
Freitag, den 12. Januar 2007
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"Die Gründe AMDs zur Übernahme ATIs"
... will der Inquirer in einem Interview mit AMD auf der CES 2007 in Vegas erfahren haben. Dabei hat ein Mitarbeiter des Inquirer mit Mario Rivas, dem Executive Vice President von AMD gesprochen und ihn auf die Gründe angesprochen. Dabei muss man sicherlich beachten, dass bei Firmenoffiziellen Statements nicht immer die ganze Wahrheit zu Tage kommt und viel Marketing enthalten ist.
Jedenfalls nannte AMDs Vize-Präsident angeblich drei Gründe, welche den Hersteller zur Übernahme von ATI bewegt haben - wobei man hier nicht einmal zwingend auf ATI fixiert gewesen wäre, sondern anfänglich wohl auch NVIDIA als mögliche "Erweiterung" des eigenen Produktangebotes im Auge gehabt haben will.
Als ersten Grund sprach Rivas angeblich davon, dass AMD sich einen größeren Anteil im Grafik-Geschäft sichern wollte, dass man als sehr wichtig erachte und gleichzeitig auch das Potential von GPGPU-Grafikchips (General Purpose Computation on Graphics Processing Unit) für sich nutzen wolle. Unter solchen GPGPU-Chips versteht man die Aufgabenübernahme von Chips, für welche sie eigentlich nicht entwickelt wurden - beispielsweise die Video-Encoding-Funktion aktueller X1000er ATI-Modelle.
Der zweite Grund läge an der Position ATIs im Konsumentenmarkt um Multimedia, Handhelds und ähnliche Dinge, in welchen ATI präsent sei. Gerade jener Markt habe ein Wachstum auf 2 Milliarden US-Dollar verzeichnen können.
Dritter und letztgenannter Grund sei der Blick in die Zukunft. AMD sehe dort die Verschmelzung von GPU und CPU in einem Chip und hat sich bei ATI damit wohl das passende Know-How eingekauft.
Kein Wort in den Begründungen findet sich allerdings im Bereich Notebooks, einem absolut nicht zu unterschätzenden Markt, sowie Mainboard-Chipsätzen. Gerade letztere Dinge setzen AMD nun in die Lage das Produktangebot für Firmen und Industrie entsprechend unter eigenem Label anzubieten und dort erwünschte und erwartete Validierungen im Vorfeld selbst vorzunehmen. Ein Stück Qualitätssicherung, was sich in Absatzzahlen positiv bemerkbar machen sollte. [pg]
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