
Dienstag, den 16. Mai 2006
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AMD präsentiert energiesparende Prozessoren für den Sockel AM2
Die Advanced Micro Devices haben nun offiziell ihre Prozessoren für den neuen Sockel AM2 vorgestellt, die hauptsächlich durch ihre deutlich geringere Leistungsaufnahme überzeugen sollen. So nennt der Halbleiterexperte für die CPUs nunmehr eine Thermal Design Power von maximal 65 Watt, die bei einigen Modellen sogar bis auf 35 Watt abgesenkt wurde. Noch Anfang des Jahres war man von einer Leistungsaufnahme der neuen 90-nm-Prozessoren von den üblichen 89 Watt ausgegangen, die im Idealfall bei langsamen Modellen bis auf 62 Watt sinken sollten. Auch der damals angenommene Einführungstermin im Juni wurde nun um einige Wochen vorgezogen, möglicherweise auch aus Respekt gegenüber der Konkurrenz. So bringt Intel mit seinen 65-nm-Modellen bei vergleichbarer Leistungsaufnahme sogar zum Teil nach bisherigem Kenntnisstand eine bessere Performance und könnte damit AMD im den kommenden Monaten durchaus in Bedrängnis bringen.
Von den bereits aufgetauchten Spitzenmodellen Athlon 64 FX-62 und Athlon 64 X2 5000+ ist bisher jedoch noch keine Spur. Diese Geschosse dürfte sich das Unternehmen für eine spätere Gelegenheit aufheben, um die Unterschiede nicht allzu groß werden zu lassen.
| Prozessor | TDP | Preis | | Athlon 64 X2 4800+ | 65 Watt | $671 | | Athlon 64 X2 4600+ | 65 Watt | $601 | | Athlon 64 X2 4400+ | 65 Watt | $514 | | Athlon 64 X2 4200+ | 65 Watt | $417 | | Athlon 64 X2 4000+ | 65 Watt | $353 | | Athlon 64 X2 3800+ | 65 Watt | $323 | | Athlon 64 X2 3800+ | 35 Watt | $364 | | Athlon 64 X2 3500+ | 35 Watt | $231 | | Sempron 3400+ | 35 Watt | $145 | | Sempron 3200+ | 35 Watt | $119 | | Sempron 3000+ | 35 Watt | $101 |
AMD selbst plant, wie bereits berichtet, eigene Prozessoren auf Basis der 65-Nanometer-Technologie erst ab 2007 auf den Markt zu bringen. Bis dahin heißt es für das Unternehmen wohl oder übel kräftig zu Kurbeln, um weiterhin Schritt halten zu können. Bedenkt man, dass man mit Einführung der 64-Bit-Technologie die großen Konkurrenten recht gut ins Schwitzen hatte bringen können, wird es nun Zeit für AMD, den eigenen Vorsprung nicht wieder schwinden zu lassen. Intel hat mit seinen neuen Kernen überaus gut nachbessern können und dürfte auch in Sachen Dual-Core-Technologie nur wenige Nachteile durch die am Frontsidebus ausgerichtete Architektur davon tragen, zumal dieser mit Bandbreiten von bis zu 1333 MHz durchaus beachtliche Maße annehmen wird.
Insgesamt kann man den Schachzug von AMD dennoch als recht gelungen betrachten. Hatte der Sockel AM2 bisher durch seine Voraussetzung für DDR2-Speicher für den Endkunden bedingt durch die geringen Performance-Vorteile bisher kaum ein Kaufargument dargestellt, setzt AMD nun alles auf eine Karte. AM2 rückt damit eher in den Status eines Stromspar-Sockels, der insbesondere für Anwender, die sich nach leisen und energiesparenden Systemen sehnen von Interesse sein dürfte. Ob dieses Argument allerdings ausreicht, um eine Entscheidung gegen Intel zugunsten von AMD zu fällen, sei jedoch dahingestellt. [rl]
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