Die Desktop-Version von "Wind" soll MSI zufolge lediglich 30 Watt unter Last beanspruchen. Damit befände sich das System deutlich unter der Leistungsaufnahme von traditionellen Desktop-Computern, die unter Last schnell über 100 Watt benötigen. Die Lautstärke gibt MSI ebenfalls mit unter 30 Dezibel an, sodass man hier wohl mit recht von einem Silent-System ausgehen kann.
Allerdings ist besonders der Wert für den Energieverbrauch stark abhängig von den verbauten Komponenten und kann sich besonders beim Einsatz einer modernen Grafikkarte schnell vervielfachen. Da es aber kaum Sinn macht, Äpfel mit Birnen zu vergleichen, empfiehlt sich ausschließlich der Vergleich mit ebenfalls schon recht sparsamen Office-PCs mit Standard-Ausrüstung bestehend aus Mainboard mit integrierter Grafik und Einsteiger-Prozessor, was im wesentlichen auch der Konfiguration des
MSI-Wind-Notebooks entspricht.
Wem könnte man den Desktop-Wind folglich empfehlen? Hier dürfte die Frage wohl abhängig vom Anwendungsbreich sein. Wer sowieso nicht plant, am PC mehr zu machen als Office und Internet, eventuell verbunden mit Musikhören und gelegentlichem Videoschauen, für den könnte Wind nicht nur aus Design-Gründen von Interesse sein. Geringer Platzverbrauch, abgestimmte Hardware und die Lautstärke dürften sich positiv auf die Entscheidung auswirken. Berücksichtigen muss man dagegen die wenigen Möglichkeiten, das System nachträglich zu erweitern, obgleich diese Option wohl mit der Zeit von immer weniger Nutzern von Interesse sein dürfte, da sich nach spätestens fünf Jahren nur noch schwer Komponten für die dann schon veraltete Hardware finden lassen. Abwarten muss man außerdem noch, wieviel sich MSI die Desktop-Variante kosten lässt. Ansonsten könnte ein einfacher OEM-PC für unter 300 Euro weiterhin die günstigere Alternative darstellen.
[rl]