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 LCD-Hersteller formieren sich neu um Nachfrage zu stillen

Displays | 28.12.2007, 10:37
Immer mehr Haushalte tauschen ihre alten Röhren Fernseher oder PC-Monitore gegen neue und Platz sparende LC-Displays aus. Durch die rapide technische Entwicklung und den genauso schnellen Preisverfall tätigen auch immer mehr Menschen diesen Umstieg ohne durch einen Defekt dazu gezwungen zu sein. Dementsprechend steigt die Nachfrage konstant an und lässt die Hersteller an die Grenzen ihrer Fertigungskapazitäten stoßen. Man muss bedenken, dass LC-Displays nicht nur bei den gleich assoziierten Fernsehgeräten und Bildschirmen verbaut werden. Handys, MP3 Player und zahlreiche weitere Produkte müssen ebenfalls von den Herstellern ausgestattet werden. Man muss sich schon die Frage stellen wo sich Heutzutage kein Display finden lässt.

Um sich der Herausforderung stellen zu können und nicht Auftrage ablehnen zu müssen werden neue und größere Fabriken gebaut. Letztes Beispiel ist der Branchenriese Sharp, welcher gerade in Japan die weltgrößte LCD-Fabrik errichtet. Doch auch auf anderen Wegen sind die Hersteller ziemlich fleißig und schließen Allianzen, dass man schnell den Überblick verlieren kann.

Fangen wir bei Matsushita, Canon und Hitachi an, welche am Dienstag eine Zusammenarbeit bei der Herstellung von LCDs ankündigten. Dabei werden sich Matsushita und Canon zu 24,9 Prozent an Hitachi Displays beteiligen. Zusammen will man die Entwicklung und Fertigung von LCDs und vor allem von OLED-Technologien vorantreiben. Durch eine Option könnte Canon in einer zweiten Stufe eine Mehrheitsbeteiligung an Hitachi Displays erwerben und Matsushita im Gegenzug eine Mehrheitsbeteiligung an IPS Alpha Technologies. An diesem Unternehmen ist neben Matsushita und Hitachi Displays auch Toshiba beteiligt. Die wollen die Beteiligung anscheinend aufgeben und in Zukunft die LCDs von Sharp beziehen, denn schließlich wurde vor den Feiertagen bekannt, dass man in Zukunft im LCD-Bereich kooperieren will. Den Deal zwischen Matsushita, Canon und Hitachi Displays muss die Aufsichtsbehörde allerdings erst absegnen, noch steht dieser unter Vorbehalt. Gegen Ende des ersten Quartals 2008 soll er abgeschlossen sein.

Die Kooperation von Toshiba und Sharp soll sich vor allem auf gemeinsame Anstrengungen im Bereich der Fabriken beziehen, so dass man neue sowie moderne und effiziente Fertigungsstätten nutzen kann. Zudem wurde beschlossen, dass Toshiba mindestens 40 Prozent seines Bedarfs an großen LCDs von Sharp bezieht während Sharp 50 Prozent seines Halbleiter-Bedarfs von Toshiba abdecken lässt. Hauptziel aller Hersteller ist es auf den Marktführer Samsung aufzuschließen, der seinerseits mit Sony kooperiert. Zweite Macht im Markt ist das Joint-Venture von LG und Philips, welches allerdings schon bald wieder der Vergangenheit angehören könnte, traut man Gerüchten, dass die Niederländer "Ausstiegspläne" schmieden.
[bb]




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