Die Games Convention findet dieses Jahr trotz gegensätzlicher Aussagen des letzten Jahres nicht wie geplant statt. Als Ersatz will die sächsische Messestadt auf ein vollkommen neues Konzept setzen, das sich verstärkt mit der Online-Welt auseinandersetzt und diese auch vollständig in die
Games Convention Online einbezieht.
Die GC Online wurde gleichzeitig auf ein anderes Wochenende vom 31. Juli bis 2. August verlegt und räumt damit der GamesCom in Köln endgültig den Platz frei. Zu den gewonnenen Ausstellern zählen unter anderem namhafte Online-Größen wie GamesForge und Bigpoint, die zahlreiche Browser-Games und Flash-Spielen anbieten. Hinzu kommt weiterhin ein Event für Rollenspiele, die sich besonders im Internet an großer Nachfrage erfreuen.
Zusätzlich will man neben den Gamern auch Fachpublikum ansprechen und plant einen eigenen Fachbereich in dem auch Foren und Vorträge besucht werden können, die außerdem teils auch online abrufbar sein sollen. Spieler können dagegen im Vorfeld in einem Online-Wettkampf gegeneinander antreten. Die Besten sollen dann im Finale auf der Messe gefunden und gekührt werden.
Insgesamt ist die Games Convention in Leipzig damit offenbar doch in ihrem Kampf gegen die BIU gescheitert, die den Messestandort offiziell aus logistischen Gründen nach Köln verlegt hat. Dort sieht man sich offenbar durch die Themenverlagerung in Leipzig dennoch bedroht und wies in einer zusätzlichen Pressemitteilung kurz nach Bekanntgabe des GC-Online-Konzeptes auf die Online-Aktivitäten in Köln hin.
Leipzig hofft dieses Jahr nun auf mehrere 10.000 Besucher, nachdem man mit der
GC 2008 über 200.000 Interessenten der Spieleindustrie begeistern konnte.
[rl]