
Donnerstag, den 18. Mai 2006
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Online-Musik-Verkäufer: "DRM ist dumm"
Wie TF1 berichtet, stammen diese Worte von Ged Day, Betreiber einer Internetseite, die Musikstücke ohne DRM verkauft, sowohl als MP3 als auch in verlustfreien Formaten. Damit stellt er sich gegen zum Beispiel die SACD, nach deren Meinung eine Privatkopie nur legal sein kann, wenn der Rechteinhaber (z.B. durch Benutzung von Spyware und Malware) von vorneherein die Anzahl möglicher Kopien bestimmen kann.
Auf die Frage, ob die verkauften Stücke auf P2P-Netzwerken verbreitet würden, antwortete er, daß er das nicht wisse, da keine entsprechenden Statistiken vorlägen, daß die Verbaucher aber eher seine Seite empfehlen als die erworbene Musik zu verbreiten. Die Verbraucher hätten sich entschieden zu bezahlen, sie hätten sich damit entschlossen, den Künstler zu unterstützen, warum sollten sie ihm hinterher schaden...?
Ebenso wurde er gefragt, wieso er gegen DRM sei. Seine Antwort: Proprietäre Formate seien dumm, folglich sei auch DRM dumm. Leute beschwerten sich, die gleiche Musik erst als Vinyl, dann als CD, und dann auf iTunes gekauft zu haben. Wenn sie noch etwas warten, könnten sie die gleiche Musik gleich noch einmal kaufen, wenn iTunes Werbung für ein neues Format mit noch besserer Qualität mache.
Natürlich liegt es in der Natur der Sache, daß man ein auf diese Weise legal erworbenes Musikstück ohne DRM beliebig auf einem MP3-Player, PC oder CD-Player anhören kann, da ja niemand versucht, wie zum Beispiel im Falle von Un-CDs, all das zu verhindern. Daß die Seite momentan einen zusätzlichen Mitarbeiter sucht spricht auch eher für ihren Erfolg als dagegen. [an]
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