Ein monatlich kündbares Flatrate-Angebot für die gern vernachlässigten Schmalband-Kunden hat der Internet-Provider Arcor nun vorgestellt. Zum Preis von 14,95 EUR soll es Nutzern von einfachen ISDN-Anschlüssen oder traditionellen 56-K-Analogleitungen in Zukunft möglich sein, für eine pauschale Gebühr unbeschränkt im Internet surfen zu können. Dabei läuft
der Vertrag jeweils bis zum Ende des Monats und Endet danach automatisch, sodass keine Mindestvertragslaufzeit mit festen Kosten anfällt. Abgerechnet wird direkt über die Rechnung der Telekom.
Damit kommen diese Kunden zwar weiterhin nicht um lange Wartezeiten herum, doch können sie ihre Kosten für den Internet-Gebrauch nun wesentlich besser kontrollieren, ohne ständig auf die Uhr schauen zu müssen. Während Datentarife in der DSL-Welt schon häufig anzutreffen sind, lassen sich diese bei schmaleren Bandbreiten praktisch gar nicht finden. Hier setzen die Telefonanbieter noch immer auf die traditionelle minutengenaue Abrechnung, häufig auch gespickt mit einmaligen Einwahlgebühren und ungünstigen Taktungen.
Ob sich der Flatrate-Tarif für Arcor lohnt, steht auf einem anderen Blatt. So kann man zwar davon ausgehen, dass das Datenvolumen von Schmalband-Kunden deutlich geringer ausfällt, doch dürften die Verbindungskosten für die Telefonleitung noch immer zeitlich abgerechnet werden. Verteilt man die 15 Euro auf den gesamten Monat, so würde Arcor pro Stunde 2 Cent verdienen, was eher danach klingt, als ob das Unternehmen das Angebot mit seinem Komplettpaketen bestehend aus Telefonanschluss und DSL quersubventioniert.. Interessant ist das Tarif für Interessenten in jedem Fall, günstig ebenso, vor allem, wenn man bedenkt, dass mit dem Internet-Zeitalter erstmals eingeführte Flatrates immer um die 100 Euro gekostet haben.