Der Grafikkarten-Spezialist NVIDIA ist einer von Microsoft erstellten Liste zufolge der wichtigste Grund für Abstürze im neuen Microsoft-Betriebssystem Windows Vista. Demnach seien in einem nicht näher spezifizierten Zeitraum in 2007 mit 28 Prozent bei jedem dritten Computer Grafikkarten-Treiber von NVIDIA die Ursache für einen Absturz gewesen. Konkurrent AMD erreicht mit seinen ATI-Grafikkarten lediglich 10 Prozent.
Unklar ist allerdings, wie genau die Zahl der Abstürze von 1,66 Millionen ermittelt wurde, ob Anwender mehrfach gezählt wurden und über welchen Zeitraum tatsächlich gemessen wurde. Bekannt ist allerdings, dass viele Hersteller mit dem Release von Windows Vista zu Beginn viele Probleme hatten, die erst schrittweise gelöst werden konnten. Microsoft selbst gibt laut
CRN an, dass die Grafikhardware wohl einer der komplexesten Bereiche im System sei, was in Anbetracht der notwendigen Systemeingriffe durchaus denkbar ist. Weiterhin hat NVIDIA einen deutlich größeren Marktanteil als AMD und blickt dadurch vollkommen logisch auf eine größere Nutzerbasis, unter der sich auch die Fehler multiplizieren.
Zahlen laut Microsoft, aufbereitet durch HT4U
Erfreulich sind die vergleichsweise wenigen Fehler der übrigen Hersteller wie Realtek oder Creative, die sich unterhalb von einem Prozent bewegen. Gut behaupten konnte sich auch Intel, die trotz enormer Verbreitung auch im Grafikbereich mit einer ähnlichen Quote wie AMD glänzen.
Trotzdem hatten die Hersteller gemeinsam mit Microsoft schon vor dem Release viel Zeit, ihre Treiber entsprechend zu testen. Dass dies häufig nicht mehr ausreichend geschieht, sieht man häufiger an hektisch auf den Markt geworfenen neuen Produkten, die erst beim Anwender reifen. Dennoch scheint mittlerweile das Gröbste unter Windows Vista überstanden zu sein, sodass sich Anwender langsam mit ruhigem Gewissen an das neue Betriebssystem herantasten dürfen, sofern überhaupt Bedarf für ein Update besteht.
[rl]