Vor über einem Monat, genauer gesagt am 4. Februar,
stellte Microsoft das erste Service Pack für Windows Vista fertig. Allerdings sollte es erst einmal nur OEMs zur Aktualisierung ihrer Images für Komplettrechner zur Verfügung gestellt werden, eine allgemeine Verfügbarkeit wurde für Mitte März versprochen.
Nachdem es zwischenzeitlich schon fehlerhafterweise für einzelne Benutzer im Windows Update
auftauchte, ist es seit heute Nachmittag offiziell dort zu finden. Das SP1 liegt in der "Wave 0" genannten ersten Charge für die Sprachversionen Englisch, Deutsch, Französisch, Spanisch und Japanisch vor. Die "Wave 1" mit allen 36 Sprachen soll in rund einem Monat fertig sein, dann soll es auch wieder nachinstallierbare
Sprachpakete für die entsprechenden Versionen geben. Von einzelnen Lesern erfuhren wir, dass es im Handel auch bereits Vista-Lizenzen zu kaufen gibt, auf deren DVDs das SP1 enthalten ist. Die Microsoft Pressestelle konnte auf Anfrage dagegen keine Angaben machen, ob und wann solche Datenträger verfügbar werden.
Im
Windowsvistablog äußert sich Nick White erstmals auch etwas ausführlicher zu der mit Treiberinkompatibilitäten begründeten Wartezeit. Man habe diverse Treiber indentifiziert, die Probleme mit dem SP1 machen und die Liste der betroffenen Devices in der Knowledgebase
zusammengestellt. Auf dieser Liste finden sich hauptsächlich Audio-Treiber von Realtek, SigmaTel, Creative und Conexant, aber auch Intel ist mit einem Grafiktreiber betroffen, ebenso Symantec und Texas Instruments. White versprach die Liste weiter zu pflegen, wenn sich neue Erkenntnisse ergeben. Für die meisten Probleme sollen im vergangenen Monat über Windows Update entsprechend passende Treiber verfügbar gemacht worden sein.
Sollte das SP1 nicht im Windows Update auftauchen oder soll das Update auf mehreren Rechnern installiert werden, kann es auch als Installer im Microsoft Download Center bezogen werden (
x86,
x64).
Zeitgleich veröffentliche Microsoft auch bereits den ersten Patch für Windows Vista SP1. Allerdings handelt es sich dabei nicht um ein Sicherheitsupdate, sondern es ist die Hilfefunktion betroffen. Im KB-Artikel
KB937286 beschreibt Microsoft, dass mit dem Update Offline-Versionen wichtiger Hilfethemen aus dem "Onlineupdate" installiert werden, weil das SP1 keine aktualisierten Hilfedateien enthält. Dies betrifft allerdings nur Nutzer, die die Online-Verbindung der Hilfe nicht nutzen.
[tm]