Leuchtdioden sind auf Grund ihrer Effizienz und Farbtreue sehr beliebt, doch im Moment ist ihre Herstellung noch sehr teuer. Forscher an der Universität Cambridge haben nun aber ein Fertigungsverfahren entwickelt, mit dem die Produktionskosten erheblich gesenkt werden können. Damit würden dann auch die LEDs selbst billiger.
Die Fertigung von LEDs findet auf Silizium-Wafern statt. Die Grundlage für diese Wafer bildete bisher das extrem teure Material Saphir. Den
Forschern ist es nun gelungen das deutlich billigere Galliumnitrid (GaN) als Basis zu verwenden. Die neue Fertigungsmethode macht die LED-Produktion dadurch deutlich kostengünstiger. Außerdem fällt durch das neue Material die Fehlerquote geringer aus und es können etwa dreimal mehr LEDs auf der gleichen Fläche gefertigt werden. Dadurch steigt die Ausbeute um das Zehnfache, womit die Kosten um den selben Faktor sinken.
Damit dürften auch die Gerätepreise für Produkte mit LEDs erheblich sinken. Davon würden neben LED-Lampen auch Bildschirme mit LEDs profitieren. Ein weiterer positiver Effekt einer billigeren Produktion wäre der ansteigende Einsatz der Leuchtdioden. Da diese etwa zehn mal länger als Energiesparlampen leben und etwa ähnlich effizient sind, käme dies der Umwelt zu Gute. Allerdings ist bisher noch nicht bekannt, wann die Fertigung serienreif ist und wann mit den ersten Produkten gerechnet werden darf.
[fo]