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 Leibniz Rechenzentrum schaltet IPv4 ab

Internet | 01.04.2008, 13:22
Bereits seit 1995 befindet sich der Nachfolger des aktuell im Internet verwendeten Protokolls IPv4 (Internet Protocol Version 4) unter dem Namen IPv6 (Internet Protocol Version 6) in der Entwicklung. Dieses bietet neben verbesserten Sicherheits- und Konfigurationsmechanismen einen deutlich erweiterten Adressraum, da nach aktuellen Hochrechnungen etwa im Jahr 2012 keine IPv4-Adressen mehr neu zugeteilt werden können. Heute im Laufe des Tages wird dem Leibniz Rechenzentrum (LRZ) der Bayerischen Akademie der Wissenschaften die erste große Institution das "alte" System abschalten und zukünftig nur noch IPv6 verwenden. Dies geht aus Informationen hervor, die heute veröffentlicht wurden.

Im Muenchner Wissenschaftsnetz (MWN) steht IPv6 seit Anfang 2005 als Dienst zur Verfuegung. Im Lichte der bereits vorgenommenen Experimente mit ausschliesslich auf IPv6 aufbauenden Netzen, der nun auf allen relevanten Betriebssystemen vorhandenen IPv6-Implementationen in Produktionsqualitaet sowie um die globale Not an IPv4-Adressraum zu lindern wurde das LRZ gebeten auf seine IPv4-Adressen zu verzichten.

Das LRZ will sich solidarisch verhalten und wird daher am heutigen Tage die IPv4-Anbindung des MWN abschalten und die vorhandenen Adressbereiche zur Neuvergabe an die ausgebenden Stellen zurueckgeben. Dies verringert auch die Verschwendung von Resourcen zur Unterstuetzung veralteter Protokollfamilien ( Legacy-IP ).

Für alle von der Umstellung betroffenen bietet das LRZ eine Webseite mit Informationen rund um die Umstellung an. Aufgrund der Größe und der Bedeutung des MWN in Deutschland ist anzunehmen, dass andere Netzbetreiber in Kürze folgen werden. Auch HT4U.net trägt dieser Entwicklung Rechnung und wird ab der zweiten Jahreshälfte ausschließlich noch aus IPv6-Netzen verfügbar sein.
[tm]





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