
Donnerstag, den 22. März 2007
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AMD RV6xx wird zur Soundkarte
Für den Einsatz in HTPCs (Home Theatre PC) hat sich AMD für die Mainstream- und Low-cost-Varianten der R600-Familie etwas besonderes einfallen lassen. Auf den Karten wird ein HD-Audio-tauglicher Soundchip verbaut werden, so dass über den HDMI-Anschluss auch gleich die Audio-Signale übertragen werden können. Bei derzeit üblichen Lösungen mit getrennter Sound- und Grafikkarte müssen die digitalen Ton-Daten über ein Adapterkabel in das HDMI-Kabel eingespeist werden, was z.B. für Anbieter von HTPCs einen Mehraufwand darstellt.
Auf der AMD-Pressekonferenz auf der CeBIT zeigte nun AMD eine Folie, dass sich bei den Grafikkarten mit RV6xx-GPUs ein Soundchip bereits auf der Platine befindet. Inwiefern dieser bereits in den Grafikchip selber integriert ist oder ob es sich dabei um einen wahlweise vom Kartenhersteller zu verbauenden Audiochip handelt, ist noch unklar. Auffällig ist auch, dass ausdrücklich von den RV6xx und nicht vom R600 die Rede ist. AMD geht anscheinend nicht davon aus, dass jemand die High-End-Variante in HTPCs nutzen wird. Bei den bisher bekannten Leistungsaufnahmen und dem damit verbundenen Geräuschpegel ist das aber auch nicht wirklich verwunderlich.
Letztmalig war 1995 auf PC-Grafikkarten eine Soundlösung integriert. Der erste 3D-Grafikchip NV1 von NVIDIA, der auch für den späteren Einsatz in einer SEGA-Spielekonsole gedacht war, besaß ein im Grafikchip integriertes Sound-Blaster-kompatibles Soundsystem und einen Joypad-Anschluss für SEGAs Saturn System. Allerdings war die NV1 nicht sonderlich erfolgreich, da sowohl der Deal mit SEGA platzte, als auch die verwendete 3D-Technologie mit NURBS (Kurven und Flächen) inkompatibel zu den Polygonen von Microsofts DirectX war.
 Quelle: Beyond3D [ch]
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