
Mittwoch, den 18. Januar 2006
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Intel gibt positives Quartalsergebnis für 2005 bekannt
Der Prozessor-Gigant konnte für das vierte Quartal weiteren Zuwachs bei Gewinn und Umsatz vermelden und erreicht so im Blick auf das Gesamtjahr eine Gewinnsteigerung von 19 Prozent auf 12,1 Milliarden US-Dollar im Vergleich zu 8,7 Milliarden im Jahre 2004, während der Umsatz um 13,5 Prozent auf 38,8 Milliarden US-Dollar anstieg. Im Quartalsvergleich zum Vorjahr konnte Intel ebenfalls etwas zulegen und erreicht einen 6 Prozent höheren Umsatz sowie 16 Prozent höhere Einnahmen. Trotz der guten Ergebnisse lag Intel insgesamt hinter den Erwartungen verschiedener Analysten zurück, die statt einem Gewinn von 40 Cent pro Aktie mit 43 Cent gerechnet hatten.
Interessant ist die Verteilung des Umsatzes auf die einzelnen Bereiche, die sich einem deutlichen Trend fügen mussten. So übernimmt zwar das Digital-Enterprise-Segement trotz eines Rückgangs von fünf Prozent weiterhin die Hauptlast, doch konnte man sich im mobilen Bereich um deutliche 45 Prozent verbessern. Gleichzeitig konnte man das operative Einkommen im Mobil-Bereich um 65 Prozent steigern, während die Einnahmen im Enterprise-Segment Konstant blieben. Positiv entwickelte sich auch der Flashbereich, mit dem Intel neue Rekordzahlen bei vergleichsweise hohen Preisen erreichen konnte.
Im geografischen Hinblick ist vor allem der extreme Rückgang der Umsätze in Europa und Nordamerika festzustellen. So sank der Anteil von Europa im Q4 2000 mit 25 Prozent auf nunmehr 23 Prozent im vierten Quartal 2005, während der Anteil in Nordamerika von anfangs 41 Prozent auf nur noch bescheidene 18 Prozent zurück ging und damit nur noch jeder fünfte Dollar im eigenen Land umgesetzt wird. Als wahrlicher Aufsteiger konnte sich der Großraum Asien präsentieren, der von einem einstigen Anteil von 25 Prozent auf nunmehr 50 Prozent zugenommen hat und für Intel nun eine Hauptrolle im Geschäft spielt. Nicht eingeschlossen sind dabei die relativ konstanten 9 Prozent Umsatz, welche zusätzlich noch in Japan erwirtschaftet werden.
Gespannt sein darf man übe die zukünftige Entwicklung des Giganten, der es vor allem bei wachsender AMD-Konkurrenz zunehmend schwerer haben dürfte. Zwar hat Intel bisher bei den Großabnehmern noch die besseren Karten, doch nützen diese einem nicht viel, wenn man, wie 2005 geschehen, mit erheblichen Schwierigkeiten bei den Lieferungen zu kämpfen hat. Klare Priorität dürfte auch weiterhin das Notebook-Segment haben, dass auf absehbare Zeit wohl zu immer höherer Bedeutung gelangen wird. Zugleich versucht sich Intel ja auch mit Viiv im Entertainment-Bereich zu etablieren.
Die ausführlichen Zahlen finden sich auf der offiziellen Webseite des Unternehmens. [rl]
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