
Mittwoch, den 8. Juni 2005
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Zusammenfassung der WWDC
Über den Wechsel von Apple auf Intel Prozessoren dürfte inzwischen jeder informiert sein. Inzwischen gibt es dazu Stellungnahmen verschiedener Gruppen. Macnews.de befragte dazu sowohl Entwickler als auch Händler. Prinzipiell herrscht ein postiver Grundtenor, nach Angaben der Entwickler ist der Wechsel der Prozessorplattform auf einem Betriebssystem leichter als der Wechsel des Betriebssystems bei gleicher Prozessor-Architektur. Der Support für PowerPC-basierende Macs soll auf alle Fälle noch bis zum Jahr 2010 weiter geführt werden. Die Händler reagierten etwas verhaltener, für sie wird der Wechsel ja auch erst richtig interessant, wenn die ersten Macintosh Computer mit den neuen Prozessoren in einem Jahr erscheinen. Man erwartet eine Verbesserung bei der Verfügbarkeit der Produkte, bei einigen Modellen gab es in der Vergangheit einige Probleme durch Lieferschwierigkeiten.
Von Apple gab es zum Preis von 999 US-Dollar zur WWDC ein Entwicklerpaket, bestehend aus einem mit 3,6 GHz getakteten Pentium 4, der in einem Power Mac G5 Gehäuse untergebracht wurde. Weiterhin enthalten ist eine spezielle Ausgabe von Mac OS X 10.4.1 für Intel Prozessoren. Trotz NDA (Non Disclosure Agreement) gibt es erste Screenshots des System Profilers. Aus der BIOS Bezeichnung "EV91510A.X86..." und dem Gehäuse Foto kann man auf dieses Intel Mainbaord mit 915GV Chipsatz schließen. Ebenso sind die Ersten inoffiziellen Benchmark-Ergebnisse aufgetaucht, die aber ein uneinheitliches Bild ergeben. Die verwendete Testsoftware Xbench läuft dabei in der bereits von uns angesprochenen Emulations-Umgebung "Rosetta". Diese kann "nur" eine dem PowerPC G3 kompatible Umgebung bereitstellen, Altivec und weitere G4 bzw. G5 spezifische Erweiterung werden nicht emuliert. Trotzdem kann sich der verwendete Pentium 4 in einigen Benches bereits behaupten. Ernsthafte Aussagen lassen sich aber erst mit den fertigen Produkten und einem nativ laufenden Benchmark treffen.
Es gab aber auch noch weitere Neuigkeiten auf der Entwicklermesse. So gibt Apple jetzt sämtliche Bestandteile des Safari Browsers unter der Adresse http://webkit.opendarwin.org/ als OpenSource frei. Das WebKit beinhaltet die beiden Frameworks WebCore und JavaScript Core, die auf der KDE Web-Engine KHTML basieren. Das WebKit wird unter Mac OS X nicht nur vom Safari Browser genutzt, sondern bildet auch die Grundlage für eine Vielzahl von Anwendungen.
Online Verfügbar ist jetzt auch die Keynote von Apple CEO Steve Jobs. Dazu benötigt man unter Windows die ebenfalls neu vorgestellte Preview Version von QuickTime 7, da hier erstmals der neue H.264 (AVC) Codec zum Einsatz kommt. Auf dem Apple Server sind außerdem noch einige Impressionen von der Messe in San Francisco zu finden. [ch]
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