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 DRAM-Markt entwickelt sich weiterhin deutlich schlechter als erwartet

Wirtschaft | 05.02.2008, 16:30
Der Markt für DRAM-Speicherchips kannte auch im vierten Quartal nur eine Richtung und verursachte für viele Unternehmen der Branche ein herbes Erwachen. iSupply hat nun die aktuellen Zahlen und stellte fest, dass der Umsatz im vergleich zum dritten Quartal um fast zwanzig Prozent von rund acht Milliarden US-Dollar auf nur noch 6,5 Milliarden US-Dollar eingebrochen ist. Gleichzeitig fiel der Umsatz im Jahresvergleich um 40 Prozent und verursachte heftige Verluste auf breiter Front.

Die Analyse bescheinigt einen Gesamtverlust der Branche von rund drei Milliarden US-Dollar und stellt fest, dass das Ergebnis deutlich schlimmer ausfällt, als man erwartet habe. Das Ergebnis sind Verkaufspreise im Sturzflug: gegenüber dem dritten Quartal sank der durchschnittliche Preise nochmals um ein Drittel. Der Boden scheint nun aber endlich erreicht. Preise für 512-Mbit- und 1-Gbit-Chips konnten bereits wieder leichte Zugewinne verzeichnen.

An dieser Entwicklung zeigt sich deutlicher denn je der Schweinezyklus der aktuellen Speichergeneration. Zahlreiche Halbleiterschmieden sind in den letzten Jahren entstanden und wollten sich am durchaus lukrativen Geschäft beteiligen. Der Ausbau von Fabriken hat die Kapazitäten in die Höhe getrieben und als Resultat nun ein Überangebot verursacht, dem die Hersteller nur mit einer neuen Speichergeneration Herr werden dürften. Das heißt, große Investitionen in die nächsten Technologiesprünge. Wer zuerst die neuen Generationen produzieren kann, verdient am besten und hat die größten Chancen, sich ein neues Puffer für den nächsten Zyklus zuzulegen.

Bis dahin heißt es allerdings für Unternehmen wie Qimonda erst einmal, die Durststrecke zu überstehen. Infineon selbst, gab bereits zu verstehen, dass man nicht bereit sei, noch mehr Geld in das Unternehmen zu investieren. Doch kommt es doch gerade jetzt auf eine ausreichend dicke Kapitaldecke an, um einen guten Start zu erwischen.
[rl]





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