
Dienstag, den 25. Juli 2006
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Neues zum AMD-ATI Deal: Nvidia sieht rosige Zeiten kommen

Nvidia Pressechef Derek Perez äusserste sich gegenüber der us-amerikanischen Gamerwebseite firingsquad zum Kauf von ATI durch AMD und sieht für sein Unternehmen nur positive Aspekte. Er ist begeistert darüber, dass künftig nur noch Nvidia High-End Chipsätze für Intel und AMD Systeme anbieten wird, denn die Lizenz für ATI, auf Intelsystemen Chipsätze anbieten zu dürfen, läuft Ende 2007 aus und bisher hatte Intel noch kein Zeichen ausgesendet, dass sich daran was ändern könnte.
Dass hier ein Marketingexperte spricht, merkt man an der verschwiegenen Tatsache, dass ATI nach wie vor an der Roadmap festhalten und auch in naher Zukunft potente Chipsätze auf den Markt bringen will. Dies bestätigte am Montag Dave Orton, CEO von ATI in einer Telefonkonferenz gegenüber seinen Investoren.
Perez vergleicht den AMD-ATI Deal mit dem 3dfx „Desaster“, bei dem der dazumalige Marktleader im 3D Grafikkartensegment pleite von Nvidia übernommen wurde. Der „kleine“ Unterschied, ATI ist nicht Pleite und der Kauf hat AMD deutlich mehr gekostet. Zur viel angetönte Synergie zwischen AMD und ATI, bei welcher ATI von den AMD Ingenieure profitieren soll, meinte Perez, dass die Mitarbeiter von AMD genügend zu tun haben um Intels Conroe und Woodcrest Paroli zu bieten und daher kaum Kapazität haben um ATI zu unterstützen und das für die nächsten zwei Jahre.
Intel wurde von den Kollegen ebenfalls befragt, unter anderem wollten sie wissen, wie es dann weiterhin mit dem Support für CrossFire aussehen wird. Intels Dan Snyder gab darauf keine klärenden Antworten. Intel wird die nächsten Tage den Deal noch genau beobachten um die Auswirkungen auf den Markt abschätzen zu können.
Derweil wird in der weiten Webwelt über den Deal spekuliert und teilweise wird der Tod von ATI vorhergesagt, wieder andere sehen dabei aber auch eine grosse Chance um bspw. endlich gute Linuxtreiber zu erhalten. Es ist kaum zu erwarten, dass AMD die Marke ATI sterben lassen wird, dafür ist sie zu gut am Markt positioniert und zu wertvoll. AMD braucht dringen die Möglichkeit trotz z.B. eines guten Turion, welchem dem Pentium M bzw. Core Duo einigermassen Paroli bieten kann, Gesamtpakete anbieten zu können, analog dem Centrinolabel von Intel. Um bei den OEMs richtig einsteigen zu können sind Chipsätze mit integrierter Grafik von Nöten, welche zusammen mit dem Prozessor eine Einheit bilden. Intel hat genau aus diesem Grund die meisten Grafikkarten bzw. Kerne am Markt und ist auch in diesem Bereich Marktleader. Gerne wird der OEM- mit dem Retailmarkt verglichen, dabei gelten in beiden Sektoren andere Spielregeln. Ein Bürorechner braucht keine Radeon X1950XTX sondern einen einfachen Grafikkern, welcher im Chipsatz untergebracht wird. Alles aus einer Hand bedeutet für den OEM Partner weniger logistische Aufwände und nur einen Ansprechpartner. [as]
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