Offenbar waren die vergangenen Monate herb genug für den
angeschlagenen Konzern AMD und man besinnt sich derzeit darauf realisierbare Dinge Stück für Stück anzugehen und auf Erreichtes erneut aufzubauen. GPU und CPU in einem Kern vereint, das war der Traum, mit ein Grund zur
Übernahme von ATI und der Beginn eines finanziellen
Alptraum beim Hersteller. Der noch zu Beginn auf den internen Namen hörende Bulldozer-Kern wurde zum Sandtiger-Kern und vom Fusion-Prozessor war die Rede. Inzwischen hört das Projekt auf den Namen
Swift - doch ist "Fusion" nicht vom Tisch?
Wie man durch das
ZDNet erfährt, wich die Bulldozer-Bezeichnung zu Gunsten der Namensgebung Sandtiger unter welchem bislang auch Fusion geführt wurde. Doch hatte AMD nicht nur beim GPU-Part, sondern auch beim CPU-Teil eine grundlegend neue Struktur hierfür geplant. Dies ist nun erst einmal verschoben, was die neue Projekt-Bezeichnung Swift hervorgebracht haben dürfte. "Frühestens" 2009 wird AMD nun auf Basis dessen einen Prozessor mit integrierter GPU präsentieren, voerst für den Notebook-Sektor, welche aber in den GPU-Teilen nun auf vorhandener und funktionierender AMD-CPU-Technologie aufsetzen soll.
Eine komplett überarbeitete CPU-Architektur, wie dies ursprünglich mit Sandtiger und Fusion-Konzept geplant war, wird es also 2009 nicht geben. Aber tot ist hier noch lange nichts. Sandtiger
müsse sich offenbar bis zum Jahr 2010 gedulden. Diese Vorgehensweise scheint auch nur plausibel und richtig. Das bisherige
K10-Fiasko sollte dies gelehrt haben.
Und einen Start dieser Prozessoren auf dem Notebook-Sektor vorzunehmen darf ebenfalls als richtiger Entschluss gedeutet werden. Vorrangig sollte hier, neben der Leistung, natürlich auch die Energieeinsparung sein und von daher ist ein solches Projekt im mobilen Bereich zu Begin korrekt positioniert.
Zu allem Überfluss muss AMD nun aktuell noch mit weiter fallenden Kursen an der Börse zurecht kommen. Neben einem gestern allgemeinen Einbruch der Technologie-Papiere an der US-Börse, gab es dann heute noch durch
Wachovia Capital Markets weitere Warnungen vor dem AMD-Papier in Form des Aufwärmens "
alter Geschichten", worauf verunsicherte Anleger die AMD-Aktie weiter abstießen. AMD erreichte damit heute einen weiteren Aktienkurs Einbruch von über 8 Prozent und fand sich auf einem Fünf-Jahrestiefstand ein. Aktuell wird das Papier noch mit 6,19 US-Dollar gehandelt.