Schon lange ist die Diskussion um zu laute MP3-Player im vollen Gange, neben alltäglichen Problemen wie Lärmbelästigung und mangelnde Aufmerksamkeit im Straßenverkehr werden vor allem die Folgen von zu lauter Musik aus Kopfhörern schon lange diskutiert. Die EU fordert daher eine Begrenzung der MP3-Player auf maximal 100 Dezibel.
Die geplante Gesetzesänderung stößt bei den Experten von
Audio auf Ablehnung. Wie in dem aktuellen Heft nachzulesen ist, erreichen nur die wenigstens Musikrichtungen wie Jazz oder Klassik diese Werte und dies auch nur in den Spitzen, was für das Gehör nicht schädlich ist. Viel gefährlicher sei die Verwendung von billigen Kopfhörern, da diese bei stark komprimierter Musik einen hohen Druck erzeugen, der gerade bei Überschneidung verschiedener Frequenzen das Gehör weitaus stärker schaden kann. Das Problem ist auch deshalb nicht aus der Welt, weil die Liebhaber von lauter Musik ihre Player auch in Asien oder den USA bestellen können, dort sind MP3-Player deutlich lauter.
Noch ist das Gesetz nicht in Kraft getreten, aber schon hagelt es Kritik. Dennoch könnte das Gesetz die gewünschte Wirkung erzielen, denn in der Regel bestellen die Kunden ihre MP3-Player nicht in Übersee, da es hier zu Abwicklungs- und Garantieprobleme kommen kann. Zudem könnte das Gesetz auch für mehr Verkehrssicherheit sorgen, die schon lange durch die Nutzung von Kopfhörern bemängelt wird.
[dk]