
Samstag, den 17. März 2007
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CeBIT: DDR3-Speicher steht vor der Tür
Als eine der wenigen Neuerungen auf der laufenden Messe im Sektor Hardwarekomponenten darf sicherlich der kommende DDR3-Hauptspeicher-Standard gesehen werden. Und so gab es an den Ständen mancher Speicherhersteller natürlich auch schon DDR3-Module zu erblicken, welche sich erst auf den zweiten Blick von DDR2-Speichern unterscheiden lassen.
Verglichen zu den bisherigen DDR2-Modellen verlagerte sich die Slot-Kerbe an andere Stelle. Starten wird DDR3-Speicher mit Modellen der DDR3-1066 und einigen Fällen auch DDR3-1333 Generation. Da wo also bei DDR2-Modulen schon längst Schluss ist, wird die neue Generation mit gesenkten Spannungen von 1,5V einsteigen. Wo DDR3 in den Taktraten enden wird, steht vorerst noch nicht fest. An manchen Ecken hörte man sogar Bezeichnungen von bis zu DDR3-2500. Corsair gab uns im Gespräch an, dass man bei ersten, eigenen Versuchen bereits problemlos in DDR3-1500 Regionen gearbeitet habe.
Natürlich zeigte auch SuperTalent entsprechende Module. Wie man uns erklärte, sei die Vorserienfertigung abgeschlossen - ebenfalls habe man die Testphasen schon beendet. Im Prinzip könnte man die Massenproduktion starten und mit der Auslieferung der Speicher als 512 MB und 1 GB Module beginnen. Taktraten würden jeweils bei DDR3-1066 und DDR3-1333 liegen. Final wird dies aber wohl erst in einigen Monaten erfolgen - vielleicht auch erst später.

Die derzeit einzigen Chipsätze, welche mit DDR3 arbeiten können, sind die Intel 3-Series Modelle und die gab es eben bislang nur als Muster - auch lauffähig - auf der Messe zu sehen. Erwartet werden die Produkte mit diesen Chipsätzen voraussichtlich im Juni und es bleibt absolut unklar, ob denn zu diesem Zeitpunkt die Mainboardhersteller ihre Produkte gleich mit DDR3-Unterstützung vorstellen werden oder doch lieber vorsichtig agieren und mit DDR2-Speicherinterface anbieten werden.

Es war uns aber nicht möglich irgendwelche Informationen zur Preisgestaltung von DDR3-Speichermodulen zu erhaschen. Speicherhersteller, Chipsatzhersteller und Mainboardhersteller hielten sich bedeckt oder wussten es schlicht und ergreifend nicht. Allerdings erwartete jeder dieser Hersteller, dass man mit Teuerungen zu DDR2 rechnen muss. Gerade Speicherhersteller könnten durchaus bereits etwas zu den zu erwartenden Endkundenpreisen sagen, doch sicherlich will man die weitere Entwicklung abwarten, sei es hinsichtlich dem Umfang der Mainboardunterstützung oder gar der Entwicklung im Grafikkartenmarkt.
Ein wesentlicher Umstand zur Preisgestaltung bei DDR2-Speichern nach Einführung war beispielsweise der Umstand, dass die Chiphersteller bessere Umsätze im Mengenabsatz an die Grafikkartenhersteller machten und die Verfügbarkeit für Speichermodule damit knapper und im Ergebnis teuerer war. Und letzten Endes bleibt natürlich ebenfalls abzuwarten, wie sich finale Plattformen durch den Einsatz des schnelleren Speichers in der Performance schlagen werden, was wiederum die Nachfrage mit bestimmen wird. Es bleibt vorerst also auf diesem Sektor noch spannend. [pg]
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