Nachdem sich zu Beginn des Monats mit der
Preissenkung des bisherigen iPhones bei T-Mobile der Launch der nächsten Generation andeutete, gibt es nun Anzeichen, dass Apple das Konzept der Providerbindung überdenkt.
Im US-amerikanischen Markt deutet sich nach Berichten verschiedener US-Medien an, dass AT&T das UMTS-fähige iPhone subventioniert an seine Kunden verkaufen will. Während Apple einen Preis von 399 US-$ für das 8 GB-Modell vorsieht, soll es mit Vertragsbindung beim Provider für 199 US-$ und damit um 200 US-$ günstiger verfügbar sein. Die Webseite
AreaMobile, die Mobiltelefone als zentrales Thema hat, berichtet darüber hinaus von einem Artikel in der italienischen Zeitung
Republica, in dem steht, dass der Apple-Partner Telecom Italia das neue iPhone nur mehr drei Monate exklusiv und danach frei verkaufen will. Auch in Australien soll das iPhone frei verkauft werden, dort aber schon ab dem Erstverkaufstag im Juni.
Potenzieller Grund für Apples Umdenken soll eine Studie sein, aus der das Offensichtliche hervorgeht, nämlich dass es eine bedeutend größere Interessentengruppe für das iPhone als für die teuren derzeit damit verbundenen Mobilfunkverträge gibt. In Deutschland konnte T-Mobile als alleiniger Verkäufer des iPhone rund 100.000 Geräte mit Verträgen unter das Volk bringen. Dazu kämen 50.000 Nutzer, die das Gerät in anderen Netzen nutzen, obwohl hierfür eine rechtlich problematische "Freischaltung" des Geräts erforderlich ist.
Bislang stellten sich Apple und seine Vertriebspartner auf den Standpunkt, dass die Nutzung des Geräts nur mit dafür auf Netzseite angepassten Diensten Sinn mache, weswegen die Exklusiv-Startegie notwendig sei. Diese Haltung war in der Vergangenheit auch Gegenstand eines
Rechtsstreits. Allerdings liessen Apple und die entsprechenden Netzbetreiber damit einen signifikanten Teil des Marktes ungenutzt, in dem die anderen Netzbetreiber mit deutlich günstigeren und/oder flexibleren Smartphones, z.B. von HTC, gute Geschäfte machen konnten.
[tm]