Wenn ein erfolggewohnter Konzern wie der Chip-Gigant Intel plötzlich mit schlechten Quartalszahlen auffährt, dann muss Bewegung und Handlungsfähigkeit signalisiert werden, damit die Aktionäre auch beruhigt schlafen können und genau deshalb veröffentlicht Intel in einer Pressemitteilung ihre Pläne zur Schließung von Fabriken und zur Entlassung von Mitarbeitern.
Dabei sind die Quartals-Ergebnisse gar nicht so schlecht, wie man zuletzt lesen
konnte. Zwar musste Intel einen Rückgang
verbuchen, dennoch erwirtschaftete man einen knappen Nettogewinn von 234 Millionen US-Dollar. Bedenkt man aber, dass man im Vergleich zu vierten Quartal 2007 rund 90 Prozent einbüßen musste, dann versteht man die Reaktionen seitens Intel doch. Auch der Umsatz ist im Vergleich zum Vorjahr um rund 23 Prozent gesunken und beträgt nun lediglich 8,23 Milliarden US-Dollar.
Die nur knapp positiven Zahlen des letzten Quartals 2008 begründen auch Intels angekündigte
Schritte. So will der Konzern in diesem Jahre einige ältere Fabriken einer Rationalisierungen unterziehen, um sich so den Altlasten zu entledigen. Diese Rationalisierungen sollen sich jedoch nicht auf die aktuelle Fertigung im Bereich der 32-nm- und 45-nm-Technologie auswirken. Insgesamt sind vier Fabriken betroffen, die Werke in Malaysia und den Philippinen werden vollständig geschlossen. Zusätzlich soll die Produktion der alten Fab 20 in Hilsboro, Oregon eingestellt werden und eventuell auch die Produktion der D2 in Santa Clara.
Durch die Maßnahmen an den vier Fabriken werden automatisch auch einige Mitarbeiter betroffen sein. Insgesamt rechnet Intel mit 5000 bis 6000 Mitarbeiter die auf Grund der Maßnahmen weltweit um ihre Arbeitsstellen bangen müssen, allerdings wird Intel versuchen möglichst viele mit anderen Aufgaben zu betreuen, um die Arbeitsplätze zu erhalten.
[dk]