Eine von IBM in Auftrag gegebene
Studie hat herausgefunden, dass Online-Computerspiele die Führungskompetenzen der Spieler verbessern. So hat die Universität Stanford gemeinsam mit dem MIT herausgefunden, dass die sich in den Spielen geforderte Fähigkeiten positiv auf die Führungskompetenzen auswirken können.
Konkret lerne der Spieler projektorientiertes Abarbeiten von Aufgaben und die Nutzung aktueller Informationsquellen als Entscheidungsgrundlage kennen. Zusätzlich kann man mit Computerspielen besser die Kompetenzen von Mitspielern einschätzen und gleichzeitig üben, die gegebenen Anreizsysteme zu nutzen, um sie motivieren.
Alle Eigenschaften sind besonders wichtig, um als Führungskraft bestehen zu können. Gleichzeitig relativiert die Studie aber auch den Rahmen der Ergebnisse, da der Bereich der Computerspiele deutlich stärker eingegrenzt sei und es den Spielern ermöglicht, verschiedene Führungsstile gefahrlos auf ihre Wirkung zu testen. Vorteil ist, dass das Risiko eines Fehlschlages im Gegensatz zum realen Leben deutlich beschränkt ist.
Ob anhand der Ergebnisse aber zukünftiger Nachwuchs in den Führungsetagen mehr Online-Rollenspiele spielen sollten, muss an dieser Stelle klar in Frage gestellt werden. So dürften sich die genannten Punkte auch in vielen anderen Zusammenhängen trainieren lassen, etwa bei Mannschaftsportarten, beim gemeinsamen Spielen und Arbeiten im Kindergarten oder später in der Schule bei Projektaufgaben. Man könnte hier sogar vermuten, dass durch den beratenden Beistand von Lehreren und Übungsleitern der Lerneffekt sogar deutlich größer ist. Zusätzlich ist bei Online-Spielen die Abstraktion des realen Lebens deutlich größer, sodass sich die gesammelten Erfahrungen schwerer real Anwenden lassen dürften.