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 Microsoft Windows 7 könnte in frei konfigurierbaren Zusammenstellungen erscheinen

Software | 23.03.2008, 18:34
Mary Jo Foley, Microsoft-Expertin bei ZDNet.com spekuliert in Ihrem Blog darüber, dass die für 2010 geplante neue Windowsversion, die derzeit unter dem Arbeitsnamen Windows 7 firmiert, in einer Art Baukastensystem auf den Markt kommen könnte.

Dies soll laut internen Microsoft-Quellen u.a. auch bislang im System enthaltene Teile wie E-Mail-Programme oder Bildanzeigefunktionen betreffen, um den weltweit verärgerten Wettbewerbshütern entgegenzukommen und weitere empfindliche Strafzahlungen zu verhindern. Bereits in Windows Vista lassen sich einzelne Komponenten, z.B. die Photo Gallerie, online erweitern. Die Mail-, Foto- und Videofunktionalitäten würden zwar weiterhin von Microsoft zum Betriebssystem passend bereitgestellt, der Nutzer (bzw. OEM bei der Einrichtung von Komplettsystemen) müßte die Komponenten aber manuell nachladen.

Den anderen Beweis sieht Foley in der bereits mit Windows Server 2008 eingeführten Modularisierung. Hier ist bereits die Konfiguration je nach Einsatzbereich des Servers vorgesehen, Windows Server Core ist dabei die minimale Basis. Da Microsoft immer wieder die identische Codebasis von Server- und Desktop-Betriebssystem betont und OEMs mit dem OEM Preinstallation Kit (OPK) bereits heute die freie Auswahl haben, wäre der Schritt dem Kunden dieselbe Wahl zu lassen nicht weit.

Zuguterletzt führt Foley als Beleg für Ihre Thesen an, dass Microsoft mit MinWin mit einer stark abgespeckten Variante des Windows-Kernels experimentiert. Nach Unternehmensangaben soll dieser Kernel die Grundlage für Windows 7 und seine Nachfolger darstellen, was die ideale Grundlage für eine modulares System sei.

Auch wenn Foley auf "interne Quellen" verweist, erscheinen die Ideen reichlich spekulativ. Wie genannt ist manches davon schon mit heute verfügbarer Software möglich, anderes scheint unausweichlich, wenn Microsoft weiteren Ärger mit den Behörden vermeiden will. Doch bis 2010 vergeht noch etwas Zeit und man wird sehen, wie weit Microsoft seine Verdrängungspolitik durch Implementierung immer weiterer Funktionen im Betriebssystem-Lieferumfang ändert.

[tm]

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