
Mittwoch, den 26. Juli 2006
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AMD strebt mit ATI eine Ein-Chip Lösung an

Der Coup von AMD ist derzeit in aller Munde, besonders Kühne sprechen bereits vom einem Intel-Nvidia Deal als Reaktion. Daran ist schon aus kartellrechtlichen Gründen nicht zu glauben, denn es ist etwas anderes, wenn der Marktleader mit 80 Prozent Marktanteil einen Konkurrenten – Nvidia ist im Chipsatzbereich ein Konkurrent – übernimmt, als wenn sich zwei „kleinere“ Fische zusammen tun. Heute hat sich AMD und ATI detaillierter zu ihren Zielen geäussert.
Das Ziel für AMD ist ein all-in-one-Lösung, also Prozessor und Grafik auf einem Die. Je nach Bedürfnisse kann die Prozessor- oder die Grafikeinheit mehr Power erhalten. Verschiedene Modelle, welche das jeweilige Bedürfnis des Käufers abdecken werden ist die Vision. In kurzer Zeit ist aber noch keine derartige Lösung auf dem Markt zu erwarten, denn die Entwicklung ist erst in den Startlöchern. ATI will neben der eben beschriebene Integration weiterhin Chipsätze für beide Systemplattformen anbieten und gemäss ATI Europachef Peter Edinger seinen die Informationen, dass Intel die Lizenz entzogen habe falsch. Diese bewusst gestreuten Fehlinformationen seinen die Strategie von gewissen Quellen, wer das ist, sagte er natürlich nicht. Grundsätzlich kann man davon ausgehen, dass Konkurrent Nvidia damit gemeint ist. Dieser hatte sich gestern geäussert und sah nur positive Aspekte für das eigene Geschäft, verglich den Deal sogar mit 3dfx, welche als Marktleader vom Markt verschwunden sind, nachdem sie von Nvidia Pleite aufgekauft wurden.
Die Integration von Grafikeinheit in den Prozessorcore ist indes keine Neuheit. Cyrix entwickelte mit dem Media GX einen Prozessor der 5x86 Klasse mit integriertem Grafikkern. Dem Produkt war aber aufgrund mangelnder Leistung kein langes und erfolgreiches Leben gewährt. Ironischerweise wurde die Media GX Sparte im Jahr 2003 ebenfalls schon von AMD übernommen und als AMD Geode weiterentwickelt. Auch Intel verfolgte mit dem „Timna“ das Konzept einer all-in-one Lösung, stellte das Projekt, welches auf einem Pentium III Celeron beruhte, im Jahr 2001 ein. Die Integration des Rambusspeichercontrollers stellte sich als grosses Problem und zu teuer heraus. [as]
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