Heute fand das erste Gespräch zwischen dem Nokia-Chef Olli-Pekka Kallasvuo und der Wirtschaftsministerin von NRW Christa Thoben statt. Dabei wurde betont, dass das Nokia an der Schließung des Handy-Werks in Bochum fest hält. Dennoch zeigte sich Nokia gesprächsbereit und ließ festhalten, dass man nach einer "innovativen Lösung" für den Nokia-Standort Bochum suchen wolle.
Wie diese "innovative Lösung" aussehen soll, wurde aber nicht beschrieben. Wie man der
Erklärung des Ministeriums für Wirtschaft, Mittelstand und Energie entnehmen kann, wurden im heutigen Gespräch nur Oberflächlichkeiten festgehalten. Man betonte, dass dem heutigen Gespräch weitere folgen müssten. Ferner werde eine Arbeitsgruppe einberufen, die nach den so genannten "innovativen Lösungen" suchen wird. Außerdem empfiehl man Nokia, sich mit dem Betriebsrat zusammen zu setzen und zu erörtern, was mit dem Standort in Bochum geschehen solle.
Betrachtet man die veröffentlichen Ergebnisse mal genau, wird einem dort ziemlich deutlich vor Augen gehalten, dass hier nichts geschehen ist. Dass Nokia überhaupt zu dem Gespräch erschienen ist, verdankt man wahrscheinlich eher der schlechten Presse und dem massiven Image-Verlust, den Nokia durch die Schließung hinnehmen musste, als dem eigentlichen Willen Nokias wirklich etwas zu ändern.