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Top News: sieben Tage | 30 Tage

 30 Jahre Spam, wir sagen herzlichen Glückwunsch

Internet | 04.05.2008, 11:54
Gestern am 3. Mai feierte Spam seinen 30. Geburtstag. Zwar ist der Name längst nicht so alt wie die dahinter stehende Geschäftspraxis, denn der Name wurde erst 1993 vergeben, dennoch bekamen am 3. Mai 1978 400 Nutzer des Apranets (Vorstufe des Internets), eine E-Mail mit werbenden Inhalt.

Damals war es noch sehr leicht gegen den Verursacher Gary Thuerk vorzugehen, der vom Betreiber des Apranets, dem Verteidigungsministeriums, Ärger bekam. Heute sieht das deutlich anders aus, denn der Schaden der durch Spam verursacht wird nimmt deutlich zu, allein schon weil Spam- und Junk-Mails rund 85 Prozent des E-Mail-Verkehrs ausmachen. Auch hat Spam heute nicht mehr einen rein werbenden Charakter, sondern es geht vor allem dabei um Betrug. Dabei sind die Opfer teilweise sogar Mitschuld, da sie leichtsinnig mit Zugangsdaten und persönlichen Daten im Internet umgehen. Die Konsequenz ist, dass zum Beispiel das Landgericht Köln Voraussetzungen formuliert hat, die ein Mitverschulden begründen und somit die Eigenverantwortung des Opfers erhöhen.

Aus diesem Grund wollen wir das Jubiläum dazu Nutzen noch einmal mit aller Deutlichkeit auf ein vorsichtiges Verhalten im Internet hinzuweisen. Dies beginnt schon mit der richtigen Software. Wie auch das Landgericht Köln formulierte, sollte jeder Nutzer des Internets sein Betriebssystem immer auf dem neusten Stand halten um so Sicherheitslücken zu schließen. Auch eine aktuelle Antiviren-Software gehört zum Pflichtprogramm eines jeden Internetnutzers. Zudem kann auch noch eine Firewall als zusätzlicher Schutz genutzt werden.

Die Angabe von persönlichen Daten im Internet ist nur in den seltensten Fällen geboten. Auf gar keinen Fall werden Passwörter oder Kontodaten, vor allem TANs, per E-Mail, Telefon oder sonst wie abgefragt. Wenn man sich Zugangsdaten nicht merken kann, so sollte man zumindest seine Passwörter sicher aufbewahren. Zudem sollte Passwörter nicht auf personenbezogene Merkmale hinweisen.

Zu Prüfen sind auch die Seiten bei denen man Angaben macht. So ist ein fehlendes Logo in der Adresszeile ein häufiges Indiz, das hier etwas nicht stimmt. Um mit Sicherheit auf der richtigen Seite zu landen, sollte man nicht auf Links in E-Mails klicken sondern die Adresse per Hand eingeben. Auch Händler sollte man einer genauen Prüfung unterziehen und im Zweifel zu meiden oder nur per Nachnamen-Zahlung zu nutzen.

Diese Verhaltensregeln sind im Prinzip sehr einfach zu befolgen und bedeuten ein deutlich höheres Maß an Sicherheit im Internet und um das Internet herum.
[dk]

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