
Freitag, den 25. August 2006
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Weitere Informationen zu den gestrichenen ATI-Chipsätzen für Intel Prozessoren
Wie wir erst gestern berichtet haben, soll ATI die für Intel-Prozessoren geplanten Chipsätze RD700, RS700 und RC710 von seiner Roadmap gestrichen haben. Die Spekulationen hierzu gehen weiterhin in die Richtung einer nicht zu erwartenden Lizenzvergabe seitens Intel. Auch heutige Spekulationen aus dem taiwanesischen Raum bleiben in diesem Fahrwasser, doch sieht man durch diese Umstände nun bessere Chancen für VIA und SiS.
Derzeit besitzt ATI Lizenzen zur Fertigung von Chipsätzen für Intel Core 2 Prozessoren mit einem FrontSideBus von 1066 MHz. Die derzeitige Roadmap sieht Chipsätze für diese Prozessoren noch bis zum ersten Quartal 2007 vor. Danach würden neue Intel Prozessoren und ggf. auch eine Änderung des FSB neue Lizenzen für ATI bedeuten. Sollten sich die Gerüchte um die Lizenprobleme also bewahrheiten, so würde in diesem Bereich dann aber eine bessere Absatzmöglichkeit für die Hersteller VIA und SiS bestehen.
VIA, welche sich seit einiger Zeit deutlicher auf den Einsteigerbereich, insbesondere hier aber auch bei Intelprozessoren konzentriert, könnte mit seinen Produkten dadurch in der Tat profitieren, während SiS Bemühungen bislang eher im absoluten Low-Cost Bereich lagen.
Auf der Gegenseite darf man natürlich nicht vergessen, dass etwaig verstärkte Bemühungen seitens AMD, Prozessor-Chipset Bundles für die eigenen Produkte künftig mit ATI-Chipsätzen anzubieten, den beiden Herstellern VIA und SiS durchaus auch Marktbereiche streitig machen könnten. Und ebenfalls darf man nicht unberücksichtigt lassen, dass NVIDIAs Übernahme von ULi vermutlich ebenfalls ins Einsteigergeschäft für Intel-Prozessoren abzielt, wo Lizenzstreitigkeiten derzeit wohl weniger zu erwarten sind. [pg]
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