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  Larrabee mit Dampf ins Notebook-Segment?

Grafik | 22.05.2008, 22:38
Seit Intel mit Larrabee und ManyCore-Technologie beabsichtigt auch technisch im Grafiksegment Fuss zu fassen, ranken sich Gerüchte um diesen Prozessor, welcher eigentlich erst Ende 2009 erwartet wird. Das daraus gefolgte Resultat ist eine Debatte und Spekulationen über die Absichten, welche Intel damit verfolgt, insbesondere auch dahingehend, dass man als Kontrahent zu AMD und NVIDIA auftreten könnte. In der Folge kam es zu teils massiven Vorwürfen durch NVIDIA, welche in Bezug auf Intels Larrabee auf Konfrontationskurs gingen. Und davon mag man nun halten was man will, aber eine Aussage des CEOs von NVIDIA ist alltäglich bezogen einfach treffend: "auf einer Powerpoint-Präsentation sieht jedes Produkt gut aus".

Bei TGDaily erfährt man aktuell ein paar weitere Zeilen zu Intels Larrabee-Planungen. Demnach soll diese Technologie bereits auf dem kommenden IDF in San Fransisco debütieren. TGDaily geht davon aus, dass man erste Produkte dieses Kern schon im August oder September sehen wird, die vermutlich aber erst - das war auch nicht anders erwartet - auf den Serverbereich abzielen werden. Server und Notebooks, davon ging man anfänglich aus, als man über Intels Larrabee-Pläne hörte und noch auf der vergangenen CeBIT sagten uns Intel-Pressesprecher, dass man sich auf gewisse Bereiche spezialisiert habe - zu 3D-Fähigkeiten nichts sagen könne, es aber durchaus gut fände, wenn das Produkt auch dort bestehen könne.

Es wird zur Einführung im Privat-Kunden-Segment dann offenbar noch ca. sechs Monate dauern. Dann wird Intel den Larrabee auch ins Notebook- und Desktop-Segment entlassen. Mit wieviel Kernen der ManyCore-Prozessor dann antreten wird, darüber weiß TGDaily nur wage Zahlen zu berichten. Von vier bis 24 ist die Rede. Man mag bei letzt genannter Zahl wohl vielleicht eher noch an den Server-Bereich denken, aber vieles bleibt eben offen. Bevorzugt dürfte man das Notebook-Geschäft anzielen und damit und natürlich neuen, eigenen Plattformen in einem ohnehin stark besetzten Bereich neue Akzente setzen.

Doch das alles nur auf dem Papier. Denn sicherlich haben Unkenrufe nicht ganz unrecht, wenn sie davon sprechen, dass solche Planungen und Architekturen auch Treiber- und Software-Support benötigen, damit aus der neuen Architektur Nutzen gezogen werden kann. Und an diesem Punkt, insbesondere was den 3D-Bereich (den Intel nicht propagiert) anbelangt, steht und fällt so vieles mit dem Support. Wenn die Spiele-Entwickler an der Ecke nicht mitziehen, dann könnte Larrabee evtl. nie ein Kontrahent für AMD oder NVIDIA werden. Und wenn zusätzlich die Treiber nicht absolut ausgeklügelt und optimiert sind, könnte sich das Ganze "live" zu einem Fiasko entwickeln. Und gerade jüngst hat sich weder Intel mit seinen integrierten Grafikeinheiten und den Treibern, aber auch nicht NVIDIA oder AMD mit Ruhm bekleckert. Allerdings gehen die beiden "gelernten" Grafikspezialisten hier Schritt für Schritt vor, während Intel mit einer völlig neuen Architektur aufwartet.

[pg]

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