den heute noch erschlagend wirkenden Anforderungen nicht abschrecken lassen. Viel eher darf man gespannt sein, wie weit die Entwicklung in zwei Jahren tatsächlich schon sein wird und wie viele der versprochenen Features tatsächlich von Microsoft integriert werden. [rl]
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