
Donnerstag, den 5. April 2007
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VESA verabschiedet DisplayPort 1.1 Standard
Der Nachfolger der bisherigen DVI-Schnittstelle nimmt langsam Gestalt an. Das VESA-Konsortium, in dem sich über 100 Hersteller zusammengeschlossen haben um gemeinsame Grafikstandards zu erarbeiten, darunter die Marktführer bei Grafiklösungen wie AMD, Intel und NVIDIA, verabschiedeten den zukünftigen DisplayPort-Standard. Die Bandbreite von DisplayPort wird gegenüber der DVI-Schnittstelle deutlich vergrößert werden und maximal 10,8 GBit/s betragen, was in etwa der Bandbreite der eher aus dem Unterhaltungselektronik-Bereich stammenden HDMI-Schnittstelle (10.2 GBit/s) entspricht. Mit DisplayPort sollen dann auch größere Auflösungen möglich sein als die 2560 x 1600 Pixel bei 60 Hz von DVI.
Technisch gesehen handelt es sich um 4 Lanes (ähnlich wie bei PCI-Express), die den sogenannten "Main link" bilden, über den die Video- aber auch Audio-Daten, vergleichbar zu HDMI, übertragen werden können. Dieser ist aber nur unidirektional vom Ausgang zum Monitor verwendbar. Für die Übertragung von Daten vom Anzeigegerät zur Grafikeinheit wird es einen in beide Richtungen verwendbaren Zusatzkanal mit 1 MBit/s geben, wo zum Beispiel DDC-Daten übertragen werden können, also z.B. die Auflösungseigenschaften des Monitors.
 Schematische Darstellung der Steckverbindung des DisplayPortIn Version 1.1 wurde neben dem bereits früher eingeführten DPCP (DisplayPort CopyProtection) auch das von HDMI und DVI bekannte HDCP 1.3 integriert. Dies ist notwendig, damit HD-Inhalte verschlüsselt übertragen werden können, da ansonsten nach dem Willen der Rechteinhaber der Bildschirm schwarz bleibt. Ebenfalls neu ist die elektrische Kompatibilität zu DVI und HDMI, so dass leicht entsprechende Adapter angeboten werden können. Die maximale Kabellänge beträgt 15 m und es wird einen neuen Steckertyp, etwa in Größe von USB geben. Im Vergleich zu HDMI verfügt er auch über Widerhaken, die ein unabsichtliches Herausrutschen verhindern sollen.
Wann die ersten Produkte mit dem DisplayPort verfügbar sein werden, ist noch unklar. Zumindest im Heim-Kino-Bereich wird wohl HDMI mittelfristig der Anschluss erster Wahl bleiben, da die wenigsten Hersteller den gerade eingeführten Anschluss erneut ersetzen werden. Bei Computerdisplays dürfte das etwas anders aussehen, da es bei großformatigen TFTs bereits jetzt zu Problemen mit der DVI-Bandbreite kommen kann. Aber auch aus anderer Richtung gibt es Druck auf DisplayPort, mit dem Unified Display Interface (UDI) steht ein weiterer Konkurrent in den Startlöchern, um den DVI-Standard abzulösen. Interessant ist, dass einige bekannte Firmen (u.a. Apple, AMD, Intel, NVIDIA, Samsung) in beiden Konsortien vertreten sind und sich wahrscheinlich beide Eisen im Feuer halten um später nicht Nachteile zu erleiden, wenn sich dann ein Produkt auf dem Markt durchgesetzt hat. [ch]
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