
Mittwoch, den 7. März 2007
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RIAA bietet online Nachlass auf Schadensersatzforderungen
In den von Kritikern als "Erpresserbriefe" bezeichneten Schreiben schlägt die RIAA angeblichen Filesharern vor, den Streit beizulegen, und zwar zu einem günstigeren Preis als beim normalen Wege. Dazu sollen sie über eine eigens dafür angelegte Internetseite mit der RIAA in Kontakt treten. Diese Schreiben gehen an Studenten, die über ihre Universität angeblich rechtswidrig Dateien getauscht haben sollen.
Bisher zeigten sich die Universitäten nicht immer kooperativ bei der Herausgabe der Nutzerdaten der Beschuldigten, vielmehr wurden Ersttäter häufig nur verwarnt, Zweittäter mussten auch mit einer einmonatigen Internetpause rechnen, aber Zahlungen von einigen Tausend Dollar wurden nicht gefordert. Die RIAA musste also für jeden Einzelnen, von dem sie Schadensersatz von einigen tausend Dollar fordern wollte, eine Klage einreichen und die Vorwürfe untermauern können.
Dieses "Angebot" erscheint zu einem sehr interessanten Zeitpunkt, denn in letzter Zeit musste die RIAA wiederholt Verfahren gegen vermeintliche Filesharer zurückziehen, wenn sich diese nicht einschüchtern lassen wollten, da die RIAA keine Beweise vorlegen konnte. Ohne Beweise hat es die RIAA schwer vor Gericht, denn schon vor einiger Zeit verweigerte ein US-Richter der RIAA Durchsuchungen ohne begründeten Verdacht. Zudem ist es schwierig, solche Beweise vorzulegen, wenn die Verdächtige noch nie einen Computer besessen hatte. [an]
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