
Sonntag, den 9. Oktober 2005
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OpenDocument soll ISO-Standard werden
Wie die Kollegen von Golem berichten, wurde ein Antrag auf Anerkennung des Office-Dateiformat OpenDocument als ISO-Standard bei der International Organization for Standardization von OASIS eingereicht.
Bereits im Mai 2005 veröffentlichte die "Organization for the Advancement of Structured Information Standards" (OASIS), das auf dem OpenOffice.org-Dateiformat basierende aber in einigen Punkten abgeänderte und frei zugängliche OpenDocument-Format. Als Grundlage für das OpenDocument dient XML und um Platz zu sparen wird es anschließend noch mit dem Packalgorithmus ZIP komprimiert. Somit ist das OpenDokument, entgegen der bisherigen Microsoft Office-Formate, nach dem entpacken mit einem einfachen Texteditor zugänglich.
Mircosoft hat OpenDocument bereits eine Absage erteilt und will in seiner neuen Offic-Suite (Office 12) auf eigene XML-basierende Formate setzen. Andere Programme hingegen, wie z.B. KOffice, AbiWord oder das ebenfalls von Sun Microsystems stammende StarOffice (ab Version 8.0) unterstützen schon das neue Format. Die OpenOffice.org-Suite wird mit der Kürze erscheinenden Version zwei, ebenfalls Unterstützung für das OpenDocument-Format bieten.
Ob sich das neue Format wirklich durchsetzen kann und auch unter den Anwendern als Standard angesehen wird, bleibt abzuwarten, scheint aber unwahrscheinlich falls Microsoft wirklich dauerhaft auf OpenDocument verzichtet. Eine erste „kleine Rüge“ bekam Microsoft vom US-Bundesstaat Massachusetts erteilt, welcher auf das freie OpenDocument-Format nicht verzichten will und somit komplett bis zum Januar 2007 (betroffen sind ca. 50 000 PCs) von der Microsofts Office Suite auf das kostenlose OpenOffice.org umsteigen wird.
Alles in allem wäre es für den Anwender sicherlich wünschenswert, würde sich ein einheitlicher Standard durchsetzen. Schon alleine um Dokumente, unabhängig vom Programm mit welchen diese erstellt wurden, ohne irgendwelche Probleme öffnen zu können. [ls]
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